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Die Aktien der Schweizer Grossbank Credit Suisse brechen heute zum Handelsstart an der Schweizer Börse um knapp fünf Prozent auf 6,27 CHF ein und nehmen damit wieder Kurs Richtung ihrem bisherigen Allzeittief bei 6,10 CHF, dass sie erst am 10. Mai dieses Jahres erreichten.

Auslöser für die erneut schwache Performance der Aktien dürfte heute die das Dementi des US-Finanzkonzerns State Street zu den zur Wochenmitte aufgekommenen Übernahmespekulationen sein. 

Zum Hintergrund: Auf einem viel gelesenen Schweizer Finanzportal wurde am Mittwoch die Frage aufgeworfen, „ob die State Street die Credit Suisse kaufen will“. Das Finanzportal berief sich dabei auf einen Insider vom Finanzplatz Zürich und lieferte auch gleich Zahlen für ein mögliches Übernahmeangebot mit. Demnach sollte der angebotene Preis pro Aktie bei 9 CHF liegen und damit weit über dem aktuellen Kurs. Die gesamte Übernahme hätte damit ein Volumen von rund 23 Milliarden CHF gehabt. Die „unabhängige Quelle“ teilte auch mit, dass „der Vorstoss der State Street unmittelbar vor der Tür stehe“ und freundlich (also mit Zustimmung der Credit Suisse) erfolgen soll.

Die Anleger griffen die Spekulation begeistert auf und bei Aktien der Credit Suisse kurzzeitig kräftig zu, so dass die Papiere an der Schweizer Börse gestern in der Spitze bis auf 7,12 CHF zulegen konnten.

Den Gerüchten erteilte State Street aber jetzt eine klare Absage. In einer Stellungnahme informiert der US-Konzern die Finanzcommunity, dass „die anhaltenden Marktgerüchte jeder Grundlage entbehren“. Und obwohl die State Street im Allgemeinen die Politik verfolgt, „solche Spekulationen nicht zu kommentieren“, war sie in diesem Falle der Meinung, „dass eine Reaktion auf diese Berichte in diesem Falle gerechtfertigt ist“.

Die Anleger hatten sich vor allem an den Strohhalm einer Übernahme geklammert, da es operativ bei der Credit Suisse nicht wirklich läuft. Erst vorgestern gab die Schweizer Bank bekannt, dass es im zweiten Quartal des laufenden Jahres aufgrund insgesamt schwieriger Marktbedingungen sowie schlechter gelaufener Geschäfte im Investmentbanking erneut einen Verlust geben könnte, bereits den dritten Quartalsverlust in Folge. Der Bereich Investmentbanking wird dabei von einem „tiefen Niveau der Kapitalmarktemissionen und die Ausweitung der Kreditspannen“ belastet.

Bereits im ersten Quartal brachen die Nettoerlöse um 42 Prozent auf 4,4 Milliarden CHF ein, der den Aktionären zurechenbare Verlust lag bei 273 Millionen CHF.

Die Credit Suisse hat nun angekündigt, im restlichen Jahr noch stärker an ihrer Kostenseite zu arbeiten, um nach einem Übergangsjahr 2022 im nächsten Jahr wieder durchstarten zu können. 

Beim Blick auf den Aktienkurs bleibt zu hoffen, dass die Bank die Kurve kriegt, egal ob mit oder ohne neuem Partner.

Credit Suisse Aktie - Chart vom 10.06.2022
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