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Mit grosser Spannung haben die Anleger heute auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für den August gewartet, da sich viele davon neue Hinweise über die nächsten Schritte der US-Notenbank FED erhoffen. Bereits im Vorfeld der Zahlen tendierte der DAX freundlich und legte bis zum Mittag 1,2 Prozent auf 12.786 Punkte zu.

Mit 3,7 Prozent lag die US-Arbeitslosenquote im August sowohl unter dem Vormonatswert von 3,5 Prozent als auch unter der durchschnittlichen Markterwartung (von ebenfalls 3,5 Prozent). Zwar lag im August die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft mit 315.000 leicht über der Schätzung von 300.000, allerdings deutlich unter dem Vormonatswert von 526.000. 

Die Abkühlung am US-Arbeitsmarkt lässt die Anleger nun auf möglicherweise nicht ganz so grosse Zinsschritte durch die FED in den nächsten Monaten spekulieren. Entsprechend fällt auch die Reaktion an der Börse aus: Der DAX springt direkt nach Bekanntgabe der Daten um über 100 Punkte auf 12.905 Zähler. In den USA legen die wichtigsten Indizes vorbörslich ebenfalls deutlich zu und dürften damit freundlich in den letzten Handelstag der Woche starten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

GEA Group investiert in Pharma-Technologiezentrum

Der Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie GEA Group will 70 Millionen Euro in den Bau eines Pharma- und Technologiezentrums für Gefriertrocknungssysteme investieren.

Dazu soll im nordrhein-westfälischen Elsdorf auf einer Fläche von 40.000 m2 bis 2024 ein neuer Standort entstehen, der GEA bessere Innovationsmöglichkeiten und weiteres Wachstum im Markt für pharmazeutische Gefriertrocknung ermöglicht. Mit dem Neubau soll auch das aktuelle Werk in Hüth entlastet werden, das bereits an der Kapazitätsgrenze arbeitet.

Die im MDAX notierten Aktien der GEA Group legen bislang 1,2 Prozent auf 32,74 Euro zu.

Henkel-Aktien leicht schwächer nach Herabstufung

Zu den wenigen DAX-Werten, die heute im Minus notieren, gehören die Papiere des Konsumgüterherstellers Henkel. Grund dafür dürfte die Herabstufung durch die US-Grossbank Goldman Sachs sein.

Nach Ansicht von Goldman-Analyst Olivier Nicolai sei trotz der Fortschritte bei Henkel in der Konsumgütersparte und der geringen Risiken für die Ergebnisse 2022 „für die Aussichten der Klebstoff-Sparte Vorsicht angebracht“. 

Und da diese rund 50 Prozent des Konzernumsatzes bei Henkel ausmache, rechnet der Analyst in dieser Sparte mit sinkenden Margen und Kostendruck.

Deshalb stuft er heute Henkel von „Neutral“ auf „Sell“ herab und senkt das Kursziel von 67 auf 62 Euro.

Henkel-Aktien geben aktuell ein halbes Prozent auf 62,98 Euro nach.

Credit Suisse will Geschäft in China ausbauen und weltweit weiter Stellen abbauen

Die kriselnde Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) will ihr Engagement in China weiter ausbauen und dort ab dem nächsten Jahr mit der Vermögensverwaltung starten. Das Engagement in China soll auch von längerfristiger Natur sein, da nach Angaben der Bank „der Verkauf von Vermögensverwaltungsprodukten enorm sei“.

Gleichzeit plant die CS aber nach Informationen von gut informierten Personen wohl auch, konzernweit ca. 5.000 Arbeitsplätze abzubauen, um so die ausufernden Kosten in den Griff zu bekommen. 

Aktien der Credit Suisse legen an der Schweizer Börse 3,5 Prozent auf 5,03 CHF zu. 

Lululemon: Gesamtjahresprognose steigt nach sehr guten Quartalszahlen

Der kanadische Bekleidungskonzern Lululemon Athletica, vielen vor allem für seine teure Yoga-Kleidung und -Accessoires ein Begriff, hat dank starker Nachfrage vor allem im Bereich hochpreisiger Yoga-Produkte im abgelaufenen zweiten Quartal den Umsatz um knapp 30 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar gesteigert und damit die durchschnittlichen Markterwartungen (1,77 Milliarden Dollar) übertroffen. Der Überschuss wurde deutlich um 39 Prozent auf 289,5 Millionen Dollar gesteigert und lag ebenfalls über den Schätzungen.

Angesichts der bislang erzielten Ergebnisse erhöht das Management von Lululemon seine Gesamtjahresprognose und geht nun von einem Gewinn pro Aktie von 9,75 bis 9,90 Dollar (nach bislang 9,35 bis 9,50 Dollar) aus. Der Umsatz soll auf 7,87 bis 7,94 Milliarden Dollar zulegen (bisherige Prognose: 7,61 bis 7,71 Milliarden Dollar).

Die an der US-Technologiebörse Nasdaq gelisteten Aktien, die gestern im regulären Handelsverlauf 1,8 Prozent auf 294,45 US-Dollar verloren haben, sprangen nachbörslich um knapp zehn Prozent auf 322,15 US-Dollar. 

 

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