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Nach der beeindruckenden Kursrallye von Anfang 2021 bis Mitte April 2022, als die im MDAX notierten Papiere des Salz- und Düngemittelherstellers K+S AG aufgrund der in die Höhe geschossenen Rohstoffpreise innerhalb von 16 Monaten von 7,85 Euro bis in der Spitze auf 36,45 Euro (19. April 2022) um gut 360 Prozent zulegen konnten, gingen die Aktien danach kräftig in den Korrekturmodus. 

Vom Jahreshoch 2022 haben Aktien von K+S seitdem 56 Prozent verloren und dabei erst Mitte letzter Woche bei 14,35 Euro ein neues Jahrestief markiert. Das ging einher mit den starken Preisrückgängen bei Kalidünger, weshalb der Konzern letzte Woche auch seine Gesamtjahresprognose nach unten korrigieren musste.

K+S wird wegen Preisrückgängen
noch vorsichtiger

Mitte letzter Woche gab die K+S AG per Ad-hoc-Nachricht bekannt, dass Preisunsicherheiten bei chinesischen Kaliumchloridpreisen und die Preisentwicklung auf dem wichtigen brasilianischen Markt das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belasten könnten.

Gibt es keine Preiserholung im zweiten Halbjahr, dann wird mit einem operativen Ergebnis von 800 Millionen Euro gerechnet. Noch im März lag die (damals schon gesenkte) Prognose bei 1,15 bis 1,35 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im letzten Geschäftsjahr wurde noch ein Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro erzielt.

Diese Analysten bleiben bei
ihrer Kaufempfehlung

Mit Blick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung trotzdem weiterhin zuversichtlich haben sich in dieser Woche viele Analysten, die die Aktien von K+S regelmässig covern, geäussert und ihren bislang positiven Ausblick weitestgehend beibehalten.

Vorgestern hat Analyst Chetan Udeshi von der US-Grossbank JPMorgan seine Einstufung für K+S im Rahmen einer Branchenstudie mit „Overweight“ bestätigt. Zwar sind seiner Meinung nach „die europäischen Chemiekonzerne auch im zweiten Quartal mit einer schwierigen Nachfragesituation konfrontiert“. Aber inzwischen hält er „die Bewertung der zyklischen Chemieaktien im historischen Vergleich mittlerweile für günstig“.

Ebenfalls letzten Dienstag hat sich Oliver Schwarz vom Analysehaus Warburg Research zu Wort gemeldet und ist der Meinung, dass „die stark gesunkenen Kalipreise im Verlauf dieses Jahres einen Boden finden dürften“. Er bestätigt K+S weiterhin mit „Buy“, senkt sein Kursziel aufgrund der Gewinnwarnung allerdings von 24 Euro auf 17 Euro.

Erst heute hat Analyst Charlie Bentley von Jefferies neu auf die Ausgangslage von K+S geschaut und stellt dabei fest, dass „in den vergangenen drei Monaten die Erwartungen für die operativen Ergebnisse (EBIT) der Düngerhersteller im kommenden Jahr stärker gesunken seien, als für die Agrarchemie-Unternehmen insgesamt“. Zudem spiegele seiner Meinung „auch die Entwicklung der Aktien in diesem Zeitraum verschlechterte Geschäftsaussichten wider, wobei sie zuletzt wegen etwas gestiegener Rohstoffpreise die Kurve bekommen hätten“. Sein Favorit innerhalb des Sektors sind die Düngerhersteller, weshalb er seine Einstufung für K+S auch auf „Buy“ belässt, das Kursziel allerdings von 27 Euro auf 25 Euro senkt.

K+S entfernen sich weiter vom Jahrestief

Die aktuellen Analysenstudien zeigen Wirkungen, denn die im MDAX notierten Aktien können heute 2,4 Prozent auf 16,11 Euro zulegen und entfernen sich damit weiter von ihrem erst letzte Woche erreichten Jahrestief. Beim aktuellen Kurs traut Warburg Research den Papieren mittelfristig ein weiteres Kurspotenzial von rund sechs Prozent zu, Jefferies sogar von rund 56 Prozent.

K+S AG Aktie: Chart vom 22.06.2023, Kurs: 16,11 EUR, Kürzel: SDF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
K+S AG Aktie: Chart vom 22.06.2023, Kurs: 16,11 EUR, Kürzel: SDF | Quelle: TWS
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