Tradeideen für kurzfristige Long und Short Straddles auf ausgewählte Aktien

Das Ziel dieses Artikels ist es, zu analysieren, welche Gewinne entstehen könnten, wenn Sie einen Straddle auf ausgewählte Aktien zu Beginn der Woche kaufen und bis zum Ende der Woche halten würden (Long Straddle). Eine ähnliche Analyse wird für den Short Straddle durchgeführt: Welche Gewinne winken Ihnen zu, wenn ein Straddle auf ausgewählte Aktien zu Beginn der Woche verkauft und bis zum Ende der Woche gehalten wird? Wie würden diese Optionsstrategien funktionieren, wenn sie Woche für Woche angewendet werden?

In der Analyse des Long Straddles wird jeden Montag gegen 16:00 Uhr ein Straddle gekauft, mit einem Verfallsdatum am Freitag derselben Woche. Sollte der Montag ein Feiertag gewesen sein (zum Beispiel „Labor Day“ am 2. September 2019), wird der Dienstag als Tag des Einstiegs gewählt. Der Long Straddle wird an dem Freitag, gegen 22:00 Uhr, also kurz vor Börsenschluss der amerikanischen Börsen, glattgestellt (verkauft). In diesem Szenario Analyse wird davon ausgegangen, dass jeweils 1 Kontrakt (1 Call Option und 1 Put Option) gehandelt wurde. Die Strategie erwirtschaftet einen Gewinn, wenn der Wert des Straddles im Laufe der Woche gestiegen ist.

In der Analyse des Short Straddles wird jeden Montag gegen 16:00 Uhr ein Straddle verkauft, mit einem Verfallsdatum am Freitag derselben Woche. Der Short Straddle wird an dem Freitag, gegen 22:00 Uhr, also kurz vor Börsenschluss der amerikanischen Börsen, glattgestellt (zurückgekauft). Auch in diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass jeweils 1 Kontrakt (1 Call Option und 1 Put Option) gehandelt wurde. Die Strategie erwirtschaftet einen Gewinn, wenn der Wert des Straddles im Laufe der Woche gefallen ist.

Die Strategie ist mit einer Laufzeit von 5 Handelstagen sehr kurzfristig ausgelegt. Es handelt sich also nicht um eine Investitions-Strategie sondern um Spekulations-Trading.

Die wichtigsten Parameter der Analysen

Die Betrachtungsperiode der Analyse beträgt 12 Wochen. 12 Wochen lang wurden der Kauf und der Verkauf eines Straddles pro Woche simuliert.

Es werden nur Aktien von Unternehmen oder ETFs in Betracht gezogen, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 1 Milliarde US Dollar aufweisen.

Das durchschnittliche Optionshandelsvolumen sollte mindestens 10.000 Kontrakte am Tag betragen.

Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs des Straddles sollte nicht über 1 US Dollar liegen.

Die Trefferquote sollte mindestens 75% betragen, das heißt, dass mindestens 75% der gehandelten Straddles in den letzten 12 Wochen Gewinner sein mussten. Das entspricht 8 Gewinnern.

Der Durchschnittsgewinn aller Straddles (inklusive Verlierer) sollte mindestens 10% betragen.

Ergebnis der Analyse für die Long Straddles

Nach Anwendung der Parameter wie oben geschrieben stechen aktuell 3 mögliche Long Straddles hervor. In den letzten 12 Wochen, vom 24. Juni 2019 bis zum 14. September 2019, erfüllten diese 3 Aktien die strengen Bedingungen eines erfolgreichen wöchentlichen Straddles:

Aktie (Ticker)TrefferquoteDurchschnittsgewinn in % des EinsatzesDurchschnittsgewinn in US Dollar je KontraktBester TradeSchlechtester Trade
GOOG75%35%1,018$6,188$-2,388$
XOM75%19%23$169$-116$
AAL75%17%17$110$-55$

Die Simulation betrachtet den Handel von 1 Kontrakt.

Die entsprechenden Aktien-Kandidaten sind Google (GOOG), Exxon Mobil (XOM) und American Airlines (AAL).

Dass die Straddles der letzten 12 Wochen auf diese Aktien besonders erfolgreich waren, heißt nicht unbedingt, dass die zukünftigen Straddles erfolgreich sein werden. Sie geben nur Auskunft darüber, welche Aktien sich in der Vergangenheit für 1-wöchige Long Straddles besonders geeignet haben.

Die Analyse wurde so ausgeführt, dass die Optionen immer zum Mittelpunkt zwischen Briefkurs und Geldkurs gehandelt wurden.

Der Kurs der jeweiligen Aktien spielt in dem Ergebnis natürlich eine Rolle. Google hat einen Aktienkurs von über 1.000$, während Exxon Mobil und American Airlines beide unter 100$ notieren. Das wirkt sich auf den Preis und den Gewinn des Straddles aus. Wer die hohen Einsätze mit Straddles auf Google verkraften konnte (bis zu 5.155$ je Kontrakt in einem Fall), wurde mit einem wöchentlichen Gewinn von 1.018$ entsprechend belohnt.

Prinzip des Long Straddles

Bei dieser Kombination werden eine Put Option und eine Call Option gleichzeitig gekauft. Beide Optionen sind am Geld, das heißt ihre Basispreise entsprechen dem aktuellen Aktienkurs der zugrunde liegenden Aktie (oder befinden sich so nah wie möglich an dem aktuellen Aktienkurs). Durch den Kauf zahlen Sie eine Prämie, die dem maximalen möglichen Verlust entspricht. Das Risiko eines Short Straddles ist auf den Einsatz begrenzt: Es gibt keine Nachschusspflicht. Dafür ist der mögliche Gewinn unbegrenzt.

Die Laufzeiten beider Option sind gleich und entsprechen dem Freitag, an dem der Straddle geschlossen wird.

In der Umsetzung ist ein Long Straddle sehr einfach. Sie können ihn zum Beispiel im Rahmen einer einzigen Transaktion als Optionen-Kombination handeln. Dazu eignet sich unteren anderem der OptionTrader in Ihrer LYNX Handelsplattform. Welche Vorteile Optionskombinationen haben, lesen Sie in unserem Artikel „Vergleich: Optionskombinationen gegen einfache Optionen

Am Tag der Schließung des Trades wird kurz vor Börsenschluss die komplette Position glattgestellt (sowohl die Put Option als auch die Call Option werden verkauft).

Die Erwartung ist, dass sich die Aktie bis zu der Schließung des Trades so weit wie möglich von dem Basispreis der Optionen entfernt hat.

Mehr Informationen zum Long Straddle erfahren Sie in unserem Artikel: Optionsstrategie Long Straddle

So finden Sie die notwendigen Optionen in Ihrer Lynx Handelsplattform

Mehrere Wege führen nach Rom, um einen Straddle zu handeln. In unserem Service Center erfahren Sie, wie Sie mithilfe des OptionTraders der LYNX Handelsplattform die entsprechenden Optionen finden können. Wenn Sie den StrategyBuilder von dem OptionTrader nutzen, würden Sie die Optionen-Kombination kaufen. Sie müssen nicht die Optionen einzeln handeln: Sie können sie mit einer einzigen Transaktion kombiniert handeln, sowohl bei der Eröffnung des Trades, als auch bei der Schließung.

Ergebnis der Analyse für die Short Straddles

Nach Anwendung der Parameter wie oben geschrieben stechen aktuell 3 mögliche Short Straddles hervor. In den letzten 12 Wochen, vom 24. Juni 2019 bis zum 14. September 2019, erfüllten diese 3 Aktien die strengen Bedingungen eines erfolgreichen Short Straddles:

Aktie (Ticker)TrefferquoteDurchschnittsgewinn in % der vereinnahmten PrämieDurchschnittsgewinn in US Dollar je KontraktBester TradeSchlechtester Trade
UAL83%82%54$232$-242$
XLV92%75%33$104$-151$
XBI83%67%80$230$-149$

Die entsprechenden Kandidaten sind United Airlines (UAL) und die ETFs Health Care Select Sector SPDR Fund (XLV) und SPDR S&P Biotech (XBI).

Dass die Short Straddles der letzten 12 Wochen auf diese Basiswerte besonders erfolgreich waren, heißt nicht unbedingt, dass die zukünftigen Straddles erfolgreich sein werden. Sie geben nur Auskunft darüber, welche Basiswerte sich in der Vergangenheit für 1-wöchige Short Straddles besonders geeignet haben.

Die Analyse wurde so ausgeführt, dass die Optionen immer zum Mittelpunkt zwischen Briefkurs und Geldkurs gehandelt wurden.

Da bei Short Straddles der maximale Gewinn der vereinnahmten Prämie entspricht, wird hier die Rendite auf diese vereinnahmte Prämie bezogen, und nicht auf die hinterlegte Margin. Insofern ist der Durchschnittsgewinn in Prozent der Short Straddles mit dem Durchschnittsgewinn in Prozent der Long Straddles nicht vergleichbar. Vielmehr sollte ein Vergleich mit den besten und schlechtesten Trades sowie mit dem absoluten Durchschnittsgewinn gemacht werden.

Alle 3 Basiswerte weisen Kurse unter 100$ aus und sind entsprechend mit den Long Straddles auf XOM und AAL vergleichbar. Die Short Straddles schneiden im absoluten Durchschnittsgewinn besser ab als die Long Straddles auf XOM und AAL. Auch unter den besten und den schlechtesten Trades können die Short Straddles den Long Straddles das Wasser reichen, und dies obwohl das maximale Verlustrisiko bei Short Straddles unbegrenzt ist und der maximale Gewinn begrenzt ist.

Prinzip des Short Straddles

Bei dieser Kombination werden eine Put Option und eine Call Option gleichzeitig verkauft. Beide Optionen sind am Geld, das heißt ihre Basispreise entsprechen dem aktuellen Aktienkurs der zugrunde liegenden Aktie (oder befinden sich so nah wie möglich an dem aktuellen Aktienkurs). Durch den Verkauf erhalten Sie eine Prämie, die dem maximalen möglichen Gewinn entspricht. Das Risiko eines Short Straddles ist unbegrenzt.

Die Laufzeiten beider Option sind gleich und entsprechen dem Freitag, an dem der Straddle geschlossen wird.

In der Umsetzung ist ein Short Straddle sehr einfach. Sie können ihn zum Beispiel im Rahmen einer einzigen Transaktion als Optionen-Kombination handeln. Dazu eignet sich unteren anderem der OptionTrader in Ihrer LYNX Handelsplattform.

Am Tag der Schließung des Trades wird kurz vor Börsenschluss die komplette Position glattgestellt (sowohl die Put Option als auch die Call Option werden zurückgekauft).

Die Erwartung ist, dass sich die Aktie bis zu der Schließung des Trades so nah wie möglich an dem Basispreis der Optionen bleibt.

Mehr Informationen zum Short Straddle erfahren Sie in unserem Artikel: Optionsstrategie Short Straddle

Fazit: Ein vielfältiges „Menü“ an Handelsmöglichkeiten für Straddle-Liebhaber

Der hier vorgestellte Backtest (die rückwirkende Analyse) bietet vielfältige Handelschancen, mit unterschiedlichen Gewinnerwartungen und Risiken. Bei den Long Straddles ist das Gewinnpotenzial unbegrenzt und das maximale Verlustrisiko auf den Einsatz begrenzt. Bei den Short Straddles ist es genau umgekehrt: Ihr Gewinnpotenzial ist auf die vereinnahmte Prämie limitiert und das maximale Verlustrisiko kennt keine Grenzen, wenn sich die Aktie stark bewegt.

Das heißt aber nicht, dass Short Straddles schlechter sind als Long Straddles. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Aktie nicht bewegt, kann höher sein als die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich stark bewegt, was für den Short Straddle spricht. Anhand der vorgestellten Ergebnisse haben die Short Straddles gegenüber Long Straddles auf keinen Fall das Nachsehen.

Das Backtest hat jeweils 3 Kandidaten für den Long Straddle und für den Short Straddle geliefert. Das betrachtete Universum der möglichen Kandidaten enthielt 2.897 Basiswerte. Die Ergebnisse sind entsprechend auf Herzen und Nieren geprüft. Und dennoch: Selbst diese akribische Analyse ist keine Erfolgs-Garantie für die Zukunft. Der nächste Long Straddle auf Google kann scheitern und der nächste Short Straddle auf United Airlines kann zu einer Bruchlandung führen. Straddles, egal ob Long oder Short, sind sehr spekulative Strategien. Man muss das Risiko mögen, wenn man solche Optionskombinationen eingeht. Setzt man aber auf das richtige Pferd, wird dieses Risiko auch belohnt.

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Eric Ludwig

Eric Ludwig

Der gebürtige Straßburger Eric Ludwig, Jahrgang 1978, begann nach seinem Ingenieur-Studium eine Karriere in der Luftfahrtindustrie, die ihn zu Management-Positionen führte. Bereits vor 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Mechanismen der Börse. Er entwickelte eigene Strategien in den Bereichen Rohstoff-Handel, Portfolio-Optimierung und schließlich Optionen. Der Optionen-Handel wurde zu seinem Steckenpferd und erlaubte ihm, eine 2. Karriere als Chefredakteur, Chefanalyst und Referent einzuschlagen. Eric Ludwig handelt heute seine eigenen Strategien immer noch aktiv und erfolgreich an den Märkten.

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