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Nachdem der deutsche Leitindex DAX in der letzten Handelswoche um 5,6 Prozent zulegen konnte, hält die Kauflaune der Anleger auch zum Start in die neue Handelswoche an. Vor allem die niedriger als erwartet ausgefallene Preissteigerung in den USA sorgt bei zinssensiblen Werten für steigende Kurse, da viele Anleger auf weniger grosse Zinsschritte durch die US-Notenbank FED spekulieren. Ob der nachlassende Inflationsdruck auch tatsächlich nachhaltig ist, muss der für morgen erwartete US-Erzeugerpreisindex für den Monat Oktober zeigen.

Der DAX startet heute ein halbes Prozent höher mit 14.295 Punkten in den Handel. Im weiteren Handelsverlauf gibt er aber einen Teil seiner Gewinne wieder ab und liegt am frühen Nachmittag mit 14.260 Punkten noch 0,3 Prozent im Plus.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

MorphoSys verfehlt Studienziel bei Alzheimer-Forschung

Schlechte Nachrichten kommen heute zum Handelsstart vom Biotech-Unternehmen MorphoSys und dessen Partner, dem Pharmakonzern Roche.

Gemeinsam forschen beide Unternehmen an einem Medikament zur Behandlung von Alzheimer und teilen in diesem Zusammenhang heute mit, dass beim aktuell durchgeführten Phase-3-Programm zum Einsatz des Medikamentenkandidaten „Gantenerumab“ zur Behandlung von frühen Alzheimer-Erkrankungen die Studie nicht ihren primären Endpunkt erreicht hat und eine Verlangsamung des klinischen Krankheitsverlaufs deshalb auch nicht erreicht werden konnte. Entsprechend enttäuscht äusserte sich in einer ersten Stellungnahme auch der Vorstandsvorsitzende von MorphoSys, Dr. Jean-Paul Kress.

Enttäuscht reagieren heute auch die Anleger und MorpoSys-Aktien brechen zum Start in die neue Handelswoche um aktuelle 28 Prozent auf 15,05 Euro ein.

Die an der Schweizer Börse notierten Roche-Aktien geben 4,0 Prozent auf 312,75 CHF nah.

MorphoSys-Aktie: Chart vom 14.11.2022, Kürzel MOR | Online Broker LYNX

Vantage Towers steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr

Gut liefen die Geschäfte im ersten Halbjahr beim Funkmasten-Betreiber Vantage Towers. Ohne Berücksichtigung von Durchleitungsmassnahmen konnte der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 um sechs Prozent auf 523,6 Millionen Euro gesteigert werden. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 443,8 Millionen Euro knapp vier Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert, die EBITDA-Marge ging leicht auf 83,2 Prozent zurück (Vorjahresperiode: 85,6 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2023 bestätigt der mehrheitlich zu Vodafone gehörenden Konzern seine Prognose und peilt eine Umsatzsteigerung (ohne Durchleitungskosten) von drei bis fünf Prozent an.

Aktien von Vantage Towers legen zum Wochenstart 0,3 Prozent auf 32,70 Euro zu.

Energiekontor: Übergewinnsteuer könnte Jahresprognose gefährden

Die Einführung einer – in letzter Zeit zunehmend kontrovers diskutierter – Übergewinnsteuer könnte die Jahresprognose des Wind- und Solaranlagenbetreibers Energiekontor gefährden. Bislang geht das Management des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr von einer Steigerung beim Vorsteuerergebnis von 10 bis 20 Prozent aus. Zwar erscheine das nach wie vor möglich, allerdings hätten sich „die Risiken und Unsicherheiten rund um die Zielerreichung“, vor allem wegen der von der Bundesregierung geplanten Übergewinnsteuer, erhöht.

Die im SDAX notierten Aktien von Energiekontor starten heute mit 90,20 Euro 2,4 Prozent höher in die neue Handelswoche.

HHLA behauptet sich in herausforderndem Umfeld

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Hafenbetreiber Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) den Konzernumsatz um 8,7 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro steigern und sich damit „trotz anhaltender Störungen in den globalen Lieferketten“ behaupten. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ging dagegen in den ersten drei Quartalen leicht um 1,2 Prozent auf 160,1 Millionen Euro zurück. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter lag das Ergebnis mit 69,8 Millionen Euro rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Deutlich schlechter fiel allerdings die Entwicklung im dritten Quartal aus: Der Umsatz konnte von Juli bis September zwar noch um 5,9 Prozent auf 383,9 Millionen Euro gesteigert werden, das EBIT lag allerdings mit 53,6 Millionen Euro 20,6 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter ging mit 22,9 Millionen Euro sogar um 40 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode zurück. 

HHLA-Aktien starten heute mit einem kleinen Minus von 0,6 Prozent bei 12,36 Euro in die neue Handelswoche.

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