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Der Euro Stoxx 50 hat ein neues Jahrestief markiert. Aber so knapp, dass es noch eine Bärenfalle werden könnte. Immerhin war er auch im Juli nur kurz und leicht unter das März-Tief gefallen. Überverkauft wäre er auch … ob man da nicht vielleicht jetzt Long gehen könnte?

Angesichts des Öls, das derzeit in den Ukraine-Konflikt gegossen wird, der sehr klaren Ansage der US-Notenbank in Richtung eines kompromisslosen Kurses, den Echos, die da aus Richtung der EZB kamen und der zahlreicher werdenden Gewinnwarnungen der Unternehmen wäre das ein „könnte“, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit nicht ansatzweise abzuschätzen ist, aber eher nicht bei 50:50 liegt. Bei solchen Rahmenbedingungen ist der Euro Stoxx 50 ein fallendes Messer, sonst nichts.

Daher ist der Vergleich mit dem Doppeltief von Juli, das damals kurz unter das März-Tief bei 3.387 Punkten führte, auch einer, der eher hinkt. Denn im Sommer hatten Befürchtungen, die Leitzinsen könnten heftiger steigen als gedacht, die Inflation zähen Widerstand leisten und das alles irgendwann auf die Unternehmensgewinne drücken, den Index gedrückt, Heute jedoch weiss man, dass all das der Fall ist und momentan erst der Anfang vom Ende laufen könnte.

Den aktuellen Kurs und Chart des EURO STOXX 50 sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Da man damit rechnen muss, dass die Inflation zumindest in Europa kurzfristig noch zulegt, bevor sie zurückkommt, dass die Gewinnwarnungen zunehmen werden und eine Rezession eigentlich schon da ist, ohne dass man einen Plan hätte, wie man da wieder herauskommt, muss man sich fragen:

Euro Stoxx 50: Monats-Chart vom 23.09.2022, Kurs 3.348,60 Punkte, Kürzel SX5E | Online Broker LYNX

Wer ausser kurzfristigen Tradern und Bären, die Short-Gewinne eindecken wollen, könnte jetzt, mit anderthalb Beinen über dieser Klippe des vorherigen Jahrestiefs, kaufen? Viele Anleger erkennen jetzt, dass wir hier kein Korrektur-Szenario sehen, in das man getrost in fallende Kurse hinein kaufen könnte. Und sollte der Euro Stoxx 50 diese zusammen mit dem Juli-Tief auf 3.357 zu 3.387 Punkte zu verortende Zone auch nur ein bisschen deutlicher unterschreiten als am Freitag geschehen, dürften Stop Loss-Orders ausgelöst werden. Diese Orders könnten den Index schnell und deutlich unter das Tief drücken, so wie wir das am Freitagmittag beim DAX gesehen hatten, der daraufhin schnell über 200 Punkte unter das alte Tief rutschte. 

Es kann sein, dass der europäische Leitindex zum Wochenstart erst einmal durchstartet, weil genug bärische Trader leer verkaufte Aktien eindecken wollen, um ihren Gewinn zu sichern. Aber in einem Umfeld wie diesem muss man schon ein erfahrener Daytrader sein, um eine solche Rallye mitmachen zu können. Und für eine echte Wende, die das Freitags-Closing zu einem idealen Einstiegspunkt machen würde, passen derzeit weder das Chartbild auf kurz-, mittel- und langfristiger Ebene noch die Rahmenbedingungen. Daher wagt man, wenn man jetzt gegen den Trend traden will, leicht mal zu viel!

Euro Stoxx 50: Tages-Chart vom 23.09.2022, Kurs 3.348,60 Punkte, Kürzel SX5E | Online Broker LYNX
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