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Auf der gerade laufenden Weltklimakonferenz sagte UNO-Generalsekretär António Guterres: „Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle.“ Es wundert nicht, dass Aktien wie SMA Solar und VERBIO daraufhin besonders gesucht waren. Aber geht das auch so weiter?

Übermorgen kommen die Ergebnisse des ersten Geschäftsjahresquartals 2022/2023. Das am 30.6. beendete Geschäftsjahr 2021/2022 hatte der Biokraftstoff-Hersteller mit grandiosen Rekorden beendet. Umsatz über 80 Prozent über Vorjahr, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verdreifachte sich auf 503,3 Millionen Euro. Aber geht es auch so weiter?

Im Zuge der Jahresbilanz Ende September avisierte VERBIO für 2022/2023 „nur“ ein EBITDA von 300 Millionen, also deutlich weniger als im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Aber VERBIO kalkuliert äusserst vorsichtig, so gesehen kann das natürlich noch einiges mehr werden. Die am Donnerstag erwarteten Zahlen zum Sommerquartal werden wohl auch einen Ausblick beinhalten, da wird man also mehr erfahren. Aber ob die Aktie dann bei guten Zahlen durchstarten wird, nachdem sich der Kurs zwischen Juni und jetzt mehr als verdoppelt hat?

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Expertenmeinung: So sicher ist das eben nicht, auch, wenn die VERBIO-Aktie auf Basis des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2021/2022 ein eher niedriges Kurs/Gewinn-Verhältnis von 16 ausweist. Zum einen, weil der Grund, warum die Aktie zwischenzeitig auch immer mal wieder schnell und weit wegbrach, in der Politik zu suchen ist und man nicht weiss, ob die angedachten Produktionsbeschränkungen für Kraftstoffe aus Rohstoffen, die auch als Nahrungsmittel dienen könnten, wirklich vom Tisch sind oder nicht. Zum anderen, weil es gut sein kann, dass sich das Umfeld für starke Preise und damit für hohe Gewinnmargen wieder eintrübt. Hinzu kommt:

Dass die sorgenvollen Worte bei der Weltklimakonferenz den Eindruck erwecken, dass alles, was in den Bereich alternativer Energien gehört, vor einer Boomphase stehen müsste, ist schon richtig. Aber ob dieser Boom dann wirklich Realität wird oder man wie so oft ohne Beschlüsse auseinandergeht und sich unter dem Strich nahezu nichts ändert? Letzteres wäre, das lehrt die Erfahrung, wahrscheinlicher. Daher sollte man diesen gestrigen Anstieg der VERBIO-Aktie nicht als wegweisend ansehen, zumal:

Die Aktie hatte unmittelbar unter der oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals begonnen, auf der Stelle zu treten. Diese Hürde wird also als solche erkannt und löst Gewinnmitnahmen aus. Das gestrige Plus hat VERBIO nicht über diesen Trendkanal hinaus heben können. Das müsste also umgehend nachgeholt werden … und dann wäre es, wenn die Quartalsbilanz übermorgen keine neuen Kaufargumente auf diesem Level liefern würde, das bisherige Rekordhoch vom April bei 88,10 Euro, das als nächste Basis für Gewinnmitnahmen dienen würde. Um die jetzt eindeutig dünne Luft tragfähig für neue Hochs zu machen, müsste jetzt einiges klappen. Für Trader, die hier Long sind, muss also gelten: Nicht ohne Stoppkurs agieren!

VERBIO-Aktie: Chart vom 07.11.2022, Kurs 82,55 Euro, Kürzel VBK | Online Broker LYNX
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