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Der Stahlhändler Klöckner will seine Präsenz und die Geschäfte in Nordamerika kräftig ausbauen und plant deshalb, in Mexiko den Werkstoffanbieter National Material of Mexico (NMM) zu übernehmen.

Obwohl der geplante Zukauf im Verhältnis zum letzten Umsatz von NMM eine recht kostspielige Angelegenheit ist, scheinen die Anleger den Schritt als sinnvoll einzustufen, denn Klöckner-Aktien können in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt heute zulegen.

Übernahme soll Marktposition in Nordamerika stärken

Der Zukauf von NMM soll über die US-Tochtergesellschaft Kloeckner Metals Corporation (KMC) erfolgen. Damit will KMC „seine Präsenz in Mexiko deutlich erhöhen und seine Position dort stärken, wo die bedeutendsten Automobil- und Industriekunden ansässig sind“.

Als Kaufsumme wurden 340 Millionen US-Dollar  auf einer barmittel- und schuldenfreien Basis vereinbart. Klöckner will den Zukauf mit bestehender Liquidität finanzieren. Zudem wurde durch die Ausweitung der Kreditfazilitäten auf 650 Millionen US-Dollar der finanzielle Spielraum in den USA erweitert.

Das 1999 gegründete NMM ist nach Angaben von Klöckner ein „führendes unabhängiges Service-Center-Unternehmen sowie Anbieter von Werkstoffen für die Automobilindustrie und andere industrielle Endkunden“. NMM ist an insgesamt zehn Standorten in ganz Mexiko tätig und hat im Geschäftsjahr 2021 mit rund 500 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 610 Millionen US-Dollar erzielt.

Der bezogen auf das Umsatzmultiple nicht unbedingt günstigen Zukauf von NMM ist nach Angaben von Klöckner für KMC „eine hervorragende strategische Ergänzung und wird dem Unternehmen zukünftig eine Wachstumsplattform im Markt bieten“. Vor allem, da „alle bedeutenden Automobilkonzerne der Welt in dem Land produzieren“ und es erwartet wird, dass „die Zahl der dort hergestellten Fahrzeuge in Zukunft erheblich steigen wird“.

Klöckner selbst bezeichnet die Akquisition, die noch unter dem Vorbehalt der notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen steht, mit einem Enterprise-Value-Multiple von rund 6,7 auf Basis des für 2022 erwarteten EBITDA als eine „hochattraktive und unmittelbar wertsteigernde Erweiterung der Aktivitäten von Klöckner & Co.“.

Klöckner-Aktien legen zu

Das bewerten heute offenbar auch die Anleger so, denn die im SDAX notierten Aktien können heute in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt zumindest ein halbes Prozent auf 8,72 Euro zulegen.

Seit Jahresbeginn liegen Klöckner-Aktien allerdings immer noch mit rund 18 Prozent im Minus.

Klöckner-Aktie: Chart vom 20.12.2022, Kürzel KCO | Online Broker LYNX
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