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Trotz der schwachen Vorgaben aus den USA – der Dow Jones schloss gestern 0,8 Prozent tiefer bei 33.044 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,8 Prozent auf 3.898 Zähler – konnte der DAX heute bereits mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 14.986 Punkten in den Handel starten.

Unterstützt von vorbörslich höheren Notierungen der wichtigsten US-Indizes sowie den etwas besser als erwartet ausgefallenen deutschen Erzeugerpreisen im Dezember schafft der DAX mit seinem bisherigen Tageshoch von exakt 15.000 Punkten auch kurz den Sprung zurück über diese wichtige Marke. Danach nehmen einige Marktteilnehmer allerdings wieder Gewinne mit und am frühen Nachmittag liegt der DAX mit 14.964 Punkten noch 0,3 Prozent im Plus.

Von Unternehmensseite sorgen heute u. a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Linde: Grösster Einzelwert verlässt den DAX

Jetzt ist es offiziell: Nachdem die Aktionäre einem Delisting zugestimmt haben, werden die Aktien des Industriegaskonzerns Linde am 27. Februar 2023 aus dem DAX ausscheiden. 

Damit verliert der deutsche Leitindex seinen grössten Einzelwert, denn Linde liegt mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 150 Milliarden Euro deutlich vor der zweitplatzierten SAP (ca. 125 Milliarden Euro) und vor Siemens (ca. 112 Milliarden Euro).

Linde-Aktien legen momentan leicht um 0,2 Prozent auf 298,90 Euro zu.

Linde-Aktie: Chart vom 20.01.2023, Kürzel LIN | Online Broker LYNX

Alphabet kündigt massiven Stellenabbau an

Meta Platforms hat damit angefangen, Amazon und Microsoft haben bereits nachgezogen und nun kündigt auch noch die Google-Muttergesellschaft Alphabet einen massiven Stellenabbau an.

Bis zu 12.000 Stellen will Alphabet weltweit abbauen, wie nach Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg Alphabet-Chef Sundar Pichai den Google-Beschäftigten per E-Mail mitgeteilt haben soll. Alphabet selbst hat bislang keine Stellungnahme zu den Berichten abgegeben.

Alphabet-Aktien, die gestern an der US-Börse mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 93,05 US-Dollar aus dem Handel gingen, legen vorbörslich 3,5 Prozent auf 96,29 US-Dollar zu.

BB Biotech meldet Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr

Da das Ergebnis einer Investmentgesellschaft die Aktienkursentwicklung der Unternehmen, die sich im Portfolio befinden, reflektiert, litt die Schweizer Biotech-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech im vergangenen Jahr unter den gesunkenen Börsennotierungen. 

Wie BB Biotech heute mitteilt, wurde im Geschäftsjahr 2022 auf Basis noch nicht geprüfter konsolidierter Zahlen ein Nettoverlust von 358 Millionen CHF erzielt, nachdem der Vorjahresverlust noch bei 405 Millionen CHF lag.

Trotzdem will der Verwaltungsrat der Gesellschaft auf der am 23. März 2023 stattfindenden Generalversammlung eine „im Einklang mit der 2013 eingeführten Ausschüttungspolitik stehende“ reguläre Dividende in Höhe von 2,85 CHF pro Aktie vorschlagen.

Im deutschen Xetra-Handel verlieren die Aktien von BB Biotech aktuell 0,5 Prozent auf 59,40 Euro.

Netflix überrascht mit Quartalszahlen und Vorstandspersonalie

Positiv überrascht hat gestern nachbörslich der US-Streaming-Anbieter Netflix mit seinen Quartalszahlen und einer Meldung zur Konzernspitze.

Im Schlussquartal des letzten Geschäftsjahres konnte Netflix dank Serienhits wie „Wednesday“ oder der Doku „Harry & Meghan“ 7,66 Millionen neue Kunden gewinnen und damit die Zahl der Gesamtnutzer auf über 230 Millionen steigern. Marktbeobachter hatten dabei lediglich mit einem Zuwachs von max. 4,5 Millionen gerechnet.

Das schlägt sich auch in der Bilanz des Konzerns nieder: Der Umsatz legte im vierten Quartal um zwei Prozent auf 7,9 Milliarden US-Dollar zu. Der Nettogewinn ging jedoch aufgrund von Währungseffekten auf nur noch 55 Millionen US-Dollar zurück (Vorjahresquartal: 607 Millionen US-Dollar). 

Allerdings bleibt Netflix weiter zuversichtlich und will den Umsatz im laufenden Quartal auf 8,2 Milliarden US-Dollar steigern, den Gewinn sogar auf 1,3 Milliarden US-Dollar.

Ausserdem wird es einen Wechsel an der Konzernspitze geben, denn der bisherige CEO und Firmengründer Reed Hastings wird die Führung an Ted Sarandos und Greg Peters abgeben. Hastings bleibt Netflix aber als Verwaltungsratsvorsitzender erhalten.

Bei den Anlegern kommt das sehr gut an: Netflix-Aktien, die gestern an der US-Technologiebörse noch 3,2 Prozent auf 315,78 US-Dollar verloren haben, legen vorbörslich knapp sechs Prozent auf 335,60 US-Dollar zu.

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