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adidas Aktie Prognose adidas: Ein Abwärtstrend wie aus dem Lehrbuch

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der adidas Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.10.2025 um 22:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

adidas wurde am Mittwoch mit -10,39 Prozent zum grössten Verlierer im DAX. Und man fragte sich: Warum? Denn die am Morgen vorgelegten Ergebnisse zum dritten Quartal entsprachen nicht nur den Vorab-Zahlen vom 21. Oktober – sie waren auch noch sehr gut!

adidas Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 165,25 Euro, Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 165,25 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Der Umsatz stieg zwar nur um etwa drei Prozent, das lag aber nicht ganz unwesentlich daran, dass der starke Euro Umsätze ausserhalb der Eurozone im Wert drückte. Währungsbereinigt gelang im Sommerquartal ein Umsatzzuwachs von acht Prozent, bei der Marke adidas alleine waren es sogar zwölf. Und die erzielten 6,63 Milliarden waren der höchste Umsatz in einem dritten Quartal bisher.

Zugleich gelang es, die Gewinnmarge zu steigern. Operativ legte sie von 9,3 auf 11,1 Prozent zu, was den Gewinn überproportional nach oben beförderte. Das Betriebsergebnis lag um 23 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Die Folge: Die Gesamtjahresprognose wurde angehoben.

Nominal erwartet adidas jetzt für 2025 einen Umsatzzuwachs um die neun Prozent, währungsbereinigt geht man weiter von einem zweistelligen Anstieg aus. Für den Betriebsgewinn wurde die Guidance von bislang 1,7 bis 1,8 Milliarden auf 2,0 Milliarden angehoben. Eigentlich höchst erfreulich. Und doch könnte da in Sachen Kursverluste der Hase im Pfeffer liegen.

Expertenmeinung: Denn die ersten drei Quartale zusammengenommen erreicht der Betriebsgewinn bislang bereits 1,89 Milliarden Euro. Warum also wurde dieser Ausblick nur auf 2,0 Milliarden angehoben und nicht sehr deutlich höher angesetzt? Ist da etwas im Busch? Hinzu kam, dass kolportiert wurde, man habe unternehmensseitig in der nachfolgenden Telefonkonferenz mit Analysten von vorsichtigen Bestellungen seitens US-Einzelhändlern gesprochen. Das klingt in der Tat ein wenig unschön. Aber selbst wenn das so sein sollte:

Der US-Markt hatte im dritten Quartal etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht. Das ist nicht wenig, aber auch keine alles entscheidende Dimension. Und „vorsichtige Bestellungen“ und „wegbrechende Orders“ sind halt schon zweierlei. Dass man das Umsatzziel so „niedrig“ ansetzte, könnte mehr kaufmännische Vorsicht als düstere Befürchtungen als Ursache haben.

Und wenn die Aussagen gegenüber Analysten problematisch gewesen wären, hätten die am gestrigen Tag als Reaktion auf die Ergebnisse ausgegebenen, aktualisierten Kursziele anders aussehen müssen, als sie es taten. Denn die Spanne dieser neuen Kursziele lag zwischen 210 und 274 Euro. Und alle Einstufungen lauteten auf „Kaufen“.

Hinzu kommt, dass die Aktie zwar zu Jahresbeginn riskant teuer bewertet war. Aber da lag die Gewinnerwartung für das laufende Jahr klar niedriger, der Kurs der Aktie aber höher. Jetzt kommt man auf Basis der durchschnittlichen 2025er-Gewinnschätzung der Analysten auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von etwa 22. Und das ist alles, nur nicht zu hoch. Also, ging das gestern in die falsche Richtung?

Nüchtern betrachtet ja. Aber eine unmittelbare Folgerung daraus wäre nur, dass man hier auf der Short-Seite auf dünnem Eis tanzt, wollte man da jetzt noch aktiv werden. Ob das Kaufkurse waren, die wir gestern gesehen haben, muss sich erst noch herausstellen. Immerhin zeigt eine eigentlich überzogene Reaktion, dass man da nicht einfach mit rationalen Überlegungen agieren sollte, da zu viele andere es nicht tun. Hier die Hand aufzuhalten, ist schlicht eine Frage der individuellen Risikobereitschaft. Aber grundsätzlich wäre zumindest ein Rebreak über das April-Tief bei 175,30 Euro als Signal dafür zu fordern, dass die Chart-Ampel von aktuell Rot auf Gelb zurückspringt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Long / Buy
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach dem deutlichen Kursrückgang Ende Juli wirkte die Lage bei der adidas-Aktie zunächst angespannt. Der Abwärtstrend beschleunigte sich, und der Titel fiel zeitweise deutlich zurück. Doch ab September zeigten sich erste Erholungstendenzen, und die Käuferseite übernahm zunehmend die Kontrolle.

Die im Sommer entstandene Kurslücke wurde inzwischen vollständig geschlossen – ein wichtiges charttechnisches Signal, das auf eine mögliche Trendwende hinweist. Dennoch sorgte der Kursrückgang im gestrigen Handel für eine erste Belastungsprobe: Die Aktie näherte sich erneut der 20-Tage-Linie, was kurzfristig als Stabilitätstest für den jungen Aufwärtstrend gewertet werden kann.

Expertenmeinung: Technisch bleibt das bullische Szenario intakt, solange die 20-Tage-Linie verteidigt wird. Sollte es zu einem Rücksetzer darunter kommen, wäre eine Konsolidierung in Richtung der 50-Tage-Linie möglich – ohne das mittelfristige Bild sofort negativ zu beeinflussen.

Auf der Oberseite liegt der nächste Widerstand bei rund 196 EUR. Ein Ausbruch darüber würde die Erholung bestätigen und den Weg in Richtung des Mai-Hochs bei etwa 227 EUR eröffnen.

Aussicht: NEUTRAL

adidas Aktie: Chart vom 22.10.2025, Kurs: 189.15 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 22.10.2025, Kurs: 189.15 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach dem Kursrückgang Ende Juli zeigte sich das technische Bild des deutschen Sportartikelherstellers deutlich angeschlagen. Die Indikatoren signalisierten durchgehend Schwäche, und auch die Marktstimmung war entsprechend negativ. Einzig der grosse Abstand zur 50-Tage-Linie deutete bereits damals auf eine mögliche technische Gegenbewegung hin – ein Muster, das bereits im Zeitraum von April auf Mai zu beobachten war.

Inzwischen konnte die adidas-Aktie das Zwischenhoch von Ende August überwinden, was zu einer Neubewertung des Trends geführt hat: von bärisch auf neutral. Positiv hervorzuheben ist auch die Rückeroberung der 50-Tage-Linie in dieser Woche – ein erster Schritt hin zu einer stabileren Ausgangslage.

Expertenmeinung: Es erscheint angemessen, die Aussichten wieder von „bärisch“ auf „neutral“ anzuheben. Entscheidend wird nun sein, ob die Bullen das Momentum nutzen und Anschlusskäufe generieren können. Gelingt dies, könnte eine nachhaltige Trendwende möglich werden. Noch fehlen eindeutige Signale für den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung, doch die technischen Rahmenbedingungen haben sich spürbar verbessert.

Anleger sollten daher genau beobachten, ob die aktuellen Kursgewinne verteidigt werden können. Eine zentrale Hürde bildet der Bereich bei rund 192/193 EUR – ehemals eine wichtige Unterstützung, die nun als Widerstand fungieren dürfte.

Aussicht: NEUTRAL

adidas Aktie: Chart vom 23.09.2025, Kurs: 184.95 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 23.09.2025, Kurs: 184.95 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Bearish
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das letzte Halbjahr verlief für den deutschen Sportartikelhersteller enttäuschend. Während der DAX auf neue Allzeithochs zusteuerte, bestimmten bei adidas überwiegend die Bären das Geschehen.

Ende Juli beschleunigte sich die Abwärtsbewegung erneut, nachdem das wichtige Pivot-Tief von April unterschritten wurde. Inzwischen hat sich der Kurs zwar auf niedrigem Niveau stabilisiert, doch eine nachhaltige Bodenbildung bleibt abzuwarten.

Expertenmeinung: Noch sprechen die technischen Indikatoren klar gegen eine Entwarnung. Erst ein nachhaltiger Anstieg über den gebrochenen Support bei rund 175 EUR könnte ein bullisches Signal liefern. Bleiben Anschlusskäufe jedoch aus, droht ein erneutes Abgleiten in Richtung der Tiefststände. Anleger sollten daher vorerst defensiv agieren.

adidas Aktie: Chart vom 03.09.2025, Kurs: 172,25 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 03.09.2025, Kurs: 172,25 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Aussicht: BÄRISCH

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Ausserdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

„Das Jahr hat für uns hervorragend begonnen“, schrieb adidas-Chef Gulden im Zuge der am Mittwoch veröffentlichten Quartals- und Halbjahreszahlen. Doch die Aktie fiel drastisch und wurde mit -11,53 Prozent zum Tagesverlierer im DAX. Wo verbarg sich das Haar in der Suppe?

Das schwamm nicht in der Bilanz, sondern in den Erwartungen so mancher Marktteilnehmer, wie es scheint. Denn die Ergebnisse waren durchaus keine böse Überraschung. adidas‘ Umsatz stieg im zweiten Quartal um 12, im ersten Halbjahr um 14 Prozent. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich auf 9,6 Prozent, so dass das Betriebsergebnis um beeindruckende 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro anstieg. Und das war den Anlegern zu wenig?

Das wirkte umso unlogischer, als die ersten beiden Analysten, die am Mittwochmorgen angesichts des Zahlenwerks ihre Kursziele überprüften, Ziele von 270 und 275 Euro vergaben, beide natürlich mit der Einstufung „Kaufen“ versehen. Aber es war offenbar auch nicht das, was war, was den Akteuren missfiel, sondern der Ausblick. Den hielt adidas nämlich aufrecht, statt ihn anzuheben. Nur stellt sich die Frage, ob das ernsthaft einen derartigen Selloff begründen könnte.

Expertenmeinung: Diese bestehende und jetzt bestätigte 2025er-Prognose sieht ein Betriebsergebnis von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro vor. Man könnte denken, dass der Sportartikelhersteller dunkle Wolken aufziehen sieht. Schliesslich hat man im ersten Halbjahr bereits 1,2 Milliarden verdient, da müsste also doch eigentlich mehr drin sein. Aber die Argumentation, mit der adidas den Ausblick beibehielt, ist absolut nachvollziehbar und entspricht dem, was man überall in Unternehmen sehen sollte, aber in der Tat nicht selten vermisst: der sogenannten „kaufmännischen Vorsicht“.

CEO Gulden schrieb, dass man letzten Endes auch jetzt noch nicht wisse, wie hoch die US-Zölle am Ende ausfallen werden und wie sich das auf das Verbraucherverhalten, nicht nur in den USA, auswirken wird. Vor allem, wenn die höheren Zölle die Inflation zurückbringen sollten. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen bereits negative Auswirkungen durch diesen Zollstreit verbuchen müssen, daher sei man, so Gulden, zwar sehr zuversichtlich, eine Prognoseanhebung wäre indes „nicht sehr umsichtig“. Und ja, das ist richtig so. Dass das einige am Markt anders sahen, sieht man im Chartbild, aber:

adidas Aktie: Chart vom 30.07.2025, Kurs 174,90 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 30.07.2025, Kurs 174,90 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Die Aktie, die am Jahreshoch noch teuer bewertet war, ist jetzt eher fair bis sogar günstig bewertet, denn der Kurs fiel, die Gewinne steigen. Dadurch kommt man jetzt für die durchschnittliche 2025er-Schätzung der Analysten auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um die 25. Das passt … und ein wenig höher könnte es allemal noch laufen, bevor die Aktie „teuer“ wäre.

Natürlich ist das Chartbild jetzt bärisch, der Abwärtstrend intakt. Aber dieser Selloff hat den Kurs in den markttechnisch überverkauften Bereich gedrückt, zugleich sitzt er auf dem April-Tief auf. Und die nächste markante Supportlinie bei 160,20 Euro, die auf das erste Quartal 2024 zurückgeht, wäre nicht mehr fern. Das als Argument zu nehmen, um hier jetzt spekulativ einzusteigen, ist eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Aber jetzt noch aussteigen oder gar auf der Short-Seite aktiv werden, das wirkt im Licht dieser Halbjahreszahlen nicht gerade erfolgversprechend.

Quellenangaben: Ergebnis 2. Quartal, 30.07.2025:
https://res.cloudinary.com/confirmed-web/image/upload/v1753852841/adidas-group/investors/financial-publications/2025/Q2/adidasAG_Q2_2025_Results_DE_Final_s37dmc.pdf

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.