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Ungeachtet der aktuellen Marktturbulenzen hält die EZB an ihrem strikten geldpolitischen Kurs zur Bekämpfung der Inflation fest und erhöht den Leitzins für die Eurozone um 50 Basispunkte auf 3,0 Prozent. Nicht wenige Experten hatten zumindest auf einen kleineren Schritt von 25 Basispunkten spekuliert. 

Für etwas Erleichterung am Markt sorgte heute dagegen die Meldung, dass die Schweizer Notenbank SNB der angeschlagenen Credit Suisse Kredite im Volumen von bis zu 50 Milliarden CHF bereitstellen wird. Man darf gespannt sein, ob eine noch höhere Verschuldung bei einem derart angeschlagenen Institut tatsächlich die Wende bringt. Kurzfristig sorgt es aber für etwas Entspannung, deshalb gehören heute vor allem Bankenwerte zu den Gewinnern.

Der DAX ist nach den starken Verlusten vom Vortag heute mit einem kräftigen Plus von 1,6 Prozent bei 14.973 Punkten in den Handel gestartet. Im weiteren Handelsverlauf gibt der DAX aber fast alle Gewinne wieder ab und liegt aktuell mit 14.750 Zählern noch 0,1 Prozent im Plus.

An der US-Börse verliert der Dow Jones aktuell 0,6 Prozent auf 31.685 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 gibt ein halbes Prozent auf 3.870 Punkte nach und an der Technologiebörse notiert der Nasdaq100 mit 12.197 Zählern 0,4 Prozent unter dem Vortag.

Von Unternehmensseite sorgen heute u. a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Evotec erzielt Fortschritte bei Partnerschaft mit Bristol Myers

Der Wirkstoffhersteller Evotec hat heute Fortschritte in der strategischen Partnerschaft mit dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb gemeldet. 2018 hatten beide Unternehmen die Partnerschaft geschlossen und diese 2022 „aufgrund der sehr produktiven und anfänglichen Zusammenarbeit“ verlängert und erweitert.

Im Rahmen dieser Partnerschaft haben Fortschritte in der Entwicklung einer Pipeline von Molecular Glues nun leistungs- und programmabhängige Meilensteinzahlungen von 75 Millionen US-Dollar ausgelöst.

Evotec-Aktien legen aktuell 2,1 Prozent auf 17,55 Euro zu.

Evotec-Aktie: Chart vom 16.03.2023, Kürzel EVT | Online Broker LYNX

Grand City Properties streicht die Dividende

Der Wohnimmobilienkonzern Grand City Properties, der inzwischen mehrheitlich zum Immobilienkonzern Aroundtown gehört, hat heute überraschend angekündigt, für das zurückliegende Geschäftsjahr keine Dividende zu zahlen. Das zumindest will der Verwaltungsrat der Gesellschaft der Hauptversammlung vorschlagen.

Als Grund für diese Entscheidung nennt Grand City Properties den Anstieg makroökonomischer Unsicherheiten, die gestiegenen Finanzierungskosten und der aktuell eingeschränkte Zugang zu den Kapitalmärkten.

Die Enttäuschung der Anleger zeigt sich heute auch am Aktienkurs der im Nebenwerteindex SDAX notierten Papiere, denn die brechen um 8,7 Prozent auf 8,01 Euro ein.

E.ON: Bank of America hebt Einstufung und Kursziel an

Nach den gestern vom grössten deutschen Energieversorger E.ON vorgelegten Zahlen für 2022 sowie dem mittelfristigen Ausblick hat Analyst Peter Bisztyga von der US-Investmentbank Bank of America (BofA) seine Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ und das Kursziel von 11 auf 13 Euro angehoben.

Der Analyst verweist in seiner aktualisierten Studie vor allem auf „die Aussichten für das Wachstum aus der Energiewende bis 2027“, die „die Belastungen durch steigende Zinsen überstrahlten“. Deshalb sieht er für den Marktkonsens noch deutlichen Spielraum und lobt ausserdem die starke Bilanz von E.ON.

Das bewerten die Anleger heute ähnlich, denn E.ON-Aktien legen deutliche 3,5 Prozent auf 10,75 Euro zu.

MorphoSys kann Verluste deutlich verringern

Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr hat heute das Biotech-Unternehmen MorphoSys vorgelegt. Vor allem aufgrund eines höheren Produktumsatzes mit dem Medikament Monjuvi in den USA und gestiegener Lizenzerlöse legte der Konzernumsatz im letzten Jahr um 55 Prozent auf 278,3 Millionen Euro zu. 

Deutlich reduziert werden konnte der operative Verlust, der mit 220,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresverlust von 508,3 Millionen Euro lag. Noch deutlicher ging der Konzernverlust zurück, der im Gesamtjahr bei 151,1 Millionen Euro lag (Vorjahres-Konzernverlust: 514,5 Millionen Euro).

MorphoSys-Aktien legen 3,5 Prozent auf 14,11 Euro zu und belegen damit aktuell den Spitzenplatz im SDAX.

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