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Mehr als 1.200 Punkte bzw. 3,7 Prozent legte gestern der Dow Jones bis zum Handelsschluss zu, mit 5,5 Prozent fiel beim breiter gefassten S&P 500 das Plus noch grösser aus. Sogar um 7,3 Prozent verteuerte sich der Technologieindex Nasdaq100, nachdem gestern die US-Inflationsrate für den Oktober mit 7,7 Prozent schwächer als erwartet ausfiel. Die Anleger spekulieren nun darauf, dass die US-Notenbank FED nicht ganz so stark an der Zinsschraube drehen dürfte.

Sehr gute Vorgaben kommen heute auch aus Asien, wo der Hang Seng 7,7 Prozent steigt und der Nikkei-Index immer noch rund drei Prozent über dem Vortagesschlusskurs schliesst.

Auch am deutschen Aktienmarkt brannten die Anleger bereits am gestrigen Nachmittag ein Kursfeuerwerk ab, der deutsche Leitindex DAX ging mit einem Plus von 3,5 Prozent bei 14.146 Punkten aus dem Handel. Und die Stimmung bleibt auch am letzten Handelstag der Woche gut, denn der DAX legt aktuell weitere 0,4 Prozent auf 14.204 Punkte zu.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Salzgitter blickt eher verhalten auf das kommende Jahr

Obwohl der Stahlkonzern Salzgitter in den ersten neun Monaten 2022 bei Umsatz und Ergebnis kräftig zulegen konnte, blickt das Management eher verhalten auf das kommende Geschäftsjahr.

In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres konnte Salzgitter dank der hohen Rohstoffpreise den Aussenumsatz um 40 Prozent auf 9,76 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte um 61 Prozent auf 1,396 Milliarden Euro zu, der Gewinn nach Steuern konnte sogar um 102 Prozent auf 945 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Damit verbesserte sich die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) auf 22,9 Prozent (9M/2021: 20 Prozent).

Für das Gesamtjahr erwartet Salzgitter unverändert einen Konzernumsatz von 13 Milliarden Euro, ein EBITDA von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro und ein über dem Vorjahr liegenden ROCE.

Vorsichtiger wird Salzgitter allerdings beim Blick auf das kommende Geschäftsjahr und deshalb fällt nach Auskunft des CFO Burkhard Becker „infolge der zahlreichen Unsicherheiten ein erster Blick in das neue Geschäftsjahr verhalten, jedoch nicht pessimistisch aus“.

Die im SDAX notierten Aktien von Salzgitter, die gestern drei Prozent auf 26,12 Euro zulegen konnte, starten mit einem kräftigen Plus von 3,7 Prozent bei 27,10 Euro in den letzten Handelstag der Woche.

Salzgitter-Aktie: Chart vom 11.11.2022, Kürzel SZG | Online Broker LYNX

GFT Technologies hebt nach Zahlen die Jahresprognose an

Sehr dynamisch verlief das Wachstum im laufenden Geschäftsjahr beim IT-Dienstleister GFT Technologies. In den ersten drei Quartalen konnte der Umsatz um 34 Prozent auf 542 Millionen Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg in diesem Zeitraum um 65 Prozent auf 47,6 Millionen Euro, das Konzernergebnis lag mit 33,8 Millionen Euro 60 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vor allem die hohe Nachfrage nach Digitalisierungslösungen blieben bei GFT weiterhin die Wachstumstreiber. Aufgrund der guten Positionierung und den bislang erreichten Ergebnissen bestätigt GFT die bereits am 20. Oktober bestätigte Umsatz-  und leicht nach oben angepasste Ergebnisprognose: Der Umsatz soll demnach 2022 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 730 Millionen Euro zulegen, das Ergebnis vor Steuern auf 66 Millionen Euro steigen (vorherige Prognose: 60 Millionen Euro).

Bereits gestern konnten die im SDAX notierten Aktien von GFT Technologies als einer der stärksten SDAX-Werte zehn Prozent auf 37,35 Euro zulegen. Heute nehmen Anleger kleine Gewinne mit und die Papiere starten mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 36,85 Euro in den Handel.

Daimler Truck präsentiert gute Quartalszahlen

Gut liefen die Geschäfte auch beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck. Von Juli bis September 2022 konnte der Konzern den Umsatz um fast 50 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte sogar um 159 Prozent auf 1,237 Milliarden Euro zu. Das bereinigte EBIT für das Industriegeschäft verbesserte sich um 158 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. 

Angesichts der bislang erreichten Ergebnisse in den ersten drei Quartalen rechnet der Vorstand von Daimler Truck für das Gesamtjahr unverändert mit einem Konzernumsatz von 50 bis 52 Milliarden Euro sowie einer bereinigten Umsatzrendite von 7 bis 9 Prozent.

Die im deutschen Leitindex DAX notierten Aktien von Daimler Truck geben aktuell 0,3 Prozent auf 28,61 Euro nach.

Stabilus erzielt neuen Rekordumsatz 

In allen Sparten lief es beim Gasfederhersteller Stabilus im Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2021/2022 besser als erwartet. Deshalb konnte Stabilus den Konzernumsatz um 14 Prozent auf 1,116 Milliarden Euro steigern und damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von einer Milliarde übertreffen. 

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 156,2 Millionen Euro 15,7 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahr, die bereinigte EBIT-Marge ging aber aufgrund des noch stärkeren Umsatzzuwachses leicht auf 14,0 Prozent zurück (Vorjahr: 14,4 Prozent).

Mit dem erreichten Ergebnis übertrifft Stabilus die Analystenschätzungen und stellt für das nächste Jahr einen Umsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 13 bis 14 Prozent in Aussicht.

Die im MDAX notierten Aktien von Stabilus verlieren momentan leicht um 0,4 Prozent auf 60,80 Euro.

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