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Nach der starken Aufwärtsbewegung der letzten Wochen – der DAX hat in den letzten knapp fünf Wochen immerhin mehr als 1.000 Punkte zugelegt – legen die Anleger heute eine Verschnaufpause ein und verschaffen sich einen Überblick über die aktuelle Situation. Zumal morgen mit den US-Verbraucherpreisen neue Inflationsdaten auf dem Programm stehen, die inzwischen eine wichtige (wenn nicht sogar die wichtigste) Komponente für die Ausrichtung der zukünftigen Zinspolitik der US-Notenbank Fed sind.

Der deutsche Leitindex DAX ist heute mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent in den Handelstag gestartet, das er aber im weiteren Verlauf sukzessive ausgebaut hat. Am späten Nachmittag liegt der DAX mit rund einem Prozent im Minus bei 13.555 Punkten.

Abwartend präsentieren sich zum Handelsstart auch die US-Börsen: Der Dow Jones gibt 0,1 Prozent auf 32.796 Punkte nach, der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,3 Prozent auf 4.127 Punkte und an der Technologiebörse startet der Nasdaq100 mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 13.035 Punkten in den Handel.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Munich Re übertrifft Gewinnerwartungen

Quartalszahlen hat heute der weltweit grösste Rückversicherer Munich Re vorgelegt: Zwar ging der Gewinn nach Steuern um rund 30 Prozent auf 768 Millionen Euro zurück, lag damit aber immer noch deutlich über den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 719 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie lag mit 5,50 Euro ebenfalls deutlich über der Konsensschätzung von 5,18 Euro.

Trotz zahlreicher Grossschäden bestätigt Munich Re für das laufende Geschäftsjahr die Prognose für den Nettogewinn mit 3,3 Milliarden Euro. 

Die im DAX gelistete Aktie der Munich Re legt aktuell 1,1 Prozent auf 231 Euro zu und sind damit momentan auch der stärkste Indexwert.

Munich Re-Aktie: Chart vom 09.08.2022, Kürzel MUV2 | Online Broker LYNX

Sartorius kauft in Grossbritannien zu

Der Laborausrüster Sartorius übernimmt über seine französische Tochtergesellschaft Sartorius Stedim Biotech vollständig das britischen Biotech-Unternehmen Albumedix für den Preis von 415 Millionen britische Pfund.

Albumedix ist ein Spezialist für Lösungen auf Basis rekombinanten Albumins, das ein wichtiger Baustein zur Herstellung von Biopharmazeutika wie Zelltherapien, Impfstoffen oder Virustherapien ist. Der Umsatzbeitrag für das laufende Jahr soll bei ca. 33 Millionen Euro liegen, die EBITDA-Marge zweistellig ausfallen.

Die Anleger stören sich heute offenbar am Verhältnis von Kaufpreis zu Jahresumsatz und die Sartorius-Aktie gibt um 1,3 Prozent auf 416,40 Euro nach.

Gerresheimer investiert kräftig in US-Produktionskapazitäten

Der Verpackungsspezialist Gerresheimer will bis zu 94 Millionen US-Dollar in den Ausbau seiner Produktions- und Lieferkapazitäten am Standort Morganton (North Carolina) für sogenannte Typ-1-Fläschchen investieren. Die Fläschchen werden beispielsweise für Impfkampagnen gegen COVID-19 benötigt. Durch die erhöhte Kapazität soll schneller auf Krisensituationen reagiert werden können, weshalb sich auch die US-Regierung an den Kosten für die Expansion beteiligt.

Die Gerresheimer-Aktie kann heute ein halbes Prozent auf 61,25 Euro zulegen.

Wacker Neuson: Profitabilität leidet unter den stark gestiegenen Kosten

Der Baumaschinenproduzent Wacker Neuson konnte im ersten Halbjahr des laufenden Jahres den Umsatz um 15,5 Prozent auf den neuen Halbjahresrekord von 1,07 Milliarden Euro steigern. Wechselkursbereinigt lag der Anstieg immer noch bei 13,2 Prozent.

Allerdings ächzt der Konzern unter den hohen Kosten für Material, Energie und Transporte sowie der anhaltend schwierigen Lieferkettensituation, weshalb das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 12,6 Prozent auf 87,5 Millionen Euro zurückging. Die EBIT-Marge verschlechterte sich damit auf 8,2 Prozent (1.HJ/2021: 100,1 Millionen Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand unverändert einen Umsatz von 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro. Die Prognose für die EBIT-Marge wird angesichts der Lieferkettensituation sowie des hohen Preisdrucks leicht auf 9,0 bis 10,0 Prozent angepasst (bislang: 9,0 bis 10,5 Prozent).

Angesichts des vorsichtigeren Ausblicks gibt die Wacker Neuson-Aktien heute deutlich um 4,7 Prozent auf 18,51 Euro nach.

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