Ziemlich starke Nerven brauchten die Aktionäre des norwegischen Wasserstoffspezialisten Nel ASA in den letzten Monaten. Nachdem die Aktien Anfang letzten Jahres noch zu Kursen deutlich über 3 Euro den Besitzer wechselten (Jahreshoch 2021: 3,40 Euro), ging es danach kräftig abwärts und am Jahresende schlossen die Papiere mit 1,51 Euro rund 55 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Und auch in den ersten vier Wochen des neuen Börsenjahres konnten sich Nel-Aktien von den starken Kursrückgängen des Vorjahres nicht erholen, sondern gaben weitere bis zu 30 Prozent nach. Auffällig dabei, dass es seit Jahresbeginn kaum noch Nachrichten aus dem Unternehmen gab, die den Sinkflug der Aktien hätten stoppen können.

Hoffnung auf mittelfristig wieder höhere Notierungen machen jetzt aber wieder einige neue Aufträge für sogenannte PEM-Elektrolyseure, die Nel ASA Anfang dieser Woche bekannt geben konnte. Das gesamte Auftragsvolumen liegt Unternehmensangaben zufolge im Bereich von rund fünf Millionen Euro.

Nel ASA-Aktien können wieder etwas zulegen

Auch wenn das Auftragsvolumen eher überschaubar ausfällt, die Anleger schöpfen neue Hoffnung auf bessere Zeiten und spekulieren auf mittelfristig wieder höhere Kurse.

Allerdings bleibt die Bewertung von Nel ASA auch auf dem aktuellen Kursniveau mit immer noch rund 1,8 Milliarden Euro weiterhin sehr ambitioniert und muss von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung erst einmal bestätigt werden. Aktuell liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis auf Basis der erwarteten Umsätze für das laufende Jahr (ca. 1.165 Millionen NOK) bei rund 15. Zudem weist Nel ASA weiterhin hohe Verluste aus (Nettoverlust im 3. Quartal 2021: minus 61 Millionen USD).

Unterstützung kommt dagegen von charttechnischer Seite, wo viele Experten aktuell auf eine mögliche Bodenbildung hinweisen. Aber auch hier braucht es noch einige Zeit, bis diese tatsächlich bestätigt wird.

Zurückhaltend zeigten sich zuletzt auch viele Analysten, u.a. erst Mitte letzter Woche die Experten der US-Grossbank JPMorgan. Nach deren Meinung könnte vor allem eine “niedrige Auslastung in der Branche die Margen der Wasserstoffhersteller aus Strom belasten”. Deshalb bleibt Nel ASA für JPMorgan vorerst auf “Underweight”, das Kursziel senken die Analysten von 13 auf 10 norwegische Kronen.

An der Frankfurter Börse können die Aktien von Nel ASA heute rund zwei Prozent auf 1,2375 Euro zulegen und sich damit zumindest noch ein Stück weiter von ihrem erst letzte Woche Freitag erreichten Jahrestief bei 1,0510 Euro entfernen.

Nel ASA-Aktie: Chart vom 01.02.2022
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