Kennen Sie Ihre eigenen Statistiken

Dieser Tipp fällt zusammen mit dem vorigen – Führen Sie ein Anlegertagebuch. Detailliertes Buchführen über Ihre Ergebnisse liefert letztlich Wissen. Und Wissen ist Macht und Geld. Aber worüber genau müssen Sie Buch führen, um zu profitablen Erkenntnissen zu kommen? Was sind die wichtigsten Statistiken über Ihre eigenen Investments? Diese 4 sind entscheidend:

Ihre Performance und Volatilität im Zeitablauf

Die Steigung des Chartbildes Ihrer Performance im Zeitablauf wird wahrscheinlich  nicht exakt 45° betragen. Falls doch, hat Ihre Strategie zweifellos den Namen eines ägyptischen Bauwerks.

Falls Sie schon ein erfahrener Anleger sind, werden Sie die historische Volatilität Ihrer Investments kennen. Sollte es sich einmal ergeben, dass Sie von dieser historischen Volatilität abweichen, müssen bei Ihnen im Kopf die Alarmglocken klingeln und es ist notwendig, den Grund für die Abweichung herauszufinden. Warum sind Ihre Verluste größer als früher? Sind die Börsen im Allgemeinen volatiler als sonst (Beispiel 2008)? Oder liegt es an Ihren eigenen Trades? Vielleicht sind Ihre Gewinne auch viel größer, als Sie im Voraus erwartet hätten? Was hat sich zu Ihrem Vorteil verändert? Dinge, die Ihnen sofort auffallen, wenn Sie Ihre eigene Performancekurve kennen.

Nutzen Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil.

Der Anteil von Gewinntrades vs. Verlusttrades

Wie viele Ihrer Transaktionen schließen Sie gewinnbringend ab? Und wie oft steht am Ende doch ein Minus? Stellen Sie sich vor, dass Sie in der Vergangenheit 45% Ihrer Transaktionen mit einem Gewinn abgeschlossen haben. Mit dieser Zahl im Hinterkopf wissen Sie, dass Sie eine Analyse durchführen müssen, wenn dieser Mittelwert auf 35% sinkt. Nutzen Sie eine Strategie, die auf Breakouts gerichtet ist, während sich der Markt seitwärts bewegt? Dann gibt es möglicherweise gar keinen Grund zur Besorgnis. Der Markt befindet sich schlicht in einer Phase, die für Ihre Strategie ungünstig ist. Ist dies nicht der Fall, dann können Sie untersuchen, was Sie im Vergleich zur Vergangenheit anders gemacht haben. Vielleicht gehen Sie ein größeres Risiko ein, ohne es zu merken, oder führen zu viele Transaktionen aus?! Ein gewarnter Anleger sorgt vor.

Durchschnittlicher Gewinn/ Verlust Ihrer Positionen

Sie treffen Felix auf einem Geburtstag und er gibt voller Stolz bekannt, dass er 70% seiner Trades mit Gewinn abgeschlossen hat. Schön, Felix. Aber wie groß sind die Verluste der übrigen 30%? Es kann doch sein, dass diese größer sind als die Summe aller Gewinne. Darum ist es wichtig, dass Sie immer wissen, wie groß die Gewinne und Verluste Ihrer Transaktionen im Durchschnitt sind. Diese Werte sagen Ihnen, wie gut Sie sich an Ihr Risikomanagement halten. Respektieren Sie Ihre Stop Loss Niveaus und Ihre Gewinnziele? Wenn die Verluste durchgängig größer sind als die Gewinne, ist Ihre Handelsstrategie dann überhaupt etwas wert? Sie könnten auch zu dem Schluss kommen, dass Sie zu große Risiken bei Ihren laufenden Positionen eingehen und demzufolge vielleicht Ihre Stop Loss Niveaus anpassen sollten. Sie werden sehen, auf welcher Bandbreite sich Ihre durchschnittlichen Gewinne und Verluste bewegen.

Ist dies der erhöhten Volatilität am Markt geschuldet oder gehen Sie unbewusst zu hohe Risiken ein? Ein Zeichen, dass Ihre Investments gut waren, ist die Tatsache, dass es Zeiten gibt, in denen Sie viel mehr Geld pro Transaktion verdienen als im historischen Mittel. Ein wichtiger Fakt, der Ihnen auffallen sollte. Denn offenbar gelingt Ihnen etwas sehr viel besser als früher. Was genau machen Sie anders? Nach einer guten Analyse können Sie sich im Folgenden mehr auf Ihre guten Ideen und Strategien konzentrieren und die schlechteren aufgeben. Seien Sie selektiver, dann reduziert sich Ihre Anzahl an Transaktionen und das durchschnittliche Gewinn/Verlust Verhältnis wird sehr schnell steigen.

Performance nach Assetklasse und Kombinationen von Assets

Viele Anleger investieren, wenn Sie zum ersten Mal in den Börsen­dschungel eintreten, fast immer zunächst in Aktien. Nach einiger Zeit sehen sich die meisten allerdings nach weiteren Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger um. Man hört von Call- und Put-Optionen und Optionsstrategien mit schönen Namen wie Butterfly oder Iron Condor. Abenteuerliche Anleger gehen noch weiter und treten in die Arena des Futures- und Forexhandels ein. Dabei kann man sehr schnell die Übersicht über die separaten Performances der unterschiedlichen Assetklassen verlieren.

Die Gesamtperformance von Tag zu Tag kennt jeder Anleger meist sehr gut. Das ist auch recht einfach: Kurz auf den Button „Konto“ klicken und nach­schauen, welcher Betrag am Ende eines Handelstages dort steht. Aber wie ist dieses Ergebnis wirklich zustande gekommen? Durch welche Investitionen in welche Wertpapiere? Klar, es kann spannend sein, einen Call  allein aufgrund von Quartalszahlen zu kaufen, aber bringt Ihnen das mehr als einen Adrenalinkick und vielleicht am Ende finanzielle Einbußen?

Analysieren Sie einmal pro Quartal, wie groß Ihre Performance pro Assetklasse ist. Sollte dabei herauskommen, dass Sie 10% an Aktien verdient haben, dafür aber 20% Verluste bei Optionen und 35% Verluste bei Futures hinnehmen mussten, dann ist es nur rational, den Handel mit Optionen und Futures sehr zurückzuschrauben und sich zunächst zu fragen, was hier schief gelaufen ist, bevor Sie wieder richtig einsteigen.

Es kann auch sein, dass Sie sehr erfolgreich sind im Handel von Kombinationen aus Aktien und Optionen. Eine gute Strategie kann es beispielsweise sein, in jedem Monat oder jedem Quartal einen Call auf Ihre langfristige Long-Position in Aktien zu schreiben. Vielleicht haben auch Puts Sie schon einige Mal vor einem Debakel bewahrt?! Wenn Sie bemerken, dass sich eine Kombination lohnt, machen Sie doch ruhig häufiger Gebrauch davon, um Ihre Rendite abzusichern oder gar zu steigern.

Disclaimer

Dieses Handbuch ist nach bestem Wissen und Gewissen formuliert. Eine exakte Korrektheit und Vollständigkeit kann nicht gewährleistet werden. Damit entbindet Sie dieses Handbuch nicht davon, in Zweifelsfragen, insbesondere wenn hierbei wirtschaftliche Einbußen drohen, beispielsweise bei einem Vermögensberater oder Börsenexperten nachzufragen. LYNX führt keine Wertpapierberatung durch. Keine der Formulierungen, Aussagen, Wörter oder Erläuterungen in diesem Handbuch stellt eine Handelsempfehlung seitens LYNX dar.

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