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Bei SMA Solar läuft seit dem Spätherbst eine Toppbildung. Zum Wochenstart steht die Aktie des Solar-Wechselrichterherstellers kurz davor, dieses Topp zu vollenden – wohin könnte der Kurs aus charttechnischer Sicht laufen, wenn es dazu kommen sollte?
Das Ergebnis des Jahres 2025 und mit ihm dann auch der Blick auf das vierte Quartal stehen bei dem Hersteller von Solar-Wechselrichtern erst am 26. März an. Wie hierzulande immer noch relativ weit verbreitet, spart man sich eine eigene Vorlage der Q4-Ergebnisse und packt alles in die Jahresbilanz, die, bis alles testiert ist, eben ihre Zeit braucht. Aktuell wissen wir also nicht, wie es bei SMA Solar seit Ende September gelaufen ist. Vier Monate, die im Dunkeln liegen, noch anderthalb, bis dieser Nebel verschwindet. Und auch erst dann werden wir vom Unternehmen einen Ausblick auf das dann schon knapp ein Quartal alte, laufende Geschäftsjahr bekommen. Immer vorausgesetzt, dass SMA Solar nicht vorab vorläufige Ergebnisse vorlegt. Kurz: Man hängt, was die Fakten angeht, in der Luft.
Dass sich die Aktie seit einer Gewinnwarnung Anfang September so beeindruckend gut entwickelt hat, basiert darauf, dass man zwar durch einmalige Aufwendungen ein sehr schwaches Neun-Monats-Ergebnis vorlegen musste, das Geschäft aber operativ besser lief. Der Umsatz stieg, der operative Gewinn ebenfalls. Und SMA Solar hob hervor, dass das wichtigere, margenstärkere Geschäft mit Grossprojekten (Large Scale & Business Solutions) dynamisch wächst. Damit zeichnete man ein Bild, in dem Umsatz, Marge und Gewinn nach schwierigen Jahren wieder durchstarten könnten. Wie sich das aber 2026 konkret darstellen könnte, das weiss man eben noch nicht.
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Expertenmeinung: Was kein Problem wäre, wären die Anleger vorsichtig und zurückhaltend geblieben, indem sie die Aktie nur behutsam angegangen wären und so mögliche Enttäuschungen eingepreist hätten. Aber das Chartbild zeigt es ja: Das Gegenteil war der Fall, hier ist bereits eine deutliche Aufhellung der Lage vorweggenommen worden. Seit der Gewinnwarnung Anfang September hatte der Kurs in der Spitze gut 150 Prozent zugelegt.

Dieser eingepreiste Optimismus hat dazu geführt, dass die Aktie über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten, derzeit bei 29,80 Euro, notiert und sogar das höchste aller Kursziele bei 37 Euro bereits mehrfach überboten hat. Auffällig war, dass daraufhin bereits dreimal umgehend Abgabedruck auftrat. Natürlich hätte die Aktie diesen Deckel wegsprengen, sprich nach oben ausbrechen können. Aber den Tradern dürfte klar gewesen sein: Da aktuell alle fünf die Aktie einstufenden Experten nur mit „Halten“ urteilen, hätte das eigentlich nur dann eine Chance, wenn ein Ausbruch von neuen, positiven Nachrichten seitens des Unternehmens begleitet würde.
Da die bislang nicht kamen, agieren einige jetzt offenbar nach dem alten Trader-Motto: „Wenn nach oben nichts geht, dann eben nach unten.“ Zwar gelang es, die Aktie zum Handelsende des Montags wieder knapp über die Nackenlinie der Toppbildung bei 31,90 Euro zu ziehen. Aber das Chartbild präsentiert sich wacklig genug, um sich vorsorglich die Frage zu stellen: Was wäre auf der Unterseite möglich, wenn dieser Support am Ende nicht hält?
Ein wirklich grosser Baisse-Schub, der die Hoffnungskäufe seit September komplett egalisieren würde, wäre eher überraschend, weil nur dann zu vermuten, wenn negative Zahlen und/oder Prognosen von SMA Solar kommen, die das befördern würden. Solange man da weiter im Ungewissen bleibt, bleibt auch die Chance für „Good News“, das sollte das Abwärtspotenzial eingrenzen … was aber nicht hiesse, dass es klein wäre:
Die aus den Hochs der Monate März, Juli, August und Oktober sowie der 200-Tage-Linie zusammengesetzte Kreuzunterstützung im Bereich 24,32 bis 25,19 Euro wäre aus rein charttechnischer Sicht ein denkbares Ziel, weil man a) weiss, dass man sich im Vorfeld ein wenig sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatte und weil b) die rasante Rallye vom vergangenen Herbst bis hinunter zu dieser Zone keine Supportmarke ausgebildet hat, die sich als „Sprungtuch“ anbieten würde. Hier also nach dieser bislang eher knappen Rettung der Aktie an der charttechnischen Klippe bereits günstige Einstiegskurse zu vermuten, wäre daher aus heutiger Sicht ein eher gewagtes Unterfangen.
Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/
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