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Eigentlich hätte es gestern ein richtiger guter Tag für die Aktien des weltweit grössten Reisekonzerns TUIwerden können. Denn dank eines kräftigen Sommergeschäfts zeigt sich der Vorstand zuversichtlich, bald wieder das „Vor-Corona-Niveau“ zu erreichen. Und sogar für den kommenden Winter ist die Buchungslage sehr erfreulich, wie TUI gestern mitteilte.

Allerdings ist momentan nichts normal und deshalb liegt die Betonung auch auf dem Wort „eigentlich“. Denn TUI-Aktien gaben bereits gestern nach Bekanntgabe des „eigentlich“ erfreulichen Buchungsupdates für das 4. Quartal deutlich nach, rutschen heute weiter kräftig ab und liegen nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief von 1,41 Euro.

Sommergeschäft hat sich kräftig erholt

Bereits kräftig erholt präsentierte sich das Sommergeschäft 2022 bei TUI: Die Buchungen in den Sommermonaten (Stand: 11. September 2022) legten seit dem Update zum 3. Quartal um 1,4 Millionen auf 12,9 Millionen zu und erreichten damit nach Unternehmensangaben bereits 91 Prozent des „Vor-Corona-Niveaus“ vom Sommer 2019. In den Reisemonaten Juli und August erreichten die Buchungen sogar schon 94 Prozent des Sommers 2019.

Kräftig zugelegt haben auch die Durchschnittspreise pro Buchung, die rund 18 Prozent über dem Wert vom Sommer 2019 liegen. Wie TUI ausführt, dürfte das auch mit dazu beitragen, dass die hohe Inflation etwas abgefedert wird.

Winterbuchungen 2022/2023 nähert sich Vor-Pandemie-Niveau

Obwohl die Buchungen für den kommenden Winter „sich noch in einem frühen Stadium befinden“, geht das TUI-Management jetzt bereits davon aus, dass man sich auch hier „dem normalisierten Vor-Pandemie-Niveau annähern wird“.

Aktuell liegen die Buchungen für den Winter 2022/2023 bei 78 Prozent des Winters 2018/2019, dem letzten vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Im November und Dezember liegen die Buchungen dabei bereits bei 81 Prozent. Die kumulierten Durchschnittspreise haben hier sogar um 26 Prozent zugelegt.

Gesamtjahresprognose 2022 bestätigt

Angesichts der im Sommergeschäft erzielten Ergebnisse und der bislang für die kommende Wintersaison eingegangenen Buchungen ist der Vorstand von TUI zuversichtlich, „zu einem signifikant positiven bereinigten EBIT“ zurückkehren zu können. 

Mittelfristig wird ausserdem weiterhin daran gearbeitet, einen erheblichen Anstieg des bereinigten EBIT gegenüber den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2019 zu erzielen. Unter anderem durch ein Umsatzwachstum sowie den Erfolgen aus dem Global Realignment Programm (GRP bzw. Programm zur Globalen Neuausrichtung).

TUI-Aktie gibt weiter deutlich nach

An der Börse reagieren die Anleger äusserst zurückhaltend auf die vorgelegten Zahlen. Viele Marktteilnehmer sorgen sich offenbar, dass eine mögliche Rezession in vielen europäischen Ländern und den USA und die hohen Preissteigerungsraten sich auch auf das Geschäft von TUI negativ niederschlagen werden. 

Entsprechend schwach präsentieren sich heute TUI-Aktien, die aktuell mehr als vier Prozent auf 1,52 Euro verlieren und damit seit Jahresbeginn bereits fast 50 Prozent an Wert verloren haben. Und auch das  bisherige Jahrestief bei 1,41 Euro rückt nach den jüngsten Kursverlusten wieder bedrohlich nahe. 

TUI-Aktie: Chart vom 21.09.2022, Kürzel TUI1 | Online Broker LYNX
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