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Der deutsche Aktienmarkt kann heute nicht an seine starken Vortagesgewinne anknüpfen und startet mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 13.653 Punkten in den Handel. Nachdem sich bislang keine eindeutige Tendenz bezüglich der US-Zwischenwahlen abzeichnet und die Auszählungen auch noch mehrere Tage dauern könnten, halten sich die Anleger zurück und der DAX gibt weiter um aktuelle 0,5 Prozent auf 13.616 Punkte nach.

Schwächer starten heute auch die US-Börsen in den Handel, nachdem sie gestern noch kräftig zulegen konnten und der Dow Jones sogar die Marke von 33.000 Punkten überwunden hat. Der Dow Jones verliert zum Handelsstart 0,7 Prozent auf 32,940 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 ebenfalls 0,7 Prozent auf 3.800 Punkte und der Nasdaq100 gibt 0,9 Prozent auf 10.955 Punkte nach.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Elmos: Bund untersagt Verkauf von Waferfabrik nach China

Wie der Waferhersteller Elmos Semiconductor gestern bereits per Ad-hoc-Nachricht mitgeteilt hat, wurde das Management des Unternehmens vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) darüber informiert, dass in der heute stattfindenden Kabinettssitzung aller Voraussicht nach der Verkauf der Elmos Waferfertigung an die schwedische Silex Microsystems AB (Silex) nicht genehmigt wird und daher nicht vollzogen werden kann. 

Silex wiederum ist eine Tochter des chinesischen Sai-Konzerns. Sobald der entsprechende Bescheid zugegangen ist, wollen die Partner über die weiteren Schritte beraten.

Aktien von Elmos Semiconductor geben heute 0,8 Prozent auf 48,10 Euro nach.

Elmos Semiconductor-Aktie: Chart vom 09.11.2022, Kürzel ELG | Online Broker LYNX

Krones kauft in den USA zu

Der Verpackungsspezialist Krones hat gestern 80,5 Prozent der Anteile am Maschinen- und Anlagenbauer R+D Custom Automation LLC (R+D) aus dem amerikanischen Wisconsin übernommen. 

Mit dem Verkauf von Maschinen und Anlagen zur Befüllung von Behältern für die Pharmaindustrie erzielte R+D im letzten Jahr einen Umsatz von 43 Millionen US-Dollar. Der Kaufpreis, den Krones für den Mehrheitsanteil bezahlt, soll im mittleren zweistelligen Millionen-US-Dollar-Bereich liegen. Krones will den Betrag aus den vorhandenen Barbeständen bezahlen. Auf die verbliebenen 19,5 Prozent an R+D, die vorerst im Besitz des Managements von R+D verbleiben sollen, hat sich Krones eine Kaufoption gesichert.

Die im SDAX notierten Krones-Aktien legen heute 1,1 Prozent auf 103,30 Euro zu.

Commerzbank peilt für 2022 unverändert Milliardengewinn an

Trotz der zusätzlichen Belastungen durch die polnische Tochter M-Bank hat die Commerzbank im dritten Quartal mit 195 Millionen Euro deutlich mehr als von Analysten erwartet verdient. Damit steigt der Konzerngewinn in den ersten neun Monaten bereits auf 963 Millionen Euro und liegt damit nur noch knapp unter dem Jahresziel von knapp einer Milliarde Euro.

Zuversichtlich blickt das Commerzbank-Management auch auf die Konzernentwicklung der nächsten Jahre und sieht sich beim Konzernumbau auf dem richtigen Weg. Im Jahr 2024 rechnet die Commerzbank mit einem Anstieg der Erträge auf bis zu 10 Milliarden Euro, bislang lag hier die Prognose bei 9,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll dann statt 3,0 auf bis zu 3,2 Milliarden Euro zulegen. Hier hatten viele Analysten allerdings mit einer Prognosekorrektur auf bis zu 3,4 Milliarden Euro gerechnet.

Commerzbank-Aktien geben heute deutlich um rund sieben Prozent auf 7,66 Euro nach.

Deutz hebt Prognose nach Quartalszahlen leicht an

Weiterhin gut laufen die Geschäfte bei Motorenbauer Deutz. Von Juli bis September konnte Deutz den Umsatz um 15 Prozent auf 465 Millionen Euro steigern, das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte sogar um 65,2 Prozent auf 23,3 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis stieg um 64,4 Prozent auf 17,1 Millionen Euro.

Angesichts des hohen Auftragsbestandes und von Preiserhöhungen dürfte der Jahresumsatz auf 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro zulegen (bisherige Schätzung: 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro). Die Marge auf das bereinigte EBIT soll zwischen 4,5 und 5,0 Prozent liegen (bisherige Schätzung: 3,5 bis 5,5 Prozent).

Deutz-Aktien legen aktuell 0,3 Prozent auf 4,22 Euro zu

Meta will bis zu 13 Prozent der Mitarbeiter entlassen

Auch der Facebook-, WhatsApp- und Instagram-Mutterkonzern Meta Platforms muss auf die Kostenbremse drücken, nachdem im abgelaufenen Quartal der Gewinn aufgrund der hohen Kosten für das geplante Metaverse und wegen sinkender Werbeumsätze eingebrochen war. 

Meta kündigt deshalb heute an, dass bis zu 11.000 der insgesamt 87.000 Mitarbeiter – das sind rund 13 Prozent der gesamten Belegschaft – entlassen werden sollen. Bleibt zu hoffen, dass der Schritt wohlüberlegt ist und Meta nicht in Kürze, wie bei Twitter passiert, wichtige Mitarbeiter wieder zurückholen muss.

An der Börse kommen die geplanten Schritte zur Kostensenkung heute gut an und Aktien von Meta Platform legen zum Handelsstart 6,8 Prozent auf 103,40 US-Dollar zu.

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