ABB – Energie- und Automatisierungstechnik aus Zürich

Fundamentaler Blick

ABB mit Sitz in Zürich/Schweiz ist ein globales Unternehmen der Energie- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter und ist in über 100 Ländern aktiv. ABB ist im operativen Bereich in fünf Geschäftsbereiche eingeteilt, „power products“, „power systems“, „discrete automation and motion“, „low voltage products“ und „process automation“. Insgesamt steht den Kunden eine Reihe von Dienstleistungen zur Verfügung. Dabei nimmt auch das Thema Energieeinsparungen breiten Raum ein. Deutlich effizientere und klimafreundlichere Heizkraftwerke, mehr Effizienz auf der Straße und auf der Schiene – ABB ist ein großer Partner des Maschinenbausektors. Robotertechnik von ABB ist neben der Energietechnik, Energietechnik-Systemen, Industrieautomation und Antrieben, Niederspannungsprodukten und Prozessautomatisierung ein weiteres Produktfeld des Schweizer Konzerns. Wenn man Konzerne mit einem ähnlichen Spektrum wie dem von ABB sucht, so kommt man meist auf Alstom, General Electric und Siemens.

Die Firmenhistorie von ABB reicht bis in die Gründungsjahre der Vorläufer-Gesellschaften 1883–1893 zurück. Die Analysen des Jahres 2014 zur Aktie der ABB geben ein eher gemischtes Bild ab. Von den 15 Analysen der bekannten Investment- und Research-Häuser JPMorgan, Merrill Lynch, Goldman Sachs, Credit Suisse, Morgan Stanley, Deutsche Bank, HSBC, Citigroup, UBS, S&P, Capital Research, Exane BNP Paribas, Barclays, Société Générale und Independent Research rieten neun Analysen zu einem „hold“ beziehungsweise gewichteten die Aktie der ABB neutral. Drei Analysen raten zum Kauf oder zum „übergewichten“ oder stufen die Aktie als „outperform“ ein, zwei Analysen raten zum Verkauf oder zum „untergewichten“. Das Kurszielband all dieser Analysen liegt zwischen 20,00 und 25,00 CHF. Das höchste Kursziel stammt von Credit Suisse mit 25,00 CHF – die Analyse stammt vom 16.06.2014 –, die niedrigsten Kursziele von Barclays (30.04.2014) und Goldman Sachs (08.07.2014) mit jeweils 20,00 CHF. Im Schnitt ergäbe sich ein Kursziel von 22,05 CHF. Die Aktie der ABB ging am Freitag mit einem Kurs von 20,41 CHF aus dem Handel an der SIX Swiss Exchange (Heimatbörse der ABB in der Schweiz am Handelsplatz Zürich). Damit erzielt der Konzern an der Börse eine Marktkapitalisierung in Höhe von 47,24 Mrd. CHF.

Aktien der ABB sind zudem an den Handelsplätzen NYSE in New York und in Stockholm in Schweden gelistet. DIE ABB Ltd. (bilanziert wird gemäß US-GAAP) weist in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) für 2013 einen Umsatz in Höhe von 41,8 Mrd. CHF aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag 2013 bei 4,0 Mrd. CHF, das Zinsergebnis bei -321 Mio. CHF, was insgesamt zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,8 Mrd. CHF führte. Je Aktie netto lag das Ergebnis für 2013 bei 1,0685 CHF. Insgesamt wurden 1,8 Mrd. CHF ausgeschüttet. Die Dividende für 2013 betrug 0,70 CHF je Stammaktie (eine konsequente Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren). 2013 führte ABB 147.700 Mitarbeiter in den Gehaltslisten. Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag (31.12.2013) über 6,5 Mrd. CHF an liquiden Mitteln, 16,8 Mrd. CHF an wirtschaftlichem Eigenkapital, 2,4 Mrd. CHF an gezeichnetem Kapital und kommt so auf eine Bilanzsumme in Höhe von 48,1 Mrd. CHF. Die Eigenkapitalquote lag 2013 bei 39,96 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2014 und 2015 werden für ABB Umsätze von 36,98 beziehungsweise 37,91 Mrd. CHF angeführt. Dies ergäbe für 2014 ein EBIT von 4,09 Mrd. CHF und für 2015 ein EBIT von 4,73 Mrd. CHF. Der Gewinn je Aktie könnte demnach von 1,195 CHF 2014 auf 1,401 CHF 2015 ansteigen. Die Dividende stiege dann von 0,7068 CHF 2014 auf 0,7442 CHF 2015. Die Nettoverschuldung des Konzerns baut sich weiter ab. 2014 sollen es nur noch 21,26 Mio. CHF sein, 2015 könnte ABB einen Nettogeldbestand in Höhe von 1,49 Mrd. CHF ausweisen.

Die Aktie der ABB befindet sich zu rund 88,50 Prozent im Streubesitz. Die größten Einzelpositionen halten mit 8,10 Prozent die Investor AB und mit rund 3,00 Prozent BlackRock. ABB hält etwa 0,62 Prozent eigene Anteile. Vorstandsvorsitzender ist Herr Ulrich Spiesshofer, Aufsichtsratsvorsitzender Herr Dr. Hubertus von Grünberg. Der Konzernumbau von ABB schreitet in großen Schritten voran. ABB verkaufte gemäß einer Pressemeldung vom 27.06.2014 das Stahlbaugeschäft von Thomas & Betts an Trinity Industries. Der Kaufpreis liegt bei 600 Mio. US-Dollar. Die Transaktion wird im dritten Quartal 2014 abgeschlossen sein. Der Geschäftsbereich des Stahlbaus wies zu wenige Synergie-Effekte auf, um weiter im Konzernverbund integriert zu bleiben. ABB verfolgt eine konsequente Portfolio-Optimierung.

Auch im Juli gab es am 02.07.2014 eine positive Meldung seitens ABB zu verzeichnen. Man erhielt einen Großauftrag aus Saudi-Arabien mit einem Volumen von 78 Mio. US-Dollar. Der saudi-arabische staatliche Stromversorger Saudi Electricity Company (SEC) bekommt von ABB zwei Transformatoren für zwei neue Kombikraftwerke. Nur einen Tag später am 03.07.2014 wurde aus Zürich der erfolgreiche Abschluss eines Fünfjahresvertrages mit Shell verkündet. ABB wird Komplettanbieter für Shell im Bereich von Niederspannungsschaltanlagen, Motorschaltschränken und weiteren Dienstleistungen. Das Auftragsvolumen wurde jedoch nicht genannt. Eigenen Angaben zufolge erhielt ABB einen 400-Mio.-US-Dollar-Auftrag für das „Maritime Link Project“ in Kanada. Ziel des Projektes ist es, die Insel Neufundland erstmals an das nordamerikanische Stromnetz anzuschließen. Auch am 18.07.2014 vermeldete man den Gewinn einer Ausschreibung mit einem Auftragsvolumen in Höhe von 35 Mio. US-Dollar – Hydro-Quebec in Kanada benötigt ein Upgrade seiner 350-Megawatt-Leitung, die New Brunswick und Hydro Quebec im Südosten des Landes verbindet. Alle Aufträge sind jedoch bereits für das zweite Quartal gebucht und sollten in der Aktie schon eingepreist sein. Die Stärke des Unternehmens ABB ist seine derzeitige Finanzlage.

Technischer Blick

Die Aktie von ABB hat sich in den vergangenen Jahren nicht nennenswert verändert. Die Marke von 21,00 CHF bildete generell das Mittel. Zwischenzeitlich konnte der Wert ein Tief bei 14,50 CHF und ein Hoch bei 24,80 CHF ausbilden. Aktuell schloss die Aktie wieder im Bereich um die Marke von 21,00 CHF bei 20,41 CHF. Betrachtet man den Zeitraum seit Mitte des letzten Jahres, so kristallisierte sich ein Aufwärtstrend heraus, welcher jedoch zum Anfang diesen Jahres wieder gebrochen wurde. Alles in allem ein unspektakulärer Wert mit sehr wenigen ausnutzbaren Trend-Phasen. Der charttechnischen Voranalyse zufolge lässt sich für das Handeln der Aktie von ABB zu größter Vorsicht raten. Die meisten Bewegungen sind sehr unsauber gelaufen, was auch für die Zukunft vermehrt ein unsaubereres Fortlaufen vermuten lässt. Zudem lassen sich nur schwer Trends erkennen, was ein sinnvolles Handeln kaum ermöglicht. Defensiven Tradern bleibt also nichts anderes übrig, als diesen Wert lediglich von der Außenlinie aus zu betrachten. Für sehr aggressiv orientierte Händler könnte sich eventuell eine Long-Überlegung nach einem klaren Überschreiten der Marke von 21,50 CHF ergeben. Ein realistisches Ziel könnte dann die Marke von 24,00 CHF darstellen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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