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In den letzten gut zwei Monaten gelang es, bei Vonovia über einer wichtigen Supportlinie einen Boden auszubilden. Der wurde jetzt vollendet. Gestern erfolgte dann die Rückeroberung der 200-Tage-Linie. Ein mittelfristig relevanter Befreiungsschlag wäre dadurch nahe, aber …
… gelingen müsste er trotzdem erst einmal. Es geht, wie wir im Chart auf Wochenbasis sehen können, um die im September 2024 etablierte mittelfristige Abwärtstrendlinie bei aktuell 28,15 Euro. Über eine längerfristige Linie, deren Ursprung im Jahr 2021 liegt, ist die Aktie bereits hinaus, aber diese Linie ist alt genug, um womöglich weniger beachtet zu werden. Positiv ist, dass es am Dienstag gelang, mit Schwung über die 200-Tage-Linie (im Chart in Blau als 40-Wochen-Linie) zu laufen. Aber genug, um hier bereits den Daumen zu heben, ist das nicht.

Zum einen, weil die wichtigere Hürde eben diese 2024er-Abwärtstrendlinie ist. Zum anderen, weil die Aktie des Immobilienkonzerns 2025 mehrfach kurz über diesen gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage gelaufen war, sich aber nie darüber hatte etablieren können. Und zum dritten, weil sich nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung wie dieser natürlich für die Anleger die Frage stellt: einsteigen, halten oder doch besser den Gewinn mitnehmen? Was spräche gegen Letzteres?
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Expertenmeinung: Nicht so wenig, dass man fest davon überzeugt sein könnte, dass der Befreiungsschlag über die Abwärtstrendlinie und nach ihm der Ausbruch über die nächstgelegenen Charthürden bei 30,69 und 33,93 Euro gelingen muss. Richtig ist zwar, dass die Analysten die Aktie mehrheitlich als kaufenswert einstufen und das durchschnittliche Kursziel mit aktuell 34,74 Euro noch ein gutes Stück über der letzten Notierung liegt. Aber diesen Level hat das durchschnittliche Kursziel bereits seit vielen Monaten. Das hatte die Marktteilnehmer nie daran gehindert, die Aktie links liegenzulassen bzw. zu verkaufen. Warum sollte das jetzt anders werden?
Ein Argument, das am Dienstag im Zuge des Kursanstiegs herumgereicht wurde, war der Abstieg des Zinsniveaus. Momentan sinken die Anleihezinsen hierzulande. Und richtig ist durchaus, dass das für Immobilienunternehmen eine Erleichterung darstellt. Doch dieser Aspekt stellt die Lage nicht auf den Kopf. Es bleibt bei einer für den Immobilienmarkt schwierigen Gesamtsituation, in der hohe Baukosten nur schwer durchsetzbaren Mieterhöhungen gegenüberstehen. Aus aktueller Sicht ist hier nicht mit einem zeitnahen, dynamischen Anstieg des Unternehmensgewinns zu rechnen.
Daher wäre es denkbar, dass Vonovia nicht zu den 2025 zurückgebliebenen Aktien des DAX gehören könnte, die 2026 zurück ins Rampenlicht gelangen. Die Möglichkeit einzukalkulieren, dass der Kurs auch diesmal nicht nachhaltig über die 200-Tage-Linie hinauskommt, wäre deshalb sinnvoll. Sollte der Anstieg über die jetzt im Fokus stehende 2024er-Abwärtstrendlinie bei 28,15 Euro gelingen, wäre Vonovia zumindest auf Trading-Basis spannend. Aber für mittelfristige Positionen wäre die Aktie im Verhältnis zu ihrem derzeit zu unterstellenden Potenzial schon recht weit gelaufen. Hier neu einzusteigen sollte man sich daher genau überlegen.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/VNA.DE/analyst-insights/
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