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Nach der vorläufigen Einigung zwischen Republikaner und Demokraten im Streit um die US-Schuldenobergrenze hat sich die Stimmung der Anleger wieder etwas aufgehellt. Zwar muss der Kompromiss noch durch den US-Kongress, aber die Anleger greifen bei Aktien wieder zu und dem deutschen Leitindex gelingt heute der Sprung zurück über die psychologisch wichtige 16.000er-Marke.

Allerdings bleibt das Handelsvolumen am ersten Handelstag nach dem verlängerten Pfingstwochenende sehr dünn und der DAX gewinnt aktuell 0,4 Prozent auf 16.017 Punkte.

An der US-Börsen konnten die wichtigsten Indizes infolge einer möglichen Einigung im Schuldenstreit bereits gestern deutlich zulegen und verteidigen heute zum Handelsstart die erreichten Niveaus. Während der Dow Jones aktuell leicht um 0,2 Prozent auf 33.028 Punkte verliert, legt der breiter gefasste S&P 500 ein halbes Prozent auf 4.225 Punkte zu. Mit einem Sprung von 1,3 Prozent auf 14.481 Punkte startet der Nasdaq100, nachdem vor allem Werte aus der Chipbranche weiter zulegen können.

Von Unternehmensseite sorgen heute u. a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Uniper: Erholungsrallye geht weiter

Seitdem letzte Woche der Vorstand des verstaatlichten Gasimporteurs Uniper auf der Hauptversammlung angekündigt hat, dass Uniper schnell wieder zurück in private Hände soll, haben die Aktien bereits in der letzten Woche rund 20 Prozent zugelegt.

Die Kauflaune der Anleger bleibt auch in der neuen Woche ungebrochen, denn die Aktien springen heute um mehr als 16,1 Prozent auf aktuelle 5,38 Euro und erreichen damit zugleich ein neues Jahreshoch. Neben der Hoffnung auf eine Rückführung des Staatsanteils auf 25 Prozent plus eine Aktie sorgt auch die in der letzten Woche erfolgte Ankündigung des Konzerns, „signifikante Gewinne aus der Ersatzbeschaffung von Gasmengen“ zu erzielen sowie der bestätigte Ausblick für 2023 wieder für etwas mehr Zuversicht unter den Anlegern.

Uniper Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 5,38 EUR, Kürzel: UN01 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Uniper Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 5,38 EUR, Kürzel: UN01 | Quelle: TWS

Daimler Truck und Toyota wollen asiatische Geschäftsaktivitäten zusammenlegen

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck will Teile seines Asiengeschäfts mit den Aktivitäten des Autobauers Toyota zusammenlegen. Deshalb soll die Daimler-Truck-Tochter Mitsubishi Fuso Trucks and Bus mit der Toyota-Tochtergesellschaft Hino in einer gemeinsamen Holdinggesellschaft zusammengeführt werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von beiden Seiten bereits unterzeichnet.

Geplant ist, diese Holdinggesellschaft, an der Daimler Truck und Toyota zu gleichen Teilen beteiligt sein sollen, an die Börse zu bringen und so auch andere Investoren mit ins Boot zu holen. Dabei soll „ein erheblicher Anteil“ an der neuen Gesellschaft im Besitz externer Aktionäre sein. Konkreter Angaben zu finanziellen Dimensionen des Deals wurden allerdings nicht gemacht.

Die im DAX notierten Daimler Truck-Aktien legen aktuell 0,9 Prozent auf 28,76 Euro zu. Aktien der Toyota Motor Corp. haben heute an der Börse in Tokio 0,6 Prozent höher bei 1.940 JPY geschlossen.

Siltronic profitiert von Hochstufung durch Jefferies 

Deutlich zulegen können heute die Aktien des Wafferherstellers Siltronic, nachdem Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies seine Einstufung von „Hold“ auf „Buy“ erhöht hat und das Kursziel kräftig von 75 auf 95 Euro anhebt.

Der Analyst ist der Meinung, dass „die Aktien des Waferherstellers bereits einen Grossteil negativer Nachrichten einpreisen“. Ausserdem gibt es seiner Meinung nach „erste Anzeichen, dass der Geschäftszyklus die Talsohle erreicht haben könnte“. Deshalb seine die Aktien „trotz des guten Laufs der vergangenen zwei Wochen immer noch niedrig bewertet“.

Die Anleger greifen heute zu und die im MDAX und TecDAX notierten Siltronic-Aktien liegen aktuell 4,1 Prozent im Plus bei 81,20 Euro.

Nestle meldet Wechsel des Finanzvorstandes

Beim Schweizer Lebensmittel-Riesen Nestle gibt es einen Wechsel in der Vorstandsriege. Der bisherige Finanzvorstand Francois-Xavier Roger wird zurücktreten, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Seine Nachfolgerin soll Anna Manz werden, die aktuell noch die Finanzchefin bei der London Stock Exchange Group (LSEG) ist. Der Staffelstab soll übergeben werden, sobald Frau Manz von der LSEG freigegeben wird. Bis dahin wird Herr Roger seine Aufgaben als CFO bei Nestle weiter ausüben und so einen reibungslosen Übergang sicherstellen.

Nestle-Aktien verlieren an der Schweizer Börse aktuell 2,5 Prozent auf 109,26 CHF.

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