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Noch im vergangenen Frühjahr hätte wohl kaum jemand erwartet, dass die runde Marke von 6.000 Punkten für den Euro Stoxx 50 in absehbarer Zeit ein Thema sein könnte. Jetzt aber ist sie in Schlagdistanz. Was zuletzt indes fehlte, war die eigentlich nötige „Goldgräberstimmung“.
Der DAX hat „seine“ 25.000 geschafft, aber andere grosse Indizes notieren noch knapp unterhalb ihrer „Traummarken“. Der Dow Jones knapp unter 50.000, der S&P 500 knapp unter 7.000 und der Euro Stoxx 50 in Reichweite zur 6.000. Aber der Weg des europäischen Leitindex dorthin läuft derzeit nicht so, wie sich die Bullen das wohl vorgestellt haben.

Der Chart auf Tagesbasis zeigt, dass der Euro Stoxx 50 sofort mit Beginn des neuen Börsenjahres durchstartete und am dritten Handelstag mit dem bisherigen Verlaufsrekord von 5.943,21 Punkten weniger als ein Prozent von der runden 6.000er-Marke entfernt war. Doch dieser dritte Handelstag, der Dienstag, brachte kaum noch Raumgewinn. Er endete, nach den zwei vorangegangenen, langen grünen Kerzen im Candlestick-Chart, mit einem Doji. Ein kurzes Verharren, ein „Atemholen“, könnte man denken, aber:
Expertenmeinung: Auch der Mittwoch und der Donnerstag brachten die Käufer nicht zurück. Es gab zwar nur wenig Abgabedruck, aber drei Tage Wassertreten auf Rekordniveau, unmittelbar unter dieser „magischen“ runden Marke: Da dürfte einigen der unangenehme Gedanke kommen, dass die 6.000 vielleicht doch keine Etappe auf dem Weg zu immer neuen Allzeithochs, sondern für zu viele Anleger das Ziel sein könnte, bei dessen Erreichen sie Buchgewinne in echte verwandeln wollen. Kommt es so?
Diese Möglichkeit würde sich erst dann in ein wahrscheinliches Szenario verwandeln, wenn die nächstliegende Unterstützungszone 5.795/5.818 und die aktuell bei 5.779 Punkten verlaufende, zügig in diesen Bereich vorstossende 20-Tage-Linie unterboten würden und damit aus dem derzeitigen, „verdächtigen“ Wassertreten ein kurzfristig bärisches Signal würde. Bis dahin wäre für das Bullen-Lager noch alles drin. Aber natürlich dürfte man auch dort nicht übersehen, dass der Index derzeit markttechnisch ziemlich heiss gelaufen ist:
Der RSI-Indikator ist nicht nur auf Tagesbasis zuletzt in die überkaufte Zone gelaufen, sogar im Monatschart ist dieser Oszillator im überkauften Bereich angekommen. Dort notiert der RSI so hoch wie zuletzt im Jahr 2007. Das dürfte einige vorsichtig machen … und wer vorsichtiger wird, sichert sich auf der Unterseite ab, statt wild zuzukaufen. Sich dem Lager der Vorsichtigen anzuschliessen, dürfte daher aktuell kein Fehler sein:

Noch spricht nichts dagegen, bestehende Long-Positionen zu halten, aber eine Absicherung über Stoppkurse, bei aggressiveren Positionierungen idealerweise über Stop Loss-Verkaufsorders, wäre jetzt auf jeden Fall zu überlegen, sofern sie noch nicht vorhanden ist.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.01.2026 um 21:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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