KUKA AG: Technik für die Fabrik der Zukunft – Industrie 4.0

Fundamentale Betrachtung

Die KUKA AG gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Robotern und automatisierten Produktionsanlagen und -lösungen. Die Hauptkunden  sind in der Automobilindustrie zu finden. Besonders im Geschäftsbereich „Robotics“ gilt KUKA als einer der drei Marktführer weltweit und als Marktführer in Europa. Mit dem Geschäftsbereich „Systems“ ist man in Europa und Nordamerika einer der beiden führenden Anbieter von Automatisierungslösungen für die Automobilindustrie. Obendrein werden Automatisierungstechniken für die Medizintechnik, Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt. KUKA teilt sich in die Segmente „Systems“ und „Robotics“ auf, wobei „Robotics“ nochmals in „Advanced Robotics“ und „Industrial Robotics“ unterteilt ist. Das Unternehmen erfreut sich einer hervorragenden Marktposition und glänzt auch beim Thema Kundennähe. Strategisches Ziel ist der Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft, obendrein steht die Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen im Vordergrund (vor allem soll dies eine Diversifizierung der Produktportfolios bedeuten, da KUKA einen großen Teil seiner Umsätze im Bereich der Automobilindustrie erwirtschaftet – hier sollen neue Wege in andere Industriebereiche eröffnet werden). Zudem ist man von Seiten des Managements natürlich an der Optimierung der Kostenstrukturen und der kontinuierlichen Effizienzverbesserung interessiert. Der neu erworbene Geschäftsbereich „Swisslog“, ein Schweizer Unternehmen mit Sitz in Buchs, das im Bereich der integrierten Logistiklösungen für Lagerhäuser, Verteilzentren und Krankenhäuser international tätig ist, verfügte zum Jahresende 2014 über einen Auftragsbestand von 517,2 Mio. Euro. Mit der Übernahme hat KUKA also sein Portfolio diversifiziert. Ferner akquirierte KUKA die Reis-Gruppe und die Firma Alema. Insgesamt stieg die Anzahl der Mitarbeiter durch die drei Zukäufe um 51,5 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013. Durch Swisslog (2.369), Reis (1.032) und Alema (87) kamen insgesamt 4.112 Mitarbeiter neu zu den Konzern, der jetzt insgesamt 12.102 Mitarbeiter hat. Der Vorstand um CEO Dr. Till Reuter und CFO Peter Mohnen steuern die Geschäfte des Konzerns, kontrolliert werden sie vom Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Bernd Minning. Die Historie des Unternehmens geht zurück bis in das Jahr 1898, in dem Johann Josef Keller und Jakob Knappich in Augsburg ein Acetylenwerk gründeten. KUKA bedeutet demzufolge „Keller und Knappich Augsburg“. Nur ein paar Meilensteine aus der Historie des Konzerns von vielen: 1956 liefert KUKA die erste Vielpunkt-Schweißstraße an die Volkswagen AG, 1971 baut KUKA Europas erste Schweißtransferstraße mit Robotern für die Daimler-Benz AG. 1970 fusionierten die zur Quandt-Gruppe gehörenden Unternehmen KUKA GmbH und IWKA (Industrie-Werke Karlsruhe) AG. Nach vielen Zwischenschritten wird die KUKA 1995 aus dieser Fusion ausgegründet. 2007 wird offiziell in KUKA AG, den ursprünglichen Firmennamen, umfirmiert. Der Firmensitz ist seither wieder Augsburg.

Warburg Research, Jefferies, Citigroup, Goldman Sachs, S&P Capital IQ, NordLB, Deutsche Bank, HSBC, Oddo Seydler, DZ Bank, Commerzbank, UBS, Hauck & Aufhäuser, Independent Research, Berenberg, Morgan Stanley, Kepler Cheuvreux, Equinet und Barclays fertigten 2015 Analysen zu der Aktie an. Vier Analysten rieten, die Aktie zu kaufen, fünf Analysten empfahlen das Halten und zehn Analysten legten den Verkauf des Papiers nahe. Die Kurszielspanne reicht von 49,00 Euro (HSBC vom 09.01.2015) bis 78,00 Euro (Barclays vom 12.02.2015). Kumuliert man die Kursziele der 19 Analysen, so ergibt sich daraus ein Durchschnitt in Höhe von 59,40 Euro. Die Aktie ging am Freitag mit einem Kurs von 72,78 Euro aus dem Xetra-Handel und notiert damit sehr stark oberhalb des Durchschnittskursziels. 35,71 Mio. nennwertlose Stückaktien sind im Umlauf. Der Markt bewertet die KUKA AG derzeit mit 2,60 Mrd. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2013 (bilanziert wird bei KUKA zum 31.12. gemäß IFRS) wies der Konzern einen Umsatz in Höhe von 1,8 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit betrug 113,7 Mio. Euro, das Zinsergebnis lag bei –20,0 Mio. Euro. Als Jahresüberschuss wurden für 2013 58,3 Mio. Euro ausgewiesen. Das Ergebnis je Aktie lag netto bei 1,72 Euro. Die Dividende betrug 0,30 Euro. 2013 beschäftige der Konzern gemäß Bilanz 7.990 Mitarbeiter. In der Bilanz für 2013 sind 441,1 Mio. Euro an liquiden Mitteln ausgewiesen, 377,8 Mio. Euro an wirtschaftlichem Eigenkapital, 88,2 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital und Verbindlichkeiten in Höhe von 998,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf 3,6 Mio. Euro. Die Bilanzsumme betrug damit 1,4 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote lag 2013 bei 27,2633 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2015 und 2016 werden Umsätze in Höhe von 2,80 und 2,92 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT soll 2015 169,60 Mio. Euro betragen, 2016 sollen es 192,88 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2015 bei 2,80 Euro liegen und 2016 auf 3,235 Euro ansteigen. Die Dividende soll 2015 0,595 Euro betragen, 2016 könnten es schon 0,70 Euro je Anteilsschein sein. Das Nettovermögen je Aktie soll 2015 bei 16,97 Euro und 2016 bei 19,5169 Euro liegen. Der Nettogeldbestand könnte 2015 auf 85,31 Mio. Euro ansteigen und für 2016 wird ein Wert von etwa 139,00 Mio. Euro prognostiziert.

KUKA hat seinen Soll für 2014 offenbar sogar übertroffen. Die Bilanzprognose für die Aktie der KUKA AG für 2014 wies einen zu erwartenden Umsatz von 2,10 Mrd. Euro aus und ein EBIT in Höhe von 138,49 Mio. Euro. Daraus errechnet sich ein Gewinn je Aktie von 2,0558 Euro und eine Dividende in Höhe von 0,4112 Euro je Aktie soll gezahlt werden. Man rechnete mit einem Nettovermögen je Aktie von 14,7419 Euro und einem Nettogeldbestand von 67,01 Mio. Euro. Am 11.02.2015 hatte die KUKA AG bereits ihre vorläufige Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 vorgestellt. Die Umsatzprognose wurde mit 2,10 Mrd. Euro direkt erreicht, beim EBIT konnte man mit 142,0 Mio. Euro die Schätzungen sogar übertreffen. Die Dividende von 0,4112 Euro je Anteilsschein wird man wohl halten. Der Nettogeldbestand soll gemäß Prognose für 2014 bei 67,01 Mio. Euro liegen. Nach Übernahme und Kapitalerhöhung wird es hier interessant sein, die Zahlen zu sehen. KUKA wird sich im Jahr 2015 und darüber hinaus vor allem mit der Integration von „Swisslog“ beschäftigen. Eine enorme Herausforderung, die in den kommenden Jahren zu meistern ist. Dies gilt besonders im Umfeld eines zum Nachteil der Exportindustrie sehr starken Schweizer Frankens (CHF). Keine leichte Aufgabe also.

Die Aktie der KUKA AG kostete in den letzten 52 Wochen maximal 75,26 Euro und im Tief 33,13 Euro. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 50,00 Euro. Auf Sicht der letzten fünf Jahre entwickelte sich die Aktie mit einem Plus von über 600 Prozent besonders stark gegenüber dem restlichen deutschen Markt (Benchmark DAX). Die Aktien der KUKA AG sind im deutschen MDAX vertreten. Der größte Anteilseigner ist mit 25,10 Prozent die Voith Gruppe, danach folgt die SWOCTEM GmbH mit 10,00 Prozent sowie die AXA Group mit 5,0 Prozent und weitere institutionelle Anleger, darunter die Bank of America mit rund 3,0 Prozent, York Capital Management Global Advisors mit rund 2,8 Prozent und Franklin Mutual Advisers LLC mit rund 2,75 Prozent. Der verbleibende Streubesitz beziffert sich demnach auf etwa 51,35 Prozent gemäß den derzeit vorliegenden Stimmrechtsbekanntgaben.

Am 25.03.2015 werden die Zahlen des Geschäftsjahres 2014 publiziert und der Vorstand wird eine Prognose für 2015 abgeben.

 

Charttechnische Betrachtung

Um mehr als 700 Prozent ist die Aktie von Kuka in den vergangenen fünf Jahren gestiegen und erlebte dabei kaum nennenswerte Rücksetzer. Gerade das vergangene Jahr und der Beginn dieses Jahres beflügelten den Wert förmlich, von 32,50 Euro stieg er bis auf über 75,00 Euro. Trotz der doch recht starken Aufwärtsbewegung boten sich hin und wieder recht gute Einstiegspunkte nach leichten Konsolidierungen. Der Schlusskurs am Freitag der vergangenen Woche lag im Bereich 73,00 Euro. Leichte Rücksetzer – ähnlich dem der vergangenen Woche – boten in der Vergangenheit recht gute Einstiegspunkte und die Stops konnten recht schnell nachgezogen werden. Der anhaltende Long-Move scheint aus charttechnischer Sicht noch voll im Gange zu sein – Anzeichen für eine Schwäche gibt es keine. Kaufszenarien könnten somit im Sinne des Trendvorteils eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Neue Hochs in Richtung 80,00 beziehungsweise 82,50 Euro sind als realistisch einzustufen. Verkäufe sind noch keine zwingende Option.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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