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Das schwierige geopolitische Umfeld, gepaart mit stark steigenden Zinsen und hohen Inflationsraten, hat auch die Geschäftsentwicklung beim Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental im abgelaufenen zweiten Quartal stark beeinflusst. Das wirkte sich vor allem auf das Konzernergebnis aus, das trotz eines deutlichen Umsatzzuwachses und eines starken Auftragseingangs im Bereich Automotive deutlich in die roten Zahlen rutscht.

Trotzdem blickt der Vorstand von Continental mit Zuversicht auf die zweite Jahreshälfte und bestätigt die Gesamtjahresprognose. Die Zuversicht kommt heute aber nicht bei allen Anlegern an und die im deutschen Leitindex DAX notierten Aktien geben im Handelsverlauf deutlich nach.

Deutlicher Ergebnisrückgang trotz kräftigem Umsatzplus

In einem „für die Automobilzulieferer weiterhin extrem herausfordernden Umfeld“ mit dem Ukraine-Krieg, gestörten Lieferketten, massiven Preissteigerungen und dem Mangel an Elektronikbauteilen konnte Continental von April bis Juni 2022 den Konzernumsatz um 13 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro steigern.

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) brach im Konzern im zweiten Quartal auf -164,6 Millionen Euro ein, im Vorjahr stand hier noch ein Plus von 472,7 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag damit nur noch bei -1,7 Prozent nach +5,7 Prozent im Vorjahr.  Das Konzernergebnis fiel von +545 Millionen im Vorjahresquartal auf -250,7 Millionen Euro. 

Zusätzlich Faktoren, die (neben den bereits genannten Problemen) für den starken Ergebnisrückgang verantwortlich sind, sind buchhalterische Effekte aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus im Unternehmensbereich Automotive und Wertberichtigungen wegen verhängter Sanktionen im Russland-Geschäft.

Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation, Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekten wäre das EBIT im zweiten Quartal nur von 512 Millionen Euro auf 410,5 Millionen Euro zurückgegangen, die EBIT-Marge hätte sich von 6,2 Prozent auf 4,4 Prozent verschlechtert.

Gesamtjahresausblick wird bestätigt

Auch wenn nach Auskunft der Finanzchefin von Continental:

der aktuelle Gegenwind orkanartig ist und kurzfristig nicht abflauen wird,

sieht der Vorstand den Konzern gut aufgestellt und mit ausreichend Widerstandskraft ausgestattet, um sich im aktuellen Umfeld zu behaupten. Mit entsprechender Zuversicht blickt das Management auf das zweite Halbjahr und rechnet mit einer steigenden Autoproduktion.

Deshalb bestätigt Continental für das Gesamtjahr auch weiterhin einen Konzernumsatz von 38,3 bis 40,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 33,77 Millionen Euro) sowie eine bereinigte EBIT-Marge von 4,7 bis 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent). Dabei sind zusätzlich anfallende Kosten für die Preissteigerungen bei Rohmaterialien, Energie und Logistik in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Euro schon berücksichtigt.

Continental-Aktie erholt sich vom schwachem Handelsstart

Nicht nur der Continental-Vorstand ist „mit dem aktuellen Ergebnis nicht zufrieden“, sondern auch die Anleger reagieren heute enttäuscht auf das vorgelegte Zahlenwerk. 

Entsprechend schwach startet die Continental-Aktie heute in den Handel und verloren zu Handelsbeginn bereits rund drei Prozent auf 67,16 Euro. Von den anfänglichen Kursverlusten kann sich die Aktie nur kurz erholen und geben am späten Nachmittag weiter um 3,3 Prozent im Minus bei 67,12 Euro nach.

Continental-Aktie: Chart vom 09.08.2022, Kürzel CON | Online Broker LYNX
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