Dialog Semiconductor – Im Windschatten von Apple zum Erfolg

Fundamentale Betrachtung

Dialog Semiconductor  ist ein Hersteller von sogenannten Mixed-Signal-IC. Diese Technik findet vor allem Verwendung in mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Das Technologieunternehmen Dialog Semiconductor PLC mit Sitz in Kirchheim/Teck-Nabern und dem Firmensitz mit weltweitem Vertrieb, R&D und Marketing in London  hat sich seit Jahren auf Lösungen für mobile Endgeräte spezialisiert.

Die Kunden des Konzerns haben Rang und Namen. Der wichtigste Kunde ist der kalifornische Konzern Apple, der mittlerweile eine Hauptrolle bei Dialog einnimmt. Dies ist zugleich gefährlich, denn Dialogs Erfolg ist immer mehr an den Erfolg und vor allem die Nachfrage aus dem Hause Apple nach Dialog-Produkten und  Dienstleistungen gebunden. Der Erfolg steht und fällt mit Apple und Apple ist als knallhart bei Verhandlungen um Kosten bekannt. CEO Jalal Bagherli ist sich des weiteren Erfolgs ziemlich sicher und ist obendrein als promovierter Elektroingenieur ein Mann vom Fach. Auch was die Umsatzerwartungen für 2014 angeht, hat er sich bereits weit aus dem Fenster gelehnt und einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar angekündigt. Dies deckt sich zwar mit den aktuellen Bilanzprognosen in Euro, doch waren diese Ziele zunächst für 2015 prognostiziert. Dialogs Firmenlenker kann stolz auf sein Werk sein, denn der Umsatz von Dialog Semiconductor steigt pro Jahr im Schnitt um 40 Prozent. Einen Vergleich mit der Branche braucht er bei diesen Zahlen nicht zu scheuen. Dialog Semiconductor ist damit die am schnellsten wachsende börsennotierte Halbleiter-Firma in Europa.

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Großbritannien, den USA, Österreich, Japan und Taiwan und beschäftigt weltweit rund 1.100 Mitarbeiter. Neben dem Segment „Mobile Systems“ hat der Konzern noch drei weitere Geschäftsbereiche, nämlich „Automobile/Industrie“, „Connectivity“ und „Power Conversion“. Die Firma stellt analog und digital integrierte Schaltkreise (Mixed Signal) und Wafer her, fertigt und testet Schaltkreise (auch zur Qualitätssicherung). Ein neues Feld bilden das schnelle Laden und der drahtlose Ladevorgang für Akkus. Allein dieser Technologiebereich könnte für Dialog etwa 100 Mio. US-Dollar wert sein.

Die 14 aktuellen Analysen zur Aktie geben fünf Kaufempfehlungen, neun Empfehlungen zum Halten des Papiers und eine Verkaufsempfehlung ab. Die Analysen von Close Brothers Seydler, Commerzbank, Kepler Cheuvreux, Jefferies, HSBC, Hauck & Aufhäuser, DZ Bank, Barclays, Bankhaus Lampe, JPMorgan, Exane BNP, Credit Suisse, Morgan Stanley, Deutscher Bank und Berenberg Bank haben eine Kurszielspanne von 30,00 Euro (Kepler Cheuvreux vom 01.08.2014) bis 12,00 Euro (Morgan Stanley vom 21.02.2014). Im Schnitt ergäbe sich ein Kursziel von 23,25 Euro. Würde man nur die Analysen aus dem zweiten Halbjahr heranziehen, so ergäbe sich ein durchschnittliches Kursziel von 25,80 Euro. Im Vergleich zum aktuellen Kurs könnte dies für weiteres Potenzial sprechen. Die Aktie von Dialog Semiconductor ging am Freitag mit einem Kurs von 22,435 Euro aus dem Xetra-Handel. Damit wird das Unternehmen derzeit an der Börse mit 1,59 Mrd. Euro bewertet. Der Konzern ist an der Frankfurter Börse gelistet und ist seit Herbst 2009 Mitglied im deutschen Technologieindex TecDAX. Am 13.10.1999 wurde die Aktie von Dialog Semiconductor am Neuen Markt eingeführt. Die Erstnotiz lag bei 19,20 Euro. Bei der Emission wurden 5,6 Mio. Aktien begeben. Derzeit sind 71.068.930 Stück im Umlauf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) weist für das Geschäftsjahr 2013 (bilanziert wird gemäß IFRS mit dem Stichtag zum 31.12. in US-Dollar) einen Umsatz von 902,9 Mio. US-Dollar aus. Seit 2009 ist kontinuierlich jedes Jahr ein Unternehmenswachstum und damit einhergehend eine Umsatzsteigerung zu registrieren (2009: 217,6 Mio. US-Dollar, 2010: 296,6 Mio. US-Dollar, 2011: 527,3 Mio. US-Dollar, 2012: 773,6 Mio. US-Dollar). Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag 2013 bei 89,7 Mio. US-Dollar, das Zinsergebnis bei 12,8 Mio. US-Dollar, was zu einem Jahresüberschuss von 62,2 Mio. US-Dollar führte. Das entspricht annähernd dem Überschuss des Jahres 2012 (62,5 Mio. US-Dollar). Je Aktie netto sind dies 0,6978 US-Dollar. Eine Dividende zahlt Dialog Semiconductor noch nicht. Gemäß der Bilanz 2013 weist der Konzern 186,0 Mio. US-Dollar an liquiden Mitteln aus, hat Verbindlichkeiten in Höhe von 420,7 Mio. US-Dollar und eine Bilanzsumme von 927,5 Mio. US-Dollar.

Die Bilanzprognose für 2014 sieht einen Umsatz von 808,53 Mio. US-Dollar und ein EBIT in Höhe von 139,73 US-Dollar vor, für 2015 sollen es 926,86 Mio. US-Dollar Umsatz und ein EBIT von 170,05 Mio. US-Dollar sein. Damit würde sich der Gewinn je Aktie 2014 auf 1,4374 US-Dollar und 2015 auf 1,781 US-Dollar signifikant erhöhen. Der Cashflow je Aktie würde sich 2014 auf 1,5622 US-Dollar das Stück und 2015 auf 1,9087 US-Dollar je Anteilsschein erhöhen. 2014 könnte Dialog Semiconductor bereits einen Nettogeldbestand in Höhe von 745.184,00 US-Dollar ausweisen, 2015 könnten es sogar schon 141,27 Mio. US-Dollar sein. Allein diese Prognose brachte und bringt weiter viel Phantasie in das Papier. Weitere Phantasie kommt passend zur Präsentation der neuen Produkte von Apple am 09.09.2014 in das Wertpapier. Neben neuen Smartphones wie dem iPhone 6 steht auch die Präsentation der neuen iWatch bei Apple auf der Agenda.

Charttechnische Betrachtung

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Aktie von Dialog Semiconductor überwiegend positiv entwickelt. Lediglich in den Jahren 2011, 2012 und Anfang 2013 mussten zwei etwas stärkere Abwärtsbewegungen verkraftet werden, wobei diese ideale Einstiegspunkte boten. Seit April 2013 konnte sich der Wert dann von rund 9,00 Euro bis hinauf in den Bereich von 26,40 Euro vorarbeiten – ein Plus von fast 200 Prozent. Aktuell gab es eine kleine Konsolidierung bis knapp unter die Marke von 20,00 Euro, wobei sich der Schlusskurs wieder etwas höher in den Bereich um 22,40 Euro hinaufarbeiten konnte. Durch die recht starke Aufwärtsbewegung von 9,00 bis gut 26,00 Euro sind aus charttechnischer Sicht Kurse über der Unterstützung von 18,60 Euro weiterhin als long einzustufen. Käufe bis zu dieser Marke sind somit mit dem Trendvorteil versehen. Neue Hochs sind nicht auszuschließen, ideale Kaufpunkte könnten die eingezeichneten Unterstützungen darstellen. Short-Trades stellen aktuell noch keine Option dar.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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