Seit Anfang 2025 ist die Aktie des Energieversorgers E.ON in zwei wuchtigen Kaufwellen auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen. Doch langsam wird die Bewertung ziemlich teuer … und morgen steht die 2025er-Bilanz nebst Ausblick an. Da sollte man jetzt hinschauen!
Im Zuge der zu Beginn eines neuen Börsenjahres üblichen Überprüfung der Gewichtung innerhalb von Portfolios institutioneller Investoren fanden Aktien von Energieversorgern wie E.ON unübersehbar Gnade. Schon seit Dezember läuft der zweite grosse Hausse-Impuls, der die Aktie, die nach dem ersten grossen Schub Anfang 2025 lange Zeit in einem Seitwärtstrend festhing, auf Kurslevels trug, die man hier seit fast 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte.
Basis dieser bullischen Entwicklung ist die feste Erwartung, dass E.ON und andere Versorger von den steigenden Investitionen für Infrastruktur hierzulande ebenso erheblich profitieren werden wie von dem hohen, zukünftig bereitzustellenden Energiebedarf, der von einer intensiven Nutzung der KI und den dafür nötigen, neuen Rechenzentren ausgehen wird. Was ein völlig schlüssiger Gedankengang ist, nur:
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Expertenmeinung: Auf welchem Kursniveau wäre das unmittelbare Wachstumspotenzial dieses und der kommenden Jahre korrekt eingepreist? Wäre da jetzt noch Luft nach oben. Oder ist man im Zuge des momentanen Aufwärtsimpulses womöglich bereits zu weit vorausgelaufen? Wie wird sich die Profitabilität darstellen, sprich: Wie viel vom Umsatz bleibt aus Sicht des Konzerns im laufenden Jahr als Gewinn in der Kasse? Wie gross werden die für das Wachstum nötigen Investitionen ausfallen?
Das sind alles Fragen, deren Antworten den Trend der Aktie für die kommenden Wochen und Monate bestimmen können. Noch hat man sie am Aktienmarkt nicht. Morgen jedoch dürfte man sie bekommen. Denn am Mittwoch steht die Vorlage des 2025er-Ergebnisses auf dem Terminplan. Und über den Blick zurück hinaus ist mit einem nach vorne zu rechnen.
Wenn es nach den Analysten ginge, wäre E.ON schon jetzt am oberen Ende dessen, was man als angemessen sehen könnte: Deren durchschnittliches Kursziel liegt momentan bei 17,70 Euro. Nur noch 8 von 18 die Aktie regelmässig überwachenden Experten haben hier eine aktive Kaufempfehlung. Und selbst das höchste aller Kursziele wäre, bei 19,50 Euro gelegen, schon relativ nahegekommen. Was nicht überrascht, denn auf Basis der aktuellen 2025er-Gewinnschätzung liegt das Kurs-/Gewinn-Verhältnis der Aktie mit gut 16 für einen Versorger-Titel schon recht hoch.
Es könnte natürlich durchaus sein, dass E.ONs Ausblick dazu führt, dass zahlreiche Experten ihre Kursziele nach oben korrigieren. Aber wissen kann man das eben nicht, daher:

Direkt vor den Bilanzdaten neu einzusteigen, wäre angesichts des bereits absolvierten Kursanstiegs eine sehr gewagte Wette. Bei bestehenden Positionen sicherheitshalber vorher auszusteigen wäre es aber nicht minder. Wichtig wäre nur, dass die Aktie nach dem Ausblick nicht nennenswert unter der den laufenden Aufwärtsimpuls führenden 20-Tage-Linie schliesst, die wir derzeit bei 18,12 Euro finden. Käme es dazu, wäre eine Korrektur in Richtung der mittelfristig entscheidenden Supportzone bei 15,90 bis 16,55 Euro recht wahrscheinlich. Achten Sie morgen auf diese neuen Zahlen und die Reaktion der Aktie!
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/EOAN.DE/analyst-insights/


