Aktie der Woche – K+S AG

K+S AG – der Rohstoffwert im DAX

Fundamentaler Blick

Die K+S AG (Börsenkürzel: SDF) – ist ein international agierendes Rohstoffunternehmen. Die geförderten und veredelten mineralischen Rohstoffe werden in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, für die Straßensicherheit und für weitere Bereiche bei industriellen Prozessen verwendet. International ist man Weltmarktführer im Segment Salzproduktion und gehört auch zur Spitzengruppe im Bereich der Kali-Anbieter. Das Unternehmen hat seinen Sitz im nordhessischen Kassel. Vorstandsvorsitzender ist Norbert Steiner, den Aufsichtsratsvorsitz hält Dr. Ralf Bethke. Die K+S AG ist an rund 90 Standorten weltweit aktiv.

Das Unternehmen hat eine lange Tradition. Schon 1856 entstanden die ersten Düngemittelfabriken. In dieser Zeit riet Justus von Liebig zum Einsatz von Kalidünger. In den 1970er-Jahren schloss man in Deutschland die Salzdetfuhrt AG und die Wintershall AG in der neu gegründeten „Kali und Salz“ zusammen, und dies unter dem Dach der BASF. Von Jahr zu Jahr hat sich das Unternehmen zu einem globalen Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, Pflanzenpflege- und Salzprodukten entwickelt. 2009 erwarb K+S Morton Salt, zuvor (2006) hatte man erst den chilenischen Salzproduzenten Sociedad Punta des Lobos übernommen. K+S stieg zum global führenden Salzproduzenten auf. Im Jahr 2008 schaffte man es in den deutschen Leitindex DAX. Die BASF verringerte ihren Anteil über die Jahre deutlich. 2011 übernahm man Potash One. Das neue Kaliwerk in der kanadischen Provinz Saskatchewan soll im Sommer 2016 in Betrieb gehen. K+S ist heute in der Lage, weit über 20 Mio. Tonnen Salz und mehr als sieben Mio. Tonnen Kali- und Magnesiumprodukte herzustellen. Besonders hart traf die Kasseler der Rückgang der Kalipreise, vor allem durch die Ankündigungen der russischen Uralkali, ihre Kapazitäten ohne Rücksicht auf das Preisniveau von Kali deutlich auszubauen. Diese Preisentwicklungen prägten den Verlauf des Aktienkurses der K+S AG. Da konnte auch der sich außerordentlich erfreulich entwickelnde Geschäftszweig „Salze“ 2013 nicht mehr die Einbußen auffangen. Die Märkte straften die Aktie besonders hart ab.

Innerhalb der letzten Monate konnte sich das Papier jedoch wieder erholen und notiert derzeit mehr als 10 Euro über dem Tief von 2013 (15,02 Euro). NordLB, Citigroup, Macquarie, UBS, Morgan Stanley, S&P Capital IQ, Deutsche Bank, Berenberg, Independent Research, HSBC, Bernstein, Commerzbank, Hauck & Aufhäuser, DZ Bank, Exane BNP, Merrill Lynch, Barclays, SocGen, Nomura, Kepler Cheuvreux, Equinet, JPMorgan und Warburg Research haben im Jahr 2014 bereits Analysen zur Aktie der K+S AG erstellt. Die 23 Analysen geben ein gemischtes Bild ab. Sechs Analysen rieten „buy“, drei „hold“, drei stuften die Aktie auf „underperform“ ein, drei auf „neutral“, vier setzten die Aktie auf „sell“, die restlichen Urteile wiesen jeweils ein „underweight“, „equal weight“, „overweight“ und „outperform“ aus. Die Analysten der SocGen bleiben ihr Kursziel schuldig. Die restlichen 22 Analysen vergeben im Durchschnitt ein Kursziel von gerade einmal 21,91 Euro. Am Freitag ging die Aktie der K+S AG mit einem Kurs von 25,71 Euro aus dem Xetra-Handel.

In der nächsten Woche findet die Hauptversammlung der K+S AG statt, und der Quartalsfinanzbericht Q1/14 zum 31. März 2014 wird veröffentlicht. Am darauffolgenden Tag folgt noch eine Telefonkonferenz zum Quartalsfinanzbericht. Die K+S AG hat 2013 einen Umsatz in Höhe von 4,0 Mrd. Euro erzielt. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag bei 546,5 Mio. Euro und der Jahresüberschuss bei 412,8 Mio. Euro. Je Aktie lag das Ergebnis netto bei 2,27 Euro. Die Entwicklung des Konzerns hatte sich besonders 2013 relativ stark eingetrübt. Die Ausschüttungssumme reduziert sich im Vergleich zu den Vorjahren dramatisch. Wurden 2012 noch 268,0 Mio. Euro ausgeschüttet, so werden es für 2013 nur noch enttäuschende 47,9 Mio. Euro sein. Die Dividende wurde demnach stark von 1,40 Euro (2012) auf 0,25 Euro für 2013 reduziert. Eine Komplettstreichung der Dividende wäre ebenfalls möglich gewesen. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich seit 2009 von 15.208 auf 14.421 im Jahr 2013 nur leicht verringert. 2013 verfügte das Unternehmen über 1,9 Mrd. Euro an liquiden Mitteln, 3,3 Mrd. Euro wirtschaftliches Eigenkapital und 191,4 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital. Die Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich auf 2,7 Mrd. Euro (eine Mrd. Euro mehr als noch 2012), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditkonzernen liegen bei 3,6 Mio. Euro. Die Bilanzsumme beläuft sich für 2013 auf 7,5 Mrd. Euro. K+S hat sich ein Sparprogramm auferlegt. Die ersten Früchte wird dieses vermutlich erst ab 2015/2016 tragen. Für 2014 geht man gemäß Bilanzprognose noch von 3,68 Mrd. Euro an Umsatz aus, für 2015 sollen es bereits 3,79 Mrd. Euro sein. Das EBIT soll 2014 nur bei 433,04 Mio. Euro liegen und 2015 502,3 Mio. Euro betragen.

Der Gewinn je Aktie soll sich von 1,275 Euro 2014 im Jahr 2015 wieder auf 1,48 Euro steigern. Bis 2015 ist mit einer gekürzten Dividende von 0,25 Euro je Aktie zu rechnen. Die Nettoverschuldung wird sich 2014 auf 1,02 Mrd. Euro erhöhen, 2015 sollen es gar 1,67 Mrd. Euro sein. Die Aktionäre hatten in den letzten Jahren viel zu ertragen. Vor allem die Performance der Aktie ließ im Vergleich zum DAX stark zu wünschen übrig. Innerhalb der letzten drei Jahre halbierte sich der Wert eines Anteilsscheins. K+S will in den kommenden Jahren eine nachhaltige Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur erreichen und spart mit seinem Programm „Fit für die Zukunft“ eigenen Angaben zufolge im Jahr 2014 bereits 150 Mio. Euro. Bis 2016 will man insgesamt 500 Mio. Euro einsparen. Die Geschäftsleitung scheint der Aktie der K+S AG zumindest Vertrauen zu schenken. Viele Insider griffen seit dem Absturz der Aktie zu und sammelten Stücke zu Preisen von 18,10 – 22,87 Euro ein. Vor allem die Käufe von Lohr, Malmström und Sünner liegen oberhalb der 100.000-Euro-Marke. Auch diese Herrschaften haben kein Geld zu verschenken und werden ihre Bücher besser kennen. Die Insiderkäufe fanden hauptsächlich im August 2013 und im März 2014 statt. Insider haben nicht alle ein gutes Timing. Treten Käufe jedoch derart gehäuft auf, ist das eigentlich ein gutes Zeichen.

Technischer Blick

Seit August 2011 befindet sich die Aktie von K+S (Börsenkürzel: SDF) auf dem absteigenden Ast und hatte sich auf dem Tiefpunkt fast geviertelt. Seit etwa zehn Monaten geht es nun vom Tief bei 15,00 Euro wieder leicht nach oben, was zu dem aktuellen Schlusskurs von gut 25,00 Euro führte. Ein kleiner Lichtblick im doch düsteren Abwärtsbild. Für Trade-Überlegungen könnte die Widerstandsmarke von 30,00 Euro näher ins Auge genommen werden. Zum einen könnte die aktuelle kleinere Aufwärtsbewegung realistisch bis dorthin weiterlaufen, zum anderen wäre ein erneuter Rutsch ab dieser Marke denkbar. Käufe oberhalb von 22,00 Euro und über der eingezeichneten Aufwärtstrendlinie wären somit eine Überlegung wert. Als Ziel könnte sich  der Bereich um die 30,00 Euro darstellen. Ein Verkauf an der Marke von 30,00 Euro mit dem Minimumziel 22,00 Euro wäre strategisch noch besser, da trendfolgend.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Die Autoren sind in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Online Broker LYNX:
Profitieren Sie von den vielen Vorteilen

LYNX hat eine Menge zu bieten und ist nicht umsonst seit Jahren einer der besten Online-Broker - Bestellen Sie jetzt unser kostenloses Informationspaket oder eröffnen Sie das Depot direkt online und überzeugen Sie sich selbst

Information package image
Inhalt Informationspaket
  • Broschüre mit detaillierten Informationen über LYNX
  • Tarifvergleich
  • Depoteröffnungsantrag
Pflichtfeld
    Ich möchte den LYNX Börsenblick kostenlos per E-Mail erhalten: Täglich 10 aktuelle Aktien-News von unseren Börsenexperten, wie Achim Mautz. Die optimale Unterstützung für Ihr Trading.
    • oder
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Mit Betätigen der "Gratis Infopaket anfordern"- bzw. "Direkt Depot online eröffnen"-Schaltfläche erklären Sie sich mit dem Empfang der Informationsunterlagen von LYNX einverstanden. Sie erlauben LYNX, gegebenenfalls schriftlich, telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit Ihnen aufzunehmen, um Sie über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Die Erlaubnis kann jederzeit schriftlich an service@lynxbroker.ch widerrufen werden.
Contact icon EINFACH ANRUFEN
+41 435086312
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.CH
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN