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Auf ihrer gestrigen Sitzung hat die EZB nachgezogen und den Leitzins für die Eurozone ebenfalls (wie tags zuvor bereits die Fed für die USA) um 50 Basispunkte angehoben. Während der Zinsschritt in dieser Höhe erwartet wurde, sorgten allerdings die begleitenden Kommentare und Interpretationen für einen kräftigen Kurseinbruch beim DAX. Denn zum einen hat die EZB mittelfristig weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt, zum anderen gab es wohl etliche Mitglieder, die einen grösseren Zinsschritt befürwortet hätten.

Der DAX brach gestern um fast drei Prozent ein und schloss mit 13.986 Punkten auch wieder unter der psychologisch wichtigen 14.000er-Marke. Dass es heute nicht viel ruhiger wird, dafür sorgt der als „Hexensabbat“ bezeichnete Grosse Verfallstag.

Nachdem der DAX heute bereits mit einem kleinen Verlust von 0,1 Prozent bei 13.978 Zählern in den Handelstag gestartet ist, baut er sein Minus im Handelsverlauf um 1,1 Prozent auf 13.828 Punkte aus. 

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

TeamViewer will Sponsoring-Deal mit Manchester United beenden

Zu den wenigen MDAX-Werten, die am frühen Nachmittag im Plus liegen, gehören die Aktien des Fernwartungsspezialisten TeamViewer. Denn das Management von TeamViewer hat heute angekündigt, dass man eine Ausstiegsmöglichkeit aus dem von vielen Aktionären kritisierten teuren Hauptsponsor-Vertrag mit dem Premier League-Club Manchester United gefunden hat.

Demnach wurde zwischen den beiden Parteien eine „für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung“ getroffen, bei der Manchester United die Möglichkeit hat, die Rechte am Haupttrikotsponsoring zurückzukaufen. Sobald Manchester United dann einen neuen Hauptsponsor hat, wird TeamViewer bis zum Ende der Vertragslaufzeit mit einem angepassten Umfang Teil vom Partnernetzwerk bleiben.

Da es im optimalen Fall also vielleicht sogar noch etwas Geld zurückgibt und zukünftig keine zweistelligen Millionenbeträge mehr an den englischen Erstligisten fliessen, greifen die Anleger heute zu und TeamViewer-Aktien klettern um 3,7 Prozent auf 12,56 Euro.

Beiersdorf übernimmt Unternehmen in Belgien

Der Markenartikler Beiersdorf hat die Mehrheit am belgischen Unternehmen S-Biomedic NV übernommen und will damit die jahrelange Zusammenarbeit mit dem auf dem Gebiet der Hautmikrobiom-Forschung spezialisierten Unternehmen noch weiter ausbauen. 

Die im DAX notierten Aktien von Beiersdorf legen 0,4 Prozent auf 106,55 Euro zu und gehören damit zu den wenigen Werten, die es im deutschen Leitindex momentan ins Plus schaffen.

Infineon schlägt neue Aufsichtsratskandidaten vor

Wie der Aufsichtsrat des Münchner Chipherstellers Infineon heute mitteilt, wird sich der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Eder auf der Hauptversammlung im Februar nächsten Jahres nicht mehr zur Neuwahl stellen. Für ihn soll der ehemalige VW-Chef Herbert Diess ins Gremium gewählt und dort zum neuen Vorsitzenden gemacht werden.

Ausserdem wird auch der bisherige Infineon-Aufsichtsrat Hans-Ulrich Holdenried nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren. An seine Stelle könnte dann der frühere Siemens-Mann Klaus Helmrich treten.

Infineon-Aktien verlieren bis zum frühen Nachmittag 2,1 Prozent auf 29,71 Euro.

Südzucker erwartet auch im nächsten Jahr steigende Gewinne

Im kommenden Geschäftsjahr (vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024) soll der Umsatz des Zuckerproduzenten Südzucker über dem für dieses Jahr prognostizierten Umsatz von 9,7 bis 10,1 Milliarden Euro liegen. 

Beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) geht Südzucker sogar von einer Steigerung auf 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro gegenüber dem für das laufende Geschäftsjahr prognostizierten 890 bis 990 Millionen Euro aus. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll im kommenden Jahr zwischen 650 und 850 Millionen Euro liegen (Prognose laufenden Jahr: 530 bis 630 Millionen Euro).

Die Zuversicht kommt bei den Anlegern gut an und Südzucker-Aktien verteuern sich um 5,8 Prozent auf 14,64 Euro.

Südzucker-Aktie: Chart vom 16.12.2022, Kürzel SZU | Online Broker LYNX
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