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Die Hermès-Aktie befindet sich seit August in einer Bodenbildung. Es gab mehrere Versuche, eine Aufwärtswende zu generieren, bislang wurden aber alle abgefangen. Die 2025er-Bilanz des Donnerstags hätte eine weitere Chance sein können. Doch die liessen die Bullen liegen.
Dabei war das, was der französische Luxusgüterkonzern am vergangenen Donnerstag für das abgelaufene Jahr melden konnte, durchaus ordentlich. Man blieb im Vergleich zur Konkurrenz der Primus, indem es gelang, den Umsatz im vierten Quartal um 9,8 Prozent zu steigern, wobei davon nach Berücksichtigung der Währungsproblematik nur noch gut drei Prozent übrigblieben. Aber immerhin, es war mehr als im Vorfeld von den Analysten im Schnitt prognostiziert wurde.
Das half, den Umsatz im Gesamtjahr um 8,9 Prozent, wechselkursbereinigt um 5,5 Prozent zu steigern. Der Anstieg lag damit zwar deutlich unter dem, der 2024 erreicht werden konnte, aber die 16,0 Milliarden Euro, die da zusammen kamen, lagen leicht über den Prognosen. Zwar kam die Netto-Gewinnmarge von 30,3 Prozent im Jahr 2025 auf 28,3 Prozent im vergangenen Jahr zurück. Aber durch den gesteigerten Umsatz gelang es, beim Nettogewinn mit 4,52 Milliarden Euro nur leicht unter dem Vorjahr zu bleiben.
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Expertenmeinung: Insgesamt gesehen waren die Ergebnisse also solide und keineswegs eine Enttäuschung. Da wirkt es überraschend, dass diese in den vergangenen zwölf Monaten so massiv gedrückte Aktie (das Rekordhoch wurde am 14.2.2025 bei 2.957 Euro erreicht) daraufhin nicht ernsthafte Anstalten machte, um aus dieser Bodenbildungs-Kursspanne nach oben hinauszukommen.

Stattdessen wurde das als unmittelbare Reaktion auf die Bilanz am Donnerstag erreichte Plus von 2,5 Prozent mit einem Rücksetzer am Freitag um 1,6 Prozent umgehend grossenteils egalisiert. Die obere Begrenzung der Trading-Range bei 2.300 Euro blieb ausser Reichweite. Es war die bei derzeit 2.196 Euro verlaufende 200-Tage-Linie, die als Widerstand fungierte und funktionierte, an ihr kamen die Käufer nicht vorbei. Wo lag das Problem?
Zwei Aspekte dürften die Anleger beunruhigt haben. Einen konkreten Ausblick bekam man nicht, das ist indes in dieser Branche aufgrund des wankelmütigen Konsumentenverhaltens auch nicht üblich. Es wurde nur, wie meist, allgemeine Zuversicht kundgetan. Man musste also nach anderen Indizien suchen, die andeuten könnten, was man da in nächster Zeit in Sachen Umsatz- und Gewinnwachstum erwarten könnte. Und da gab es Hinweise, einmal in Bezug auf die Dividende, zum zweiten in Bezug auf die Preispolitik.
Denn Hermès will für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 18 Euro ausschütten. Für 2024, als man nur unwesentlich mehr verdient hatte, gab es noch 26 Euro. Und im Schnitt hatten die Analysten mit einer Dividende von knapp 20 Euro gerechnet. Es scheint, als würde Hermès deutlich vorsichtiger werden. Darüber hinaus hatte Hermès, das war also schon bekannt, zu Jahresbeginn die Preise vor allem beliebter Produkte wie der Jane Birkin-Handtasche relativ deutlich um sechs bis acht Prozent angehoben, was man in dem derzeitigen Konsumumfeld durchaus als gewagt einordnen könnte. Und so blieb die Skepsis erhalten … und die Aktie in ihrer vorbestehenden Handelsspanne.
Bevor die Hermès-Aktie nicht aus ihrer Bodenbildungs-Spanne und über die letzten Zwischenhochs hinaus gelaufen ist und sich zumindest ein, zwei Tage darüber halten konnte, wäre hier weiterhin kein bullisches Chartbild gegeben. Zwar wäre es in der aktuellen Gemengelage eher überraschend, wenn der Kurs im Gegenzug aus dieser Handelsspanne nach unten herausfallen würde. Aber eine günstige Basis, um einzusteigen, ergab sich aus dieser müden Reaktion auf die 2025er-Zahlen nicht.
Quellenangaben: Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, 12.02.2026:
https://assets-finance.hermes.com/s3fs-public/node/pdf_file/2026-02/1770842738/hermes_20260212_pr_2025fullyearresults_va.pdf?VersionId=b_gXeCpcnuB3ftYcPgTb8IVxf8wfnw0k
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