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Wichtige Nachrichten kamen gestern von der Facebook-Muttergesellschaft Meta Platforms

Der Konzern teilte mit, dass die aktuelle Chief Operating Officer (COO) Sheryl Sandberg den Konzern auf eigenen Wunsch hin gern verlassen möchte. Sandberg, die seit nunmehr 14 Jahren den Konzern operativ führt und die rechte Hand von Gründer Mark Zuckerberg war, will Meta aber weiterhin verbunden bleiben, indem sie auch zukünftig als Mitglied des Verwaltungsrates tätig sein wird.

Sie selbst begründet den Schritt in einem Statement auf Facebook damit, dass sie mehr als Philanthropin tätig sein und sich in dieser Rolle ihren Wohltätigkeits-Aktivitäten widmen möchte. Aber auch politische Ambitionen wurden ihr immer wieder nachgesagt.

Sheryl Sandberg hat sich bei Facebook vor allem um das Wachstum und die Monetarisierung der immensen Reichweite verdient gemacht. So wurde unter ihrer Ägide vor allem die zielgruppenspezifische Werbeeinblendung eingeführt, Basis des finanziellen Erfolges von Facebook mit zuletzt rund 117 Milliarden US-Dollar Umsatz und knapp 40 Milliarden US-Dollar Jahresüberschuss.

Wer auf Sheryl Sandberg als neuer COO folgen soll, ist bislang noch nicht bekannt. Am wahrscheinlichsten dürfte die Nominierung von Javier Olivan sein, der seit 2007 bei Facebook arbeitet, zuletzt als Chief Growth Officer und Vice President des Konzerns.

Der Rücktritt von Sandberg dürfte für Meta zur Unzeit kommen, denn der Konzern hat aktuell zahlreiche Baustellen.  Operativ die grösste dürfte momentan das Thema „Apple“ und „Datenschutz“ sein. Denn Apple verschärft seine Massnahmen zum Datenschutz auf seinen Geräten, was es für Facebook schwerer macht, auf iPhone, iPad & Co Daten von Nutzern abzugreifen und so zielgruppenspezifisch zu werben.

Darüber hinaus kommt Meta beim gross angekündigten Schritt ins Metaverse (deshalb auch die Umbenennung des Konzerns) nicht wirklich voran bzw. kommt davon (noch?) nicht viel in der Öffentlichkeit an. 

Und schlussendlich wächst die Konkurrenz für die eigenen Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp durch Konkurrenten wie Telegram und TikTok weiter, was sich auch auf die Nutzeraktivität und damit die Werbeerlöse spürbar auswirken dürfte. Einen kleinen Vorgeschmack darauf lieferte hier bereits der Anfang Februar veröffentlichte Quartalsbericht, als erstmals in der Unternehmensgeschichte die Zahl der aktiven Nutzer zurückging und die Gewinnziele verfehlt wurden. Damals brachen die Aktien um rund 25 Prozent ein, an einem einzigen Tag wurden damals rund 250 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet.

Man darf also gespannt sein, wie sich Meta Platforms ohne Sheryl Sandberg weiterentwickeln wird. Die Anleger jedenfalls warten begierig auf gute Nachrichten, die Meta-Aktien neuen Schwung verleihen können. Denn die bisherige Jahresperformance kann ohne Übertreibung als unterdurchschnittlich eingestuft werden, seit Jahresbeginn haben die Papiere bereits 44 Prozent an Wert verloren und sich damit erheblich schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt.

Nach der Meldung über den Rücktritt von Sheryl Sandberg schlossen Aktien von Meta Platforms gestern an der US-Börse 2,6 Prozent schwächer bei 188,64 US-Dollar und starten heute mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent bei 189,67 US-Dollar in den Handel.

Meta Platforms Aktie - Chart vom 02.06.2022
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