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Mit grosser Spannung haben die Aktionäre des Stahl- und Industriekonzerns thyssenkrupp auf die heute veröffentlichten Quartalszahlen gewartet, kursierten im Vorfeld doch (von ganz gut bis ganz schlecht) die wildesten Spekulationen über die endgültigen Ergebnisse.

Kurz zusammengefasst für Schnellleser: Im Grund liefen die Geschäfte im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ziemlich gut, Umsatz und Ergebnis konnten kräftig gesteigert werden. Und der deutliche Rückgang beim Nettogewinn lässt sich auch mit (hoffentlich) einmaligen Sondereffekten erklären. Noch besser sieht die Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres aus, hier konnte das EBIT fast verdreifacht werden.

Wer es genauer wissen möchte, für den kommt hier die Langversion:

Umsatz schlägt Erwartungen, operatives Ergebnis legt kräftig zu

Vor allem wegen der weiter gestiegenen Stahlpreise konnte thyssenkrupp auf Gruppenebene den Umsatz von April bis Juni des Geschäftsjahres 2021/22 um 26 Prozent auf 10,95 Milliarden Euro steigern und damit auch die durchschnittlichen Marktschätzungen übertreffen.

Wegen des deutlichen Umsatzzuwachses sowie besserer Margen machte das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) einen Sprung von 63 Prozent auf 953 Millionen Euro. 

Einen Rückgang von 9 Prozent auf 305 Millionen Euro (Vorjahreswert: 334 Millionen Euro) gab es dagegen beim operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), damit ging die EBIT-Marge von 3,8 auf 2,8 Prozent zurück. Hauptgrund für den Rückgang waren vor allem eine Wertberichtigung im dreistelligen Millionenbereich sowie höhere Kapitalkosten.

Der Periodenüberschuss sank um 37 Prozent auf 92 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie fiel um 40 Prozent auf 0,12 Euro.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Umsatzerlöse um 24 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro. Das EBITDA sprang um 151 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, das EBIT um 391 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro und der Periodenüberschuss legte auf 801 Millionen Euro zu (9 Monate 2020/21: -168 Millionen Euro).

Gesamtjahresausblick wird bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand von thyssenkrupp „vor dem Hintergrund der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zugrundeliegenden Annahmen, der weiter erwarteten strukturellen Verbesserung der Geschäfte sowie der aktuell erhöhten Unsicherheiten“ einen deutlich über dem Vorjahr liegenden Umsatz im niedrigen zweistelligen Prozentbereich (Vorjahr: 34 Milliarden Euro) und ein bereinigtes EBIT von mindestens 2,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 796 Millionen Euro).

thyssenkrupp-Aktie legt weiter zu

Positiv werden am Markt die vorgelegten Zahlen aufgenommen, die im MDAX notierte Aktie von thyssenkrupp können knapp zwei Prozent auf 6,02 Euro zulegen. Damit setzen die Papiere den kleinen Kursaufschwung der letzten Wochen fort und bauen das Kursplus auf Monatssicht auf knapp acht Prozent aus.

Das Bild trübt sich allerdings beim Blick auf die mittelfristige Kursentwicklung deutlich ein, denn in den letzten sechs Monaten hat die Aktie rund 35 Prozent an Wert verloren, in den letzten fünf Jahren sogar mehr als 75 Prozent.

Für die Aktionäre bleibt zu hoffen, dass thyssenkrupp mit den jetzt vorgelegten Zahlen die lang ersehnte Trendwende schafft und parallel zur positiven Geschäftsentwicklung der letzten neun Monate auch der Aktienkurs weiter Fahrt aufnehmen kann.

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