Einen ordentlichen Knall gab es gestern nach US-Börsenschluss beim Facebook-Mutterkonzern Meta Platform. Denn der Konzern verfehlte mit den vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten deutlich und stellt für die kommenden Monate nur noch wenig (bis gar kein) Wachstum in Aussicht. Die Anleger reagierten geschockt und die Aktien brachen nachbörslich kräftig ein.

Zwar konnte Meta den Konzernumsatz im letzten Quartal noch um rund 20 Prozent auf 33,7 Milliarden US-Dollar steigern, allerdings ging der Quartalsgewinn um acht Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar zurück. Beide Werte lagen deutlich untern den Markterwartungen.

Hauptverantwortlich für die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen dürfte die für Facebook bislang sehr neue Situation sein, dass im Berichtsquartal kaum neue Nutzer dazugewonnen werden konnten. Die Zahl der Nutzer, die mindestens einmal täglich bei Facebook vorbeischauen, war im letzten Quartal sogar rückläufig und sank von 1,93 auf 1,929 Milliarden. Zum Vergleich: Im Vorquartal konnte die Zahl der täglich aktiven Nutzer noch um rund 22 Millionen gesteigert werden. Die meisten Analysten hatten deshalb auch mit einer weiteren Steigerung auf bis zu 1,95 Milliarden täglich aktive Nutzer gerechnet. 

Mit 50 Millionen auf 2,82 Milliarden fiel bei Meta auch das Wachstum der Nutzer, die täglich mindestens eine der Apps des Konzerns – also auch WhatsApp und Instagram – nutzen, deutlich niedriger als erwartet aus. 

Je weniger Nutzer aber auf den Plattformen des Konzerns aktiv sind, desto weniger zielgerichtete Werbung kann Meta ausliefern, die immer noch mit Abstand grösste Einnahmequelle des Konzerns.

Prognose für das laufende Quartal enttäuscht

Enttäuschend fiel auch die Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal aus, denn hier erwartet Meta mit 27 bis 29 Milliarden US-Dollar nur noch drei Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal und bis zu 20 Prozent weniger als im abgelaufenen Quartal. 

Zudem dürften die von Apple für seine iPhones ergriffenen Massnahmen zur Privatsphäre das Geschäft auch im Gesamtjahr ausbremsen, Meta rechnet hier mit rund 10 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz.

Meta Aktie bricht nachbörslich um mehr als 20 Prozent ein

Deutlich unter den Erwartungen liegende Umsatz- und Ergebniszahlen, ein enttäuschendes Nutzerwachstum und geringere Aktivitäten sowie ein verhaltener Ausblick sorgen bei den Anlegern für Entsetzen, von denen viele gestern noch nachbörslich die Reissleine zogen.

Die im Nasdaq100 und S&P 500 notierten Meta-Aktien, die den regulären Handelstag noch mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 323 US-Dollar beenden konnten, brechen nachbörslich um 23 Prozent auf 249 US-Dollar ein.

Meta (Facebook) Aktie: Chart vom 03.02.2022
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