Volkswagen – Strategie 2025

Ausrichtung auf die Zukunftsfelder Autonomes Fahren und E-Mobilität ist das Ziel von Volkswagen

Die Volkswagen AG ist Europas größter Automobilhersteller und einer der größten weltweit. Unter einem Konzerndach werden zwölf eigenständige und selbstständig agierende Marken aus sieben europäischen Ländern vereint. Neben der Produktion bietet der VW-Konzern eine Reihe von Finanzdienstleistungen an, wie zum Beispiel den Bereich Händler- und Kundenfinanzierung, Leasing, Dienstleitungen aus dem Bank- und Versicherungsgeschäft und Flottenmanagement.

Der Volkswagen-Konzern betreibt insgesamt 123 Produktionsstandorte in 20 Ländern in Europa und in 11 Ländern in Amerika, Asien und Afrika. Pro Tag werden konzernweit rund 44.170 Fahrzeuge gefertigt, die in 153 Ländern vertrieben werden. Die Volkswagen AG hat ihren Sitz im niedersächsischen Wolfsburg und wird von CEO Herbert Diess geleitet.

Strategie 2025 – die Zukunft der Automobilität

Mit dem Zukunftsprogramm TOGETHER – Strategie 2025 lancierte der Volkswagen-Konzern den nach eigenen Angaben größten Veränderungsprozess der Firmengeschichte. Volkswagen will der weltweit führende Anbieter nachhaltiger Mobilität werden. Bis zum Jahr 2025 soll die Entwicklung von mehr als 30 neuen E-Fahrzeugen vollzogen werden. Die Themen autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz sollen vorangetrieben werden. Bereits ab 2021 soll es hochautomatische Fahrfunktionen für Privatfahrzeuge geben.

Konzernweit wird unter der Federführung von Audi ein selbstfahrendes System entwickelt. Im Zukunftsfeld der Batterietechnologie hat man sich als strategisches Ziel auf die Fahnen geschrieben, bis 2025 Technologieführer im Bereich automobiler Antriebsbatterien zu werden. Der Konzern arbeitet zusätzlich am Auf- und Ausbau von Mobilitätsdienstleistungen, wie Shuttle-on-Demand und mehr und bündelt die Kräfte im 2016 gegründeten Mobilitätsunternehmen MOIA.

Die aktuelle Marken- und Produktpalette des Volkswagen-Konzerns

Innerhalb des Konzernverbunds gibt es zwölf Marken mit eigenständigem Charakter, die selbstständig im Markt operieren. Das Angebot reicht von Motorrädern und Kleinwagen bis zu Luxusklassefahrzeugen. Die zum VW-Konzern dazugehörige Nutzfahrzeugsparte produziert zum Beispiel Pick-ups, Lieferwagen, Busse und Lastkraftwagen. Die zum Konzern gehörenden Marken sind VW, Audi, Seat, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Skoda, Porsche, Ducati, VW Nutzfahrzeuge, Scania und MAN.

Neben dem Pkw-, Nutzfahrzeuge- und Lkw-Geschäft bietet der Konzern auch Großdieselmotoren, schlüsselfertige Kraftwerke, Turbolader, Dampf- und Gasturbinen, Kompressoren, Chemische Reaktoren, Spezialgetriebe, komplette Prüfzentren für den Mobilitätssektor, Marine-Motoren und Industriemotoren an. Die Produktpalette des Konzerns bietet im Gegensatz zur gängigen öffentlichen Wahrnehmung somit wesentlich mehr als nur Automobile.

Volkswagen-Konzern baut globalen Marktanteil aus

Der Volkswagen-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 10.741.455 Einheiten ausgeliefert, davon 10.038.650 Pkw und 702.805 Nutzfahrzeuge. Im Vergleich zum Jahr 2016 konnte der VW-Konzern seine Auslieferungen um 403.164 Einheiten beziehungsweise um 4,2 Prozent steigern und sogar seinen globalen Marktanteil von 11,9 Prozent auf 12,1 Prozent ausbauen. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die Länder Westeuropas, China, die USA, Brasilien und Mexiko. Allein in China verkaufte VW in 2017 4.137.834 Einheiten. Dies ist im Vergleich mit Deutschland mit nur 1.131.414 Einheiten somit eindeutig der wichtigste Massenmarkt für das Unternehmen.

Blickt man auf die weltweiten Verkaufsschlager der Wolfsburger, so steht der VW Golf mit 974 Mio. Einheiten an der Spitze der Auslieferungen in 2017, gefolgt vom VW Jetta mit 879 Mio. Einheiten und dem VW Tiguan mit 724 Mio. Einheiten. Blickt man auf die gesamte Produktpalette aller zum VW-Konzern gehörenden Marken, so erreichte VW im Jahr 2017 in Westeuropa einen Marktanteil von 22,0 Prozent. Bei den Nutzfahrzeugen hingegen sieht das Bild völlig anders aus. Hier wurden von den insgesamt 702.805 weltweit allein 569.983 in Westeuropa verkauft, in China gerade einmal 10.408 Einheiten.

Details zur Volkswagen Aktie

Es gibt Stammaktien und Vorzugsaktien (in Form nennwertloser Stückaktien) der Volkswagen AG. Ursprünglich feierten die Volkswagen-Stammaktien am 16. August 1961 zum Ausgabepreis von 350 Deutsche Mark ihr Börsendebüt. Im September 1986 wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung 300 Mio. Vorzugsaktien an der Börse platziert. Die in den DAX und den Euro Stoxx 50 einbezogenen Vorzugsaktien können zum Beispiel via Xetra (IBIS) oder an den Wertpapierbörsen in Frankfurt, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, München und Stuttgart gehandelt werden. Insgesamt sind 206.205.445 Vorzugsaktien und 295.089,818 Stammaktien ausstehend.

Der größte Aktionär ist die Porsche Automobil Holding SE, die 30,08 Prozent der Aktien hält. Auf dem nächsten Platz folgt die Qatar Holding LLC mit 14,6 Prozent der Anteile, sowie das Land Niedersachsen mit 11,8 Prozent der Anteile. Der Streubesitz liegt bei 42,8 Prozent. In den letzten fünf Jahren verlor die Aktie rund 20 Prozent an Wert, während etwa der DAX im Vergleichszeitraum eine Performance von rund 27 Prozent aufwies. Die Wertpapiere sind somit eindeutige Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse via Xetra mit 31,25 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 192,46 EUR im Hoch und 131,44 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Insgesamt finden sich seit Anfang des Jahres 26 Analysen mit einer Kurszielangabe. Das höchste Kursziel stammt vom Bankhaus Metzler vom 13. Juni 2018 in Höhe von 270,00 Euro. Das niedrigste Kursziel wies am 21. August 2018 Berenberg mit 125,00 Euro aus. Das Durchschnittskursziel liegt bei 191,62 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 151,54 Euro aus dem Xetra-Handel.

Langfristige Chartanalyse der Volkswagen Aktie

Der Blick auf die Aktie der Volkswagen AG zeigt ein Bild mit unterschiedlichsten Chartverläufen. So konnte sich die Aktie von Oktober 2014 bis April 2015 sauber und ohne nennenswerte Rücksetzer aus dem Kursbereich von 150,00 Euro hinauf bis auf knapp 265,00 Euro vorarbeiten, fiel dann jedoch in einer ähnlichen Bewegung aus diesem Bereich wieder auf 150,00 Euro zurück. Es folgte eine extrem volatile Abwärtswoche unter 100,00 Euro. Etwa seit Oktober 2015 stieg der Wert von dort in einer recht schleppenden Aufwärtsbewegung erneut an und steht mit dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag wieder nahe der wichtigen Marke von 150,00 Euro.

Aus charttechnischer Sicht zeigt sich das aktuelle Bild jetzt nicht ganz so sauber. Für Käufe sollte idealerweise der Widerstand von 155,00 Euro nachhaltig überschritten werden. Tritt dieses Szenario ein, wären Bewegungen in Richtung 175,00 Euro und 190,00 Euro in den kommenden Monaten als realistisch einzustufen. Bleibt der Wert jedoch unterhalb von 155,00 Euro, wäre ein nochmaliger Rücklauf in Richtung 135,00 Euro und folgend ein Bruch dieser Unterstützung ebenfalls denkbar und die Sequenz fallender Hochs und fallender Tiefs könnte sich in Richtung 120,00 Euro weiter ausdehnen.

Volkswagen AG Fundamentaldaten

Bei der Volkswagen AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. In den letzten Jahren zogen die Umsätze kontinuierlich an. Lag der Umsatz im Jahr 2013 noch bei 197,0 Mrd. EUR, so kletterte er im Jahr 2017 auf 230,7 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr 2016 mit 7,3 Mrd. EUR konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2017 auf 13,9 Mrd. EUR nahezu verdoppelt werden. Im Vergleich zum Vorjahr 2016 mit 5,1 Mrd. EUR stieg der Jahresüberschuss 2017 sogar um mehr als das Doppelte auf 11,4 Mrd. EUR an.

Das Ergebnis je Aktie lag bei 22,63 EUR. Die Verdopplung des Jahresüberschusses von 2016 auf 2017 kam auch bei den Aktionären an, denn die Dividende wurde von 2,00 Euro für die Stammaktie und 2,06 EUR für die Vorzugsaktie in nahezu doppelter Höhe ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde eine Dividende in Höhe von 3,96 EUR je Vorzugsaktie ausgekehrt (die Dividende für die Stammaktie lag bei 3,90 EUR). Die Ausschüttungssumme lag bei 1,967 Mrd. EUR.

Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 18,5 Mrd. EUR aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 108,8 Mrd. EUR, das gezeichnete Kapital bei 1,3 Mrd. EUR und die Gesamtverbindlichkeiten wurden mit 313,3 Mrd. EUR angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 25,8 Prozent ausgewiesen. Die Bilanzsumme lag bei 422,2 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 634.396 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre könnte sich auch in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 fortsetzen. Für das Jahr 2018 liegen die Konsensschätzungen bei einem Umsatz von 239,35 Mrd. EUR, für 2019 sogar bei 249,16 Mrd. EUR. Das EBIT könnte sich 2018 16,50 Mrd. EUR und 2019 bei 18,84 Mrd. EUR einpendeln. Dies hätte entsprechende Auswirkungen auf den Gewinn je Aktie, der für 2018 mit 25,27 EUR und für 2019 mit 28,60 EUR prognostiziert wird. Im Vergleich zu den Vorjahren würde folglich auch die Dividende weiter angehoben. Für das Geschäftsjahr 2018 kämen demnach 5,06 EUR und für 2019 sogar 6,52 EUR je Vorzugsaktie in Betracht. Trotz aller Skandale sieht die Kassenlage des Wolfsburger Automobilkonzerns hervorragend aus. Für das Geschäftsjahr 2018 geht man von einem Nettogeldbestand von 25,78 Mrd. EUR aus und im Geschäftsjahr 2019 sogar von 31,77 Mrd. EUR.

Termine

Die Volkswagen AG. wird am 12. März 2019 die Jahrespressekonferenz abhalten. Am 14. Mai 2019 findet die Hauptversammlung statt.

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