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Spannende Nachrichten kamen Anfang dieser Woche vom Wiener IT-Spezialisten Kontron AG, der unter der bekannten Marke S&T als IT-Systemhaus in Zentral- und Osteuropa einer der führenden Anbieter von IT-Dienstleistungen wie IT-Security, IT-Consulting oder Rechenzentrumsleistungen ist.

Kontron übernimmt Geschäftsbereich von der Kapsch AG

Wie die Kontron AG ihren Aktionären mitteilt, soll von der ebenfalls in Wien ansässigen Kapsch AG deren spanischer Geschäftsbereich für den öffentlichen Verkehr, der in der Konzerngesellschaft „Arce Mobility Solutions“ gebündelt ist, übernommen werden. 

Die Kapsch AG – ein weltweit anerkannter Spezialist für Verkehrslösungen – zählt den Geschäftsbereich nicht zu ihrem Kerngeschäftsfeld und trennt sich deshalb davon. In der Arce Mobility Solutions sind Aktivitäten im Bereich öffentlicher Verkehr, wie z.B. Fahrkartenautomaten und Zugangskontrollen in Spanien, enthalten. Im zuletzt abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/2022 konnte mit 115 Mitarbeiter ein Umsatz von 11,2 Millionen Euro erzielt werden.

Zum vereinbarten Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben, allerdings entspricht dieser nach Angaben von Kontron „den Erwartungen des Managements“.

Kontron verspricht sich vom Zukauf eine „komplementäre Erweiterung des Kontron-Produktportfolios“ und damit auch die Chance, das bereits bestehende Geschäft der Kontron Transportation Gruppe im Bereich öffentlicher Verkehr weiter auszubauen.

Bringt der Zukauf neuen Schwung in die Kontron-Aktie?

Die Anleger dürften sich vom Zukauf neuen Schwung für die im TecDAX und SDAX notierten Kontron-Aktien versprechen. Zwar haben die Papiere seit Jahresbeginn mit vier Prozent nur moderat an Wert verloren, allerdings anders als viele Technologiewerte im zurückliegenden Jahr auch nicht wirklich von der Rallye bei Technologiewerten profitiert. Blickt man auf die Performance der letzten 12 Monate, dann steht hier ein recht deutlicher Kursverlust von mehr als zwanzig Prozent. Und selbst auf Sicht von fünf Jahren liegen die Aktien noch mit rund zehn Prozent im Minus.

Dabei laufen die Geschäfte von Kontron weiterhin gut, wie auch die Anfang August vorgelegten Halbjahreszahlen zeigen. Von Januar bis Juni 2022 konnte der Konzernumsatz um rund zehn Prozent auf 660 Millionen Euro und der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um sieben Prozent auf 63 Millionen Euro gesteigert werden. Und auch der Auftragsbestand lag im ersten Halbjahr 2022 mit 838 Millionen Euro rund 25 Prozent über dem Vorjahr.

Und auch auf das laufende Geschäftsjahr blickt der Kontron-Vorstand weiterhin zuversichtlich und rechnet mit einem Anstieg des Umsatzes aus fortgeführten Geschäften auf 1,12 Milliarden Euro und einer EBITDA-Marge von über zehn Prozent. Zudem dürfte der geplante Verkauf des IT-Servicegeschäfts als Sondereffekt weitere rund 380 Millionen Euro in die Kassen spülen.

Kontron-Aktien, die gestern 2,5 Prozent tiefer bei 15,00 aus dem Handel gingen, kommen trotz all der Nachrichten rund um das Unternehmen weiterhin nicht wirklich vom Fleck und legen heute nur leicht um 0,8 Prozent auf 15,12 Euro zu. Damit bleibt auch der von vielen erhoffte „neue Schwung“ vorerst weiter aus.

Kontron-Aktie: Chart vom 31.08.2022, Kürzel KTN | Online Broker LYNX
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