Mit dem iShares STOXX Europe 600 Telecommunications ETF erhalten Anleger die Möglichkeit, gezielt in den europäischen Telekommunikationssektor zu investieren. Der ETF bildet einen Korb aus 21 Wertpapieren ab – darunter grosse Telekommunikationskonzerne sowie Unternehmen aus dem Bereich Telekommunikations-Technologie.
Informationen zum Referenzindex – STOXX Europe 600 Telecommunications Index Net Return EUR
Der dem ETF zugrunde liegende Referenzindex ist der STOXX Europe 600 Telecommunications Index Net Return EUR (ISIN: EU0009658954 / Bloomberg: SXKR Index). Der Index wird von STOXX Ltd. (Deutsche-Börse-Gruppe) berechnet und bildet einen der 20 sogenannten „Supersektoren“ des STOXX Europe 600 ab.
Der Index ist nach streubesitzadjustierter Marktkapitalisierung gewichtet und wird vierteljährlich (März, Juni, September und Dezember) überprüft und angepasst. Zur Begrenzung einzelner Schwergewichte sind Obergrenzen vorgesehen: Die grösste Position ist auf 30 Prozent begrenzt, die zweitgrösste auf 15 Prozent.
Die Basiswährung des Index ist der Euro; parallel wird der Index auch in US-Dollar berechnet. Der Index umfasst 21 Einzeltitel und basiert auf einem Startwert von 100 Punkten (31. Dezember 2000). Für den ETF wird die Net-Return-Variante genutzt; zusätzlich existieren auch Price- und Gross-Return-Varianten.
Mit Stand vom 28. November 2025 betrug die gesamte Marktkapitalisierung der Indexmitglieder rund 427,9 Mrd. Euro, davon rund 305,2 Mrd. Euro bezogen auf den Streubesitz. (Quelle: Index-Factsheet, Stand: 28. November 2025)
Die wichtigsten Einzeltitel im ETF
Der ETF bildet den Index vollständig physisch ab. Dadurch besteht eine hohe Übereinstimmung zwischen ETF-Portfolio und Indexzusammensetzung. Die grösste Position ist mit 30,12 Prozent Deutsche Telekom. Weitere relevante Bestandteile sind unter anderem Nokia, Orange, Ericsson, Vodafone, Swisscom, KPN, Cellnex Telecom, BT Group und Telefónica.
Die zehn grössten Positionen vereinen zusammen rund 82,89 Prozent des ETF-Portfolios. Daraus ergibt sich eine hohe Konzentration auf wenige grosse Titel, was bei sektorbezogenen ETFs grundsätzlich häufiger vorkommt. Das ETF-Portfolio umfasst insgesamt 21 Aktienpositionen sowie ergänzend Cash- und Derivatepositionen.(Quelle: iShares, Stand: 09. Januar 2026)
Sektoren-, Länder- und Währungsallokation
Der Fonds ist mit 99,20 Prozent nahezu vollständig in Aktien investiert. In der Sektorenaufteilung dominiert Telekommunikation mit 81,06 Prozent. Ergänzend sind Technologie (17,03 Prozent) sowie Finanzdienstleistungen (1,11 Prozent) enthalten; 0,80 Prozent entfallen auf Cash und/oder Derivate.
Regional liegt Deutschland mit 31,17 Prozent vorn. Es folgen Grossbritannien (13,04 Prozent), Schweden (12,05 Prozent), Finnland (10,80 Prozent), Frankreich (8,50 Prozent), Spanien (7,80 Prozent) und die Schweiz (6,51 Prozent). Kleinere Anteile entfallen u. a. auf die Niederlande, Italien und Norwegen.
Entsprechend ergibt sich auch die Währungsallokation: Euro (65,27 Prozent), Britisches Pfund (13,04 Prozent), Schwedische Krone (12,05 Prozent), Schweizer Franken (6,51 Prozent) und Norwegische Krone (2,33 Prozent). (Quelle: iShares, Stand: 09. Januar 2026)
iShares STOXX Europe 600 Telecommunications ETF im Überblick
Der ETF ist unter anderem über die Deutsche Börse Xetra in Euro handelbar. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,46 Prozent. Die Ertragsverwendung erfolgt ausschüttend, Fonds- und Handelswährung sind Euro. Die Replikation erfolgt physisch, die Wertpapiere werden also direkt erworben.
Der ETF wurde am 25. April 2001 aufgelegt und wies zuletzt ein Fondsvermögen von rund 140 Mio. Euro auf. (Quelle: iShares, Stand: 13. Januar 2026)
Wertentwicklung von Referenzindex und ETF
In der historischen Betrachtung entwickelten sich Referenzindex und ETF weitgehend parallel. Seit der Auflage des ETFs legte der Referenzindex um 51,70 Prozent zu, während der ETF um 49,82 Prozent zulegen konnte.
Auf Sicht der letzten fünf Jahre beträgt die Wertentwicklung 49,55 Prozent (Index) und 49,75 Prozent (ETF). Über drei Jahre lag die Performance bei 51,57 Prozent (Index) beziehungsweise 51,59 Prozent (ETF). Im Kalenderjahr 2025 stiegen Index und ETF um 15,83 Prozent bzw. 15,81 Prozent.
Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. (Quelle: iShares, Stand: 31. Dezember 2025)
Einordnung: Telekommunikation als Infrastruktur-Sektor Europas
Der Telekommunikationssektor zählt zu den zentralen Infrastrukturbereichen der europäischen Wirtschaft. Grosse Netzbetreiber investieren kontinuierlich in Technologien wie Glasfaser und 5G, während gleichzeitig der Bedarf an Datenübertragung – etwa durch Cloud-Nutzung, Streaming, digitale Geschäftsmodelle oder industrielle Anwendungen – tendenziell hoch bleibt.
Gleichzeitig ist der Sektor kapitalintensiv: Investitionen in Netze sowie regulatorische Rahmenbedingungen können die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Unternehmen und damit auch die Indexentwicklung beeinflussen. Hinzu kommt, dass der ETF aufgrund der hohen Gewichtung einzelner Titel spürbar von deren Kursverläufen geprägt werden kann.
Auch technologische Entwicklungen – etwa durch Automatisierung und KI-gestützte Prozesse – können die Branche beeinflussen, beispielsweise durch Effizienzpotenziale in Betrieb und Kundenservice. Wie stark sich solche Effekte tatsächlich in Ertrags- und Kursentwicklungen niederschlagen, hängt jedoch von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht verlässlich prognostizieren.
Der ETF stellt ein Instrument dar, um die Wertentwicklung des europäischen Telekommunikationssektors entsprechend des Index abzubilden. Ob und in welchem Umfang ein solches Investment sinnvoll ist, sollte stets im Kontext der individuellen Anlageziele, Risikotragfähigkeit und Anlagestrategie beurteilt werden.

Informationen zum/zu den auf dieser Seite genannten Produkt(en) finden Sie hier: iShares STOXX Europe 600 Telecommunications UCITS ETF (DE) – Laufende Gebühren: 0,46 % – Risikoindikator: 4 – KID – Factsheet – Prospekt
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.01.2026 um 16:48 Uhr. Wir beabsichtigen, diesen Artikel mindestens alle zu aktualisieren.






