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Die am Freitagmorgen vorgelegten Ergebnisse des 3. Quartals waren für die Trader nicht neu, Daimler Truck hatte das Gros der Zahlen bereits am 26. Oktober präsentiert. Aber nicht nur am Freitag war die Reaktion mässig, sie war es auch Ende Oktober. Wie geht man damit um?

Eigentlich waren die Ergebnisse so, wie man sie sich nicht besser hätte wünschen können. Der Umsatz legte massiv um 46 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro zu, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 1,27 Milliarden Euro sagenhafte 127 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Die Umsatzrendite lag bei 9,4 Prozent, hoch für einen Fahrzeughersteller. Insgesamt wurde damit klar: Auch im Sommerquartal konnte Daimler Truck den Druck höherer Kosten durch noch höhere Verkaufspreise mehr als ausgleichen.

Darüber hinaus wurde die bisherige 2022er-Prognose bestätigt, nach der die EBIT- Gewinnmarge zwischen 7 und 9 Prozent liegen werde (2021: 8,06 Prozent) und das EBIT an sich leicht über Vorjahr liegen wird. Wieso reichte das nicht für einen soliden Kurssprung, der die Aktie über die jetzt weiter umkämpfte Widerstandszone 27,79/30,26 Euro trug?

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Expertenmeinung: Eine Zahl, die in den Vorab-Zahlen noch nicht dabei war, könnte die Anleger daran gehindert haben, hier zuzugreifen: Der Auftragseingang des dritten Quartals lag, gerechnet auf die Fahrzeuge, 18 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Daimler Truck versicherte zwar, es bestehe weiterhin ein Nachfrage-Überhang. Aber solche Zahlen wirken, als sei die grosse Nachfragewelle, die 2021 durch die weltweiten Logistikprobleme befeuert wurde, vorbei. Und man dürfte sich gefragt haben, ob dieser Nachfrage-Überhang dann auch 2023 bestehen bleibt. Wenn nicht, werden die Margen fallen … und der Gewinn überproportional.

Die Mehrzahl der Analysten sieht das momentan zwar anders und verlängert die steigenden Gewinne mit dem Lineal in die kommenden zwei Jahre. Aber die  Wahrscheinlichkeit einer die meisten grossen Industrieregionen weltweit erfassenden Rezession mit einer damit einhergehenden, geringeren Güternachfrage, kombiniert mit durch den vorherigen Boom erneuerten und dann überdimensionierten Lkw-Flotten, ist nicht zu unterschätzen. Das mag ein Grund sein, warum die Daimler-Truck-Aktie, die den DAX seit dem Tief Ende September klar outperformt hat, in den letzten Tagen nicht recht mitziehen mochte. Was tun?

Hier bietet die Charttechnik gute Ansatzpunkte. Solange die Aktie in der Widerstandszone 27,79/30,26 Euro bleibt, besteht auch noch die Chance, dass sie nach oben ausbricht. Da der Weg dann erst einmal frei wäre, könnte man die Position in diesem Fall einfach mit sukzessiv nachgezogenen Stoppkursen laufen lassen. Sollte Daimler Truck aber aus dieser Zone eindeutig und auf Schlusskursbasis nach unten herausfallen, wäre das ein Warnsignal, das man besser nicht ignorieren sollte. Denn dann sollte man besser damit rechnen, dass die eher unsichere Umsatz- und Gewinnperspektive des kommenden Jahres mehr und mehr ins Bewusstsein der Akteure rückt und die für die Autobranche durchaus nicht gerade niedrig bewertete Aktie weiter unter Druck setzt.

Daimler Truck-Aktie: Chart vom 11.11.2022, Kurs 28,55 Euro, Kürzel DTG | Online Broker LYNX
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