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Während die Verbraucher unter immer höheren Strompreisen ächzen, sorgt das beim Energiekonzern RWE für kräftig sprudelnde Gewinne. Der Gewinnanstieg im ersten Halbjahr fiel dabei so kräftig aus, dass RWE seine zur Vorlage der vorläufigen Zahlen bereits angehobene Jahresprognose bestätigen kann und in der breiten Öffentlichkeit die Diskussion über die Versteuerung von Übergewinnen damit wieder neu angefacht wird.

RWE will den hohen Barmittelzufluss aber nutzen, um noch mehr in das neue Kerngeschäft Erneuerbare Energien zu investieren und damit die Neuausrichtung des Geschäftsmodells noch stärker zu forcieren.

RWE bestätigt Halbjahreszahlen

Im ersten Halbjahr 2022 nahm RWE neue Wind- und Solaranlagen mit einer Kapazität von 1,2 GW in Betrieb und hat ca. 20 Prozent mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Die hohe Stromnachfrage aus grüner Energie sowie die stark gestiegenen Energiepreise schlagen sich auch im Ergebnis von RWE nieder: Von Januar bis Juni 2022 sprang das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) auf Konzernebene um 63 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. Auf das Kerngeschäftsfeld Offshore/Wind, Onshore Wind/Solar, Wasser/Biomasse/Gas und Energiehandel entfiel dabei ein EBITDA von 2,36 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 95 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das bereinigte Nettoergebnis auf Konzernebene konnte im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 80 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro gesteigert werden.

Investitionen in Erneuerbare Energien sollen noch stärker als geplant ausfallen

Der Vorstand von RWE will beim Schwenk hin zur Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien auf dem Gaspedal bleiben und kündigt deshalb an, noch in diesem Jahr über 5 Milliarden Euro in den Ausbau des grünen Portfolios zu investieren – 30 Prozent mehr als bislang geplant. Diesen Betrag will RWE dann auch weiterhin jährlich – zumindest bis zum Ende des Jahrzehnts – investieren.

Unveränderte Dividende für 2022 angepeilt

Am Unternehmenserfolg sollen weiterhin auch die Aktionäre beteiligt werden, weshalb RWE für das Geschäftsjahr 2022 eine unveränderte Dividende von 0,90 Euro pro Aktie ausschütten will.

Gesamtjahresprognose wird bestätigt

Zur heutigen Vorlage der endgültigen Halbjahreszahlen bestätigt der RWE-Vorstand auch seine Ende Juli angehobene Gesamtjahresprognose: Das bereinigte EBITDA soll 2022 auf 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro steigen, im Kerngeschäft auf 4,3 bis 4,8 Milliarden Euro.

RWE-Aktien starten behauptet in den Handel

Schon länger honorieren die Anleger den geplanten Schwenk von RWE hin zur (fast) ausschliesslichen Erzeugung von grünem Strom. Während der Gesamtmarkt in den letzten sechs Monaten deutlich korrigiert hat, konnten die im DAX notierten RWE-Aktien in diesem Zeitraum rund 15 Prozent zulegen und sind damit der zweitstärkste Wert im deutschen Leitindex. Noch erfreulicher ist der Jahreschart, denn in den letzten 12 Monaten verteuerten sich die Papiere sogar um 35 Prozent.

Nach den starken Kurszuwächsen der letzten Monate reagieren die Aktien auf die heute vorgelegten – und ausserdem schon bekannten – Halbjahreszahlen allerdings nur mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent auf 42,69 Euro.

RWE-Aktie: Chart vom 11.08.2022, Kürzel RWE | Online Broker LYNX
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