Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die MTU Aero Engines-Aktie zeigte im vergangenen Jahr eine deutliche Entwicklung. Der Kursanstieg verlief dynamisch, ehe der Schwung knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 400 EUR ins Stocken geriet. Seither konsolidiert das Papier auf hohem Niveau und ist in eine neutrale Trendphase übergegangen.
Diese Seitwärtsbewegung wirkt bislang konstruktiv. Nach der starken Vorjahresperformance scheint der Markt auf neue Impulse zu warten. Auffällig ist dabei, dass sich die Aktie weiterhin in unmittelbarer Nähe zur wichtigen Widerstandszone hält. Die Ausgangslage ist damit klar definiert: Ein Ausbruch erscheint möglich, ist aber noch nicht bestätigt.
Expertenmeinung: Technisch betrachtet befindet sich MTU in einer klassischen Entscheidungsphase. Die Konsolidierung knapp unterhalb des Widerstands spricht für Zurückhaltung, aber nicht zwingend für Schwäche. Das höhere Pivot-Tief von Ende Januar zeigt, dass das Kaufinteresse zugenommen hat. Sollte der Sprung über die markante Marke gelingen, könnte ein neues technisches Signal entstehen, das zusätzliches Momentum begünstigen könnte. Bleibt der Ausbruch jedoch aus, könnte sich die Seitwärtsphase zunächst fortsetzen.
Aussicht: Bullisch
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs: 385.00 EUR, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.02.2026 um 7:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Vorherige Analysen der MTU Aero Engines Aktie
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.10.2025 um 9:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Wer am Allzeithoch kauft, riskiert viel. Oder etwa nicht? MTU Aero Engines ist mehr als nur ein Triebwerksbauer, es ist der Motor einer ganzen Branche.
Kaum ein Anleger kauft gerne am Allzeithoch, doch die Realität ist die: Der Markt notiert den grössten Teil der Zeit nahe des Allzeithochs. Dafür gibt es nur zwei Lösungen: Entweder ist man sehr diszipliniert und im Zweifelsfall bereit, Monate oder Jahre auf den nächsten grossen Crash zu warten, oder man muss die wenigen Perlen finden, die es dennoch gibt.
Diesem Problem kann man sich auf mehrere Arten nähern. Der erste Schritt sollte immer sein, sich grundlegend nur mit absoluten Top-Unternehmen zu beschäftigen, so wie beispielsweise MTU Aero.
Was also macht MTU Aero Engines zu einem Top-Unternehmen?
Der Herzschlag der Luftfahrtindustrie
Zunächst einmal ist MTU Aero Engines kein klassischer Zulieferer, sondern ein strategischer Schlüsselspieler in einer der anspruchsvollsten Hightech-Branchen der Welt. Das Unternehmen entwickelt, produziert und wartet Triebwerke und Gasturbinen – die technologische Herzkammer jedes Flugzeugs.
MTU ist aber auch der weltweit grösste unabhängige Instandhaltungsdienstleister für zivile Triebwerke und zählt zu den wenigen Unternehmen, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken – von der Entwicklung über die Produktion bis zur Wartung.
Der Kundenkreis liest sich wie das „Who’s who“ der Luftfahrtindustrie. Zu den Partnern und Abnehmern gehören internationale Hersteller und Betreiber ziviler und militärischer Flugzeuge und Helikopter. Triebwerke mit MTU-Technologie finden sich in Verkehrsflugzeugen von Airbus und Boeing ebenso wie in militärischen Maschinen – etwa im Tornado, Eurofighter oder dem Transportflugzeug A400M.
Diese Diversifizierung sorgt nicht nur für Stabilität, sondern auch für langfristig planbare Einnahmen, da viele Programme über Jahrzehnte laufen.
Ein Meilenstein
Das Geschäftsmodell von MTU ruht heute auf drei Säulen: dem zivilen Triebwerksgeschäft, dem militärischen Triebwerksgeschäft und der Instandhaltung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO).
Im zivilen Bereich ist MTU an Triebwerken für nahezu alle Schub- und Leistungsklassen beteiligt – vom Businessjet bis hin zum Grossraumflugzeug.
Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit Pratt & Whitney bei der Entwicklung der Getriebefan-Triebwerksfamilie (GTF), die mit dem PW1100G-JM für die Airbus A320neo einen Meilenstein in der Effizienz darstellt.
Dieses Triebwerk war und ist ein technologischer Quantensprung und dürfte einer der wichtigsten Gründe sein, warum die A320-Familie zum meistverkauften Flugzeug der Welt aufgestiegen ist.
Inzwischen fliegt jedes dritte Verkehrsflugzeug weltweit mit MTU-Technologie – ein eindrucksvoller Beleg für die technologische Führungsposition des Unternehmens.
Über den Wolken
In Anbetracht des stetig zunehmenden Flugverkehrs und der enormen Nachfrage nach neuen Flugzeugen dürften alle Geschäftsbereiche von MTU in Zukunft mindestens so gut laufen wie in der Vergangenheit. Bemerkenswert ist auch, dass MTU Aero selbst 2020 noch profitabel war.
Im letzten Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 38 % auf 7,41 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft hat sich von 711 Mio. auf 1,84 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Das militärische Triebwerksgeschäft verzeichnete ein Umsatzplus von 14 % auf 612 Mio. Euro. Die mit Abstand wichtigste Konzernsparte, die zivile Triebwerksinstandhaltung, verzeichnete ein Plus von 20 % auf 5,07 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern lag bei 642 Mio. Euro, was 11,77 Euro je Aktie entspricht.
Durch die Decke
Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die positive Entwicklung konsequent fortgesetzt. In den ersten neun Monaten konnte der Umsatz um 19 % auf 5,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 14,0 auf 15,9 %. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 34 % auf 995 Mio. Euro.
Daraufhin wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht: „Das bereinigte EBIT dürfte 2025 im mittleren Zwanziger-Prozentbereich zunehmen und damit das obere Ende der bisher prognostizierten Spanne erreichen. Den Free Cashflow erwarten wir jetzt bei 350 bis 400 Mio. €.“ Bisher war die MTU von einem Anstieg des bereinigten EBIT im niedrigen bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich ausgegangen.
Das Unternehmen hatte mit einem Free Cashflow zwischen 300 und 350 Mio. € gerechnet. Der Umsatz-Ausblick der MTU bleibt unverändert: 2025 will das Unternehmen 8,6 bis 8,8 Mrd. € Umsatz erwirtschaften.
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Zum Umsatzwachstum sollen alle Geschäftsbereiche beitragen. Mit einem organischen Plus im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich dürfte der Umsatz der zivilen Instandhaltung am stärksten zunehmen.
MTU Aero dürfte in diesem Jahr einen Rekordgewinn einfahren und einen Gewinnsprung um etwa 46 % auf 17 Euro je Aktie verzeichnen. MTU kommt somit auf ein KGVe von 22,6.
Für ein Unternehmen mit einer starken Position in einer wachsenden Branche, weitgehend planbaren Umsätzen, nennenswertem Wachstum und hoher Profitabilität ist das problemlos vertretbar. Darüber hinaus verschiebt sich der Blick zunehmend auf das kommende Jahr, in dem ein weiterer Gewinnsprung um 8 % erwartet wird. Die Chancen stehen jedoch nicht schlecht, dass die Prognosen zu niedrig sind.
Daher hatte ich mich bereits mehrfach positiv zum Unternehmen geäussert, zuletzt bei einem Kurs von 310,40 Euro: MTU: Ein globaler Champion
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 27.10.2025, Kurs: 382,10 EUR – Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 394 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit extrapolierten Kurszielen bei 425–430 und 450 Euro.
Antizyklische Investoren könnten hingegen einen Einstieg zwischen 358 und 368 Euro erwägen.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines legte herausragend starke Halbjahreszahlen vor … und die Aktie beendete den Berichtstag mit einem satten Minus, das am Folgetag (Freitag) auch noch Anschlussverkäufe sah. Schwimmt da ein Haar in der Suppe? Was passiert hier?
MTU Aero Engines meldete für das erste Halbjahr 2025 einen Umsatzanstieg von um Sonderfaktoren bereinigte 21 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) zog von 13,7 auf 15,9 Prozent an, entsprechend überproportional legte der bereinigte Gewinn auf EBIT-Basis um sagenhafte 40 Prozent zu, auch der Nettogewinn stieg um diesen Prozentsatz. Und die Aktie?
Anfangs erreichte der Kurs am Donnerstagmorgen als Reaktion auf diese Zahlen mit 395,80 Euro noch einen neuen Rekord, dann aber setzten Gewinnmitnahmen ein, die die Aktie noch am gleichen Tag bis auf 361,10 Euro drückten. Geschlossen hatte sie dann bei 365,60 Euro, ein Minus zum Vortag von gut fünf Prozent. Und am Freitag ging es weiter abwärts, im Tagestief wurden 349,40 Euro erreicht, bevor erste Käufe den Abschlag dann auf 358,50 Euro eingrenzten. Waren die Marktteilnehmer da nicht auf dem falschen Dampfer … oder verbarg sich in den Zahlen irgendein grosser Haken?
Expertenmeinung: Durchaus nicht, die Ergebnisse waren genauso gut, wie sie klangen. Das Problem war ein anderes: Man wusste bereits im Vorfeld, dass MTU Aero gute Zahlen liefern würde, weil das Unternehmen seine Gesamtjahresprognose Mitte Juni angehoben hatte. Und auch, wenn die Aktie von der Bewertung her angesichts der Gewinnperspektive noch nicht überbewertet wäre, so ist sie doch im Vorfeld der Zahlen weit über die vormaligen Rekorde gelaufen, die vor dem kurzen, aber heftigen Abriss der Aktie aufgrund der Zoll-Turbulenzen im März und April galten. Was heisst:
Was wir da gesehen haben, ist kein Ausdruck von Enttäuschung über die Zahlen, sondern die Folge davon, dass zu wenige auf diese Ergebnisse hin gekauft haben. So viele Marktteilnehmer waren bereits im Vorfeld der Halbjahresbilanz eingestiegen, weil sie mit diesen starken Ergebnissen rechneten, dass in dem Moment, in dem die Zahlen kamen, viele ihren Gewinn kassieren, zugleich aber zu wenige einsteigen wollten. Hinzu kommt, dass die guten Nachrichten nunmehr auf dem Tisch liegen und erst einmal keine weiteren Kaufargumente zu erwarten sind, kurz: Das war klassisches „selling on good news“, was die MTU Aero-Aktie gedrückt hat.
Damit lässt sich diese auf den ersten Blick so „falsch“ wirkende Reaktion als Korrektur einordnen, nicht aber als Basis einer Abwärtswende. Da die Aktie auf charttechnischer Ebene bis hinunter auf 285 Euro stark unterstützt und mit dem am Freitag erreichten Tagestief bereits in die Supportzone 348/356 Euro gelaufen ist, ist hier aus aktueller Sicht für die Bären nichts zu holen. Ein Verkauf bestehender Positionen drängt sich dementsprechend auch nicht auf, auch, wenn die Korrektur grundsätzlich natürlich noch weitergehen könnte … was vor allem dann denkbar wäre, wenn es in Sachen Handelsstreit EU/USA zu überraschend negativen Entwicklungen kommen sollte.
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 25.07.2025, Kurs 358,50 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Quellenangaben: Ergebnis des 1. Halbjahres 2025, 24.07.2025: https://www.mtu.de/de/newsroom/presse/aktuelle-presseinformationen/press-release-detail/first-half-of-2025-sees-mtu-aero-engines-on-track-to-meet-its-raised-targets-for-the-year-1/
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der Flugzeugtriebwerkshersteller MTU Aero Engines hob im Zuge der Pariser Luftfahrt-Messe überraschend seine 2025er Jahresprognose an – und das durchaus nennenswert. Die Aktie reagierte und wurde zum Tagessieger im DAX. Aber das Plus an sich blieb überraschend klein.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt, wenn man sich auf die Ziele konzentriert, die seit April neu vergeben oder bestätigt wurden, bei 351 Euro. Das hatte die Aktie bereits mehrfach in diesem Jahr erreicht, jedes Mal setzten Gewinnmitnahmen ein. Und als der Kurs zur Monatswende Mai/Juni über das bisherige, im März erreichte Rekordhoch hinauslief, blieben die Anschlusskäufe aus. Neue Argumente für die Käuferseite taten also Not. Und MTU Aero Engines lieferte genau das am Dienstag.
Die 2025er-Umsatzprognose wurde von bislang 8,3 bis 8,5 Milliarden Euro auf 8,6 bis 8,8 Milliarden angehoben. Was prozentual zwar überschaubar ist, aber dadurch, dass MTU zugleich mit höheren Margen kalkuliert – die indes nicht konkret benannt wurden – sieht man den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) jetzt nicht mehr im mittleren Zehner-, sondern im mittleren Zwanziger-Prozentbereich steigen. Das ist schon ein Wort. Und damit nicht genug:
MTU Aero Engines gab ein Fünf-Jahres-Ziel aus. 2030 will das Unternehmen beim Umsatz zwischen 13 und 14 Milliarden Euro liegen. Gegenüber dem jetzt angehobenen Umsatzziel für 2025 wären das noch einmal zwischen 48 und 62 Prozent mehr. Zugleich soll die EBIT-Gewinnmarge, die 2024 bei 12,9 Prozent lag, in den Bereich zwischen 14,5 und 15,5 Prozent vorstossen.
Mit der bisherigen Gewinnerwartung wäre die Aktie mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 22 im Vergleich zu den ruhigeren Jahren vor 2020 zwar schon am oberen Ende der Bewertungsspanne. Aber jetzt sieht man den Gewinnanstieg ja höher. Und wenn sich der Plan für 2030 erfüllen sollte, käme man im Schnitt auf Gewinnsteigerungen von jeweils um die 15 Prozent in den kommenden Jahren … da wäre ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis zwischen 25 und 30 durchaus denkbar. Sprich: Von der Bewertung her hätte die Aktie jetzt genau das Argument, das die Bullen bräuchten. Und man kann vermuten, dass einige Analysten das in den kommenden Tagen honorieren werden.
Expertenmeinung: Aber für dieses neue Argument, trotz des starken Anstiegs in den Vorwochen weiter zuzugreifen, war das Plus des Dienstags von 1,69 Prozent überraschend dünn. Zumal der Anstieg zwar auf Gewinnmitnahmen traf und der Gesamtmarkt am Dienstag eher nach unten tendierte. Aber auch am Tageshoch waren nicht mehr als drei Prozent Zugewinn erreicht worden. Und kaum hatte der Kurs mit einem Tageshoch von 360,00 Euro Tuchfühlung zum bisherigen Verlaufsrekord von 361,70 Euro (am 29.5.) aufgenommen, ging nichts mehr voran. Ein böses Omen?
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 17.06.2025, Kurs 354,40 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Noch sollte man da die Flinte nicht ins Korn werfen. Der grosse Abrechnungstermin am Terminmarkt übermorgen könnte als Bremse gewirkt haben, falls man dort Positionen hält, die an Gewinnpotenzial verlieren, wenn die Aktie zu weit über das obere Ende der bisherigen Handelsspanne hinausläuft. Ausserdem ist der Kurs ja im Vorfeld seit dem „Crash“-Tief vom April um in der Spitze 45 Prozent gestiegen. Da kann es gut sein, dass das Boot der Bullen kurzfristig überbesetzt ist, man sich zwar über solche „good news“ freut, aber nicht schon wieder zukaufen will.
Aber trotzdem, die Reaktion ist mager genug, um jetzt ein wenig vorsichtiger zu werden. Denn erstens sind Prognosen eben Prognosen und nichts, das man bereits als sicher abhaken könnte. Zweitens wäre die Aktie, sollte eine Korrektur einsetzen, so schnell auch nicht als „billig“ zu bezeichnen, das können schon mal zehn und mehr Prozent Rücksetzer drin sein, auch wenn mittelfristig jetzt mehr Spielraum nach oben wäre als zuvor.
Achten Sie daher auf das Vorwochen-Verlaufstief bei 337,20 Euro. Würde das fallen, kann es durchaus zu einem Rücksetzer in die Region 302 bis 315 Euro kommen. Das wären dann zwar aus aktueller Sicht interessante Kurse, um über einen möglichen Einstieg nachzudenken. Aber nur wer gezielt mittel- und langfristig agiert, dürfte es sich leisten wollen, eine solche Korrektur voll investiert mitzumachen.
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
MTU Aero Engines treibt nicht nur Flugzeuge an und hält die ganze Branche am Laufen. MTU ist auch eine der grössten Erfolgsstorys am deutschen Aktienmarkt.
Ein Pionier und bis heute führend
MTU Aero Engines ist ein führender Hersteller von Triebwerken und Gasturbinen sowie der weltweit grösste unabhängige Instandhaltungsdienstleister für zivile Triebwerke.
Zum Kundenkreis zählen internationale Hersteller und Betreiber von zivilen und militärischen Flugzeugen und Helikoptern sowie von Industriegasturbinen. Triebwerke von MTU Aero Engines finden sich beispielsweise in Grossraumflugzeugen von Airbus und Boeing, aber auch in Militärmaschinen wie dem Tornado, Eurofighter oder dem Militärtransporter A400M.
Die Wurzeln der MTU reichen bis in die Anfänge des Motorflugs zurück. Nach der Ausgliederung aus der BMW AG im Jahr 1934 wechselte das Unternehmen mehrfach den Besitzer und wurde 2005 eigenständig an die Börse gebracht. Seitdem hat sich MTU zu einer der grössten Erfolgsgeschichten am deutschen Aktienmarkt entwickelt, der Kurs ist um etwa 1.500 % gestiegen.
Im Jahr 2019 ist man in den DAX aufgestiegen, was nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg widerspiegelt, sondern auch die strategische Weitsicht, mit der die MTU ihre Position in einem hochkompetitiven Markt gefestigt hat.
Das Geschäftsmodell der MTU basiert auf drei zentralen Säulen: Dem zivilen Triebwerksgeschäft, dem militärischen Triebwerksgeschäft und der Instandhaltung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO).
Die Basis für den Erfolg von Airbus
Im zivilen Bereich ist die MTU an Triebwerken für alle Schub- und Leistungsklassen beteiligt, von Business-Jets bis hin zu Grossraumflugzeugen wie dem Airbus A380. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit Pratt & Whitney bei der Entwicklung der Getriebefan-Triebwerksfamilie (GTF), die mit dem PW1100G-JM für die Airbus A320neo einen Meilenstein in der Effizienz darstellt. Dieses Triebwerk reduziert den Treibstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen um 16 Prozent und den Lärm um 75 Prozent. Das Triebwerk gilt als technologischer Quantensprung.
Inzwischen fliegt jedes dritte Verkehrsflugzeug weltweit mit MTU-Technologie.
Im militärischen Bereich ist die MTU Systempartner der Bundeswehr. Hinzu kommen Partnerschaften mit Branchengrössen wie beispielsweise GE Aviation, Rolls-Royce und Safran Aircraft Engines, wodurch man auch an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt ist. Da die Entwicklungskosten für Triebwerke enorm sind, sind Kooperationen und Joint-Ventures in der Branche gang und gäbe.
Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor ist das MRO-Geschäft, das von der Tochtergesellschaft MTU Maintenance getragen wird. Mit Standorten in Hannover, Ludwigsfelde, Vancouver, Zhuhai und weiteren globalen Niederlassungen ist die MTU gemessen am Umsatz der weltweit grösste unabhängige Instandhaltungsdienstleister für zivile Triebwerke.
Im Aufwind
In Anbetracht des stetig zunehmenden Flugverkehrs und der enormen Nachfrage nach neuen Flugzeugen dürften alle Geschäftsbereiche von MTU in Zukunft mindestens so gut laufen wie in der Vergangenheit. Bemerkenswert ist auch, dass MTU Aero selbst 2020 noch profitabel war.
Im letzten Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 38 % auf 7,41 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft hat sich von 711 Mio. auf 1,84 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Das militärische Triebwerksgeschäft verzeichnete ein Umsatzplus von 14 % auf 612 Mio. Euro. Die mit Abstand wichtigste Konzernsparte, die zivile Triebwerksinstandhaltung, verzeichnete ein Plus von 20 % auf 5,07 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern lag bei 642 Mio. Euro, was 11,53 Euro je Aktie entspricht.
Ausblick und Bewertung
Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung um 30 % auf etwa 15,00 Euro je Aktie erwartet. Die am 6. Mai vorgelegten Quartalszahlen sprechen dafür, dass das realistisch ist. MTU kommt demnach auf ein KGVe von 20,8.
In Q1 konnte der Umsatz um 25 % auf 2,1 Mrd. Euro gesteigert werden. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 38 % auf 300 Mio. Euro und übertraf die Erwartungen in Höhe von 262 Mio. Euro deutlich. Das bereinigte Nettoergebnis kletterte um 41 % auf 221 Mio. Euro.
Die MTU stellt für das Geschäftsjahr 2025 weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis in Aussicht. Der Umsatz 2025 soll 8,3 bis 8,5 Mrd. Euro erreichen. Zum Umsatzwachstum sollen alle Geschäftsbereiche beitragen.
Für das bereinigte EBIT 2025 prognostiziert MTU eine Zunahme im mittleren Zehner-Prozentbereich. Der bereinigte Gewinn nach Steuern und das bereinigte EBIT dürften gleichermassen steigen.
Mit einem Auftragsbestand von 27,7 Mrd. Euro, was mehr als dem Dreifachen des Jahresumsatzes entspricht, ist das Geschäft vorerst gesichert. Den grössten Anteil am Auftragsbestand haben die Triebwerke der PW1000G-Familie.
MTU Aero Aktie: Chart vom 06.05.2025, Kurs: 310,40 EUR – Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Als Reaktion auf die Quartalsergebnisse hat die Aktie trotzdem nachgegeben. Vermutlich, weil MTU davon ausgeht, dass die US-Zollpolitik Kosten im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich verursachen könnte.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines legte am Mittwochmorgen sein 2024er-Ergebnis und einen Ausblick auf 2025 vor. Die Aktie geriet unter Druck, aber eigentlich gab es dafür keinen zwingenden Grund. Noch haben die Bären die Sache also nicht in trockenen Tüchern.
Der Umsatz legte um überzeugende 18 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zu, der Auftragsbestand um 17 Prozent. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg überproportional um 28 Prozent auf 1,05 Milliarden, basierend auf einer um 1,1 Prozent gegenüber 2023 auf 14,0 Prozent gesteigerten EBIT-Gewinnmarge. Der Nettogewinn kletterte um 28,6 Prozent auf 764 Millionen. Das war schon einmal tadellos: Diese Zahlen lagen zwar nicht drastisch, aber doch über der durchschnittlichen Erwartung der Analysten … und auf Rekordlevels.
Für 2025 peilt MTU Aero einen Umsatzzuwachs um 15 Prozent an, das operative Ergebnis soll im mittleren Zehner-Prozentbereich und damit stärker zulegen als zuletzt im November avisiert. Starke Zahlen, eine Prognose weiteren Wachstums – da fragt man sich, warum die Anleger nicht zugriffen. Zwei Argumente konnte man für Gewinnmitnahmen finden:
Expertenmeinung: Zum einen setzt MTU Aero Engines das Wachstumspotenzial für 2025 vor allem deswegen höher an als bisher, weil man jetzt mit einem Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,05 statt bislang 1,10 US-Dollar pro Euro plant. Da ein schwächerer Euro den Wert von US-Dollar-Umsätzen erhöht, ist das zwar rein vom Gewinnpotenzial her positiv, aber eben nur durch den Wechselkurs bedingt und nicht organisch. Zumal sich diese Planung erledigen würde, sollte der Euro zum US-Dollar in den kommenden Monaten wieder Boden gutmachen.
Zum anderen monierten einige den schwachen Free Cashflow, der unter den Prognosen lag. Doch das liegt an den Kosten für die Überprüfung der eventuell schadensanfälligen Getriebefan-Triebwerke, die seit Sommer 2023 läuft. Das basiert somit auf einem Aspekt, der jedermann bekannt ist und je nach Verbuchung der Kosten auch mal, wie im vierten Quartal der Fall, zu einem negativen Geldfluss führen kann.
Argumente für eine grössere Korrektur könnte man auch in einer zu teuren Bewertung suchen, nur: Die ist nicht zu hoch, zumindest nicht, wenn MTU Aero imstande ist, die eigenen 2025er-Wachstumsziele zu erreichen. Dann käme man für 2025 auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis im Bereich 22/23, das im Rahmen der Bewertung der Jahre vor der Corona-Verzerrung läge.
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 19.02.2025, Kurs 328,90 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Falls die Trader weiter verkaufen sollten, würden wir hier also eine Korrektur sehen, die sich vor allem aus der starken Hausse der Aktie seit Ende Juni 2024 und dem Umstand nährt, dass man jetzt nicht imstande war, am bisherigen Verlaufsrekord vom 23. Januar bei 350,20 Euro vorbei zu kommen. Würde dabei das Zwischentief bei 320,20 Euro unterboten, würde ein Doppeltopp vollendet, das rechnerisches Abwärtspotenzial in den Bereich um 290 Euro hätte. Aber noch ist es eben nicht vollendet. Und käme es dazu, wäre Short-Trading rein von der Charttechnik unterstützt und müsste mit entsprechend grösserer Vorsicht angegangen werden.
Quellenangaben: Ergebnis des Jahres 2024 nebst Ausblick 2025, 19.02.2025; https://www.mtu.de/de/newsroom/presse/aktuelle-presseinformationen/press-release-detail/mtu-aero-engines-ag-posts-record-revenue-and-earnings-in-2024-1/
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.