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Nachdem bereits Mitte letzter Woche die US-Inflationsrate für den Oktober mit 7,7 Prozent schwächer als erwartet ausfiel, lag heute der Erzeugerpreisindex für den Oktober mit 8,0 Prozent ebenfalls unter der Prognose von 8,3 Prozent und unter dem Vormonatswert von 8,4 Prozent. Damit nimmt der Preisdruck nun auch auf Erzeugerseite weiter ab, was an der Börse positiv bewertet wird.

Der deutsche Leitindex DAX, der am Vormittag mit einem Tagestief von 14.268 Punkten im roten Bereich notierte, springt nach Veröffentlichung der Zahlen bis auf 14.437 Punkte. Zwar kann der DAX das Niveau nicht ganz verteidigen, liegt aber am späten Nachmittag immer noch mit 0,4 Prozent im Plus bei 14.370 Punkten.

Mit kräftigen Gewinnen starten heute auch die US-Börsen in den Handel: Der Dow Jones legt zum Handelsstart rund ein Prozent auf 33.890 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 sogar 1,7 Prozent auf 4.022 Punkte und der Technologieindex Nasdaq100 startet 2,6 Prozent höher mit 12.006 Zählern.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Infineon hebt Langfristziele an

Bereits gestern hat der Münchner Chiphersteller Infineon seine Ziele für das Geschäftsjahr 2022/2023 angehoben. Der Umsatz soll mehr als zehn Prozent gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr zulegen (bisherige Prognose: neun Prozent). Die Segmentergebnismarge soll sich im aktuell laufenden Geschäftsjahr ebenfalls besser als bislang erwartet entwickeln und zukünftig im Bereich von ca. 25 Prozent liegen.

Infineon-Aktien reagierten auf die Nachricht am gestrigen Handelstag mit einem Kurssprung von 7,8 Prozent auf 31,50 Euro und legen heute weiter um aktuell 3,5 Prozent auf 32,61 Euro zu.

United Internet plant offenbar Börsengang von Ionos

Der Internet- und Beteiligungskonzern United Internet plant einen Börsengang seiner Digitalisierungs-, Cloud- und Webhosting-Tochter Ionos SE und hat deshalb aktuelle Zahlen für Ionos vorgelegt. Ausserdem wurde nach Konzernangaben ein internationales Bankenkonsortium mit der Planung eines IPOs beauftragt.

Demnach konnte Ionos im Jahr 2021 den Gesamtumsatz um 12 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigern und will dieses Wachstum im laufenden Jahr mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 18 Prozent noch überbieten. Mittelfristig sollen die Umsätze dann jährlich um rund 10 Prozent steigen. Dabei konnte Ionos im letzten Jahre eine EBITDA-Marge von 32 Prozent erzielen und will diese mittelfristig über 30 Prozent halten.

Aktien von United Internet geben heute trotzdem um 1,7 Prozent auf 20,67 Euro nach.

ProSiebenSat.1 meldet Umsatzrückgang

Endgültige Quartalszahlen gab es heute vom TV- und Medienkonzern ProSiebenSat.1, die aber grösstenteils bereits bekannt waren. Im abgelaufenen dritten Quartal ging der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 921 Millionen Euro zurück, das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 118 Millionen Euro rund ein Viertel unter dem Vorjahreswert. 

Gleichzeitig bestätigte ProSiebenSat.1 die zuletzt gesenkte Gesamtjahresprognose und erwartet für 2022 einen Konzernumsatz von 4,15 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 650 Millionen Euro.

Die im MDAX notierten Papiere verlieren aktuell 2,5 Prozent auf 8,42 Euro.

Basler: Aktie verliert nach Herabstufung

Weniger optimistisch blicken die Analysten der Privatbank Berenberg auf die mittelfristigen Aussichten der Aktien des Industriekamera-Spezialisten Basler.

Zwar dürfte Basler nach Ansicht von Analyst Lasse Stüben „das Jahr stark abschliessen“. Allerdings normalisiere sich derzeit die Auftragslage und „2023 zeichne sich ein geringeres Wachstum ab“, weshalb er derzeit „kaum noch Spielraum für eine überdurchschnittliche Kursentwicklung der Aktien sieht“. Deshalb senkt er seine Einstufung von „Buy“ auf „Hold“ und reduziert das Kursziel von 40 auf 35 Euro.

Die im SDAX notierten Basler-Aktien geben heute rund ein Prozent auf 34,40 Euro nach.

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