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Nachdem der DAX gestern aufgrund schlechter als erwartet ausgefallener Wirtschaftsdaten, neuer Zinssorgen und Inflationsängsten gestern deutlich verloren hat und damit nach der Kursrallye der letzten Wochen auch knapp an der 14.000er-Marke gescheitert ist, geht es heute schon wieder leicht aufwärts. Zwar kann der DAX sein bisheriges Tageshoch bei 13.775 Punkten nicht verteidigen, liegt aber am späten Nachmittag noch 0,3 Prozent im Plus bei 13.665 Punkten.

Auch die US-Börsen genehmigen sich heute eine Verschnaufpause: Der Dow Jones verliert zum Handelsstart 0,3 Prozent auf 33.890 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 gibt 0,15 Prozent auf 4.268 Zähler nach und an der Technologiebörse startet der Nasdaq100 mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 13.457 Punkten in den Handel.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Hella kappt trotz Rekordauftragseingangs die Dividende

Der Autozulieferer Hella hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 besser als erwartet entwickelt, wie die heute vorgelegten endgültigen Zahlen zeigen. Der Umsatz ging leicht um 0,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurück, das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) fiel um ca. 45 Prozent auf 279 Millionen Euro. Beeinträchtigt wurde die Profitabilität im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem von der Bauteileknappheit, Preissteigerungen sowie hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Wegen des gesunkenen Ergebnisses soll die Dividende von 0,96 Euro auf 0,49 Euro gesenkt werden.

Angesichts eines neuen Rekordes beim Auftragseingang von rund 10 Milliarden Euro blickt das Hella-Management aber sehr zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr und will den Umsatz auf 7,1 bis 7,6 Milliarden Euro steigern und eine EBIT-Marge von 5,5 bis 7,0 Prozent erzielen (Vorjahreswert: 4,4 Prozent).

Die im SDAX notierte Hella-Aktie legt heute 2,9 Prozent auf 70,20 Euro zu.

Hella-Aktie: Chart vom 18.08.2022, Kürzel HLE | Online Broker LYNX

Aixtron-Aktie legt nach Analysten-Studie zu

Die Aktien des Spezialmaschinenbauers Aixtron können heute um knapp zwei Prozent auf 24,14 Euro zulegen. Dabei profitieren die Papiere heute von einer Studie des Analysehauses Jefferies, in der Analyst Janardan Menon seine Einstufung mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel für die Aktien bei 35 Euro belässt.

Seiner Meinung nach sind „die Lagerbestände an Halbleitern im zweiten Quartal stark gestiegen, bisweilen auf historische Höchststände und gleichzeitig lasse die Endnachfrage nach“. Deshalb glaubt er, dass „die Gewinnwarnungen gerade erst begonnen haben“. Er bevorzugt deshalb Aktien von Zulieferern wie Aixtron.

Die im TecDAX und MDAX gelistete Aixtron-Aktie legt nach dieser Einschätzung heute 1,7 Prozent auf 24,08 Euro zu.

SAF-Holland hat sein Ziel bei der Haldex-Übernahme erreicht

Der Nutzfahrzeughersteller SAF-Holland hat heute bekannt gegeben, dass ihm im Rahmen der verlängerten Annahmefrist 93,35 Prozent der Anteile an der Haldex AB angedient wurden. Da die Mindestannahmeschwelle von 90 Prozent damit überschritten wurde, hat sich SAF-Holland entschieden, das Angebot zu vollziehen. Für die Aktionäre, die das Angebot bislang noch nicht angenommen haben, wird die Angebotsfrist nochmals bis zum 31. August 2022 verlängert. 

SAF-Holland hatte pro Aktie des schwedischen Bremssystem-Herstellers Haldex 66 schwedische Kronen geboten, damit hat die Übernahme ein Volumen von rund 300 Millionen Euro.

Die SAF-Holland Aktien legt heute 1,8 Prozent auf 8,56 Euro zu.

CureVac meldet Quartalszahlen

Das Biotech-Unternehmen CureVac, dessen Corona-Impfstoff es allerdings nicht bis zur endgültigen Genehmigung geschafft hat, hat heute Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2022 vorgelegt. Und die stehen immer noch unter dem Eindruck des Impfstoffkandidaten, der es nicht bis zur Zulassung geschafft hat.

Von April bis Juni 2022 sank der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um rund 10 Prozent auf 20,1 Millionen Eur. Der operative Verlust ging auf 60,3 Millionen Euro zurück, nachdem er im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch bei 147,7 Millionen Euro gelegen hat. Vor Steuern lag der Verlust im zweiten Quartal bei 57,6 Millionen Euro nach 152,2 Millionen Euro im Jahr davor.

Die CureVac-Aktie verliert nach Bekanntgabe der Zahlen 1,7 Prozent auf 13,12 Euro.

Fresenius-Aktie legt nach Kaufempfehlung zu

Die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius klettern heute mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 24,76 Euro und damit auch an die DAX-Spitze. Gleich zwei Nachrichten sorgen heute für Kauflaune bei den Anlegern.

Zum einen hat heute die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA bei der Fresenius-Tochtergesellschaft Fresenius Kabi einen Zulassungsantrag für einen Biosimilar-Kandidaten zu Tocilizumab akzeptiert.

Zum anderen hat Analyst Tom Jones von der Privatbank Berenberg heute Fresenius-Aktien unverändert mit „Buy“ eingestuft, wenngleich er sein Kursziel für die Aktie von 60,25 Euro auf 54,95 Euro senkt. Nach Ansicht des Analysten „könnte eine Rückkehr zu Gewinnwachstum oder eine einfachere Konzernstruktur eine höhere Bewertung nach sich ziehen“. 

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