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Nach drei Tagen mit Kursgewinnen nimmt sich der deutsche Aktienmarkt heute die ersten Auszeit. Der DAX startete bereits mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 14.451 Punkten in den Handel und baut die Verluste nach starken Arbeitsmarktzahlen des privaten US-Dienstleisters ADP sowie zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA weiter aus. Am späten Nachmittag liegt der DAX 0,4 Prozent im Minus bei 14.435 Punkten.

Im Vergleich zum Vormonat stieg nach Daten von ADP im Dezember die Zahl der Arbeitsplätze im Privatsektor um 235.000 und damit deutlich stärker als erwartet. Im Schnitt hatten Marktbeobachter lediglich mit einem Anstieg von 150.000 gerechnet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 204.000 unter der Prognose von 225.000. Ein starker Arbeitsmarkt schürt bei vielen Anlegern die Sorge vor weiter deutlich steigen Zinsschritten der Fed, um so die Inflation wirksam zu bekämpfen.

Mit Abschlägen starten heute auch die US-Börsen in den Handel: Der Dow Jones gibt zum Auftakt 0,7 Prozent auf 33.044 Punkte nach, der breiter gefasste S&P 500 verliert ebenfalls 0,7 Prozent auf 3.826 Punkte und an der Technologiebörse startet der Nasdaq100 ca. 0,9 Prozent tiefer bei 10.816 Zählern.

Von Unternehmensseite sorgen heute u. a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Continental schliesst strategische Partnerschaft im Bereich KI

Der Automobilzulieferer Continental hat eine strategische Partnerschaft mit dem Spezialisten für künstliche Intelligenz (KI), dem US-Unternehmen Ambarella Inc., abgeschlossen. Gemeinsam wollen beide Partner zukünftig auf künstlicher Intelligenz basierende Software für das autonome und assistierte Fahren entwickeln, erste Lösungen sollen ab 2026 die Marktreife erreichen.

Continental-Aktien legen aktuell 0,8 Prozent auf 62,08 Euro zu.

Continental-Aktie: Chart vom 05.01.2023, Kürzel CON | Online Broker LYNX

Dell will keine chinesischen Chips mehr einsetzen

Der Computerhersteller Dell beabsichtigt offenbar, zukünftig keine in China hergestellten Chips mehr in seinen Produkten zu verwenden. Zumindest berichtet die japanische Zeitung „Nikkei“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Dell seine Lieferanten dazu aufgefordert habe, „die Menge in China hergestellter Komponenten in seinen Produkten zu reduzieren“. Grund für den Aufruf sind laut der Zeitung „Bedenken hinsichtlich der Spannungen“ zwischen den USA und China.

Dell-Aktien starten heute an der US-Börse mit einem kleinen Minus von 0,4 Prozent bei 40,52 US-Dollar.

Ryanair wird für das Gesamtjahr optimistischer

Stark fielen die Ergebnisse der irischen Billigairline Ryanair im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres aus, in dem der Gewinn bei rund 200 Millionen Euro liegen dürfte. 

Deshalb wird das Ryanair-Management jetzt auch zuversichtlicher für das Ende März 2023 zu Ende gehende Geschäftsjahr und erwartet einen Gewinn nach Steuern und Sondereffekten von 1,325 bis 1,425 Milliarden Euro. Die bisherige Gewinnschätzung lag bei 1,00 bis 1,20 Milliarden Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere dürfte in etwas bei 168 Millionen liegen.

Ryanair-Aktien profitieren von den News und legen heute mehr als sieben Prozent auf 13,74 Euro zu.

Apple wechselt wohl Zulieferer für Premium-iPhones aus

Wie verschiedene Medien heute berichten, will der iPhone-Hersteller Apple seine Premium-iPhones zukünftig nicht mehr von Foxconn, sondern von dessen Rivalen Luxshare fertigen lassen. Dass Luxshare das kann, hat das Unternehmen zuletzt wohl bereits durch die Produktion kleinerer Stückzahlen bewiesen. 

Damit würde Apple es schaffen, die Abhängigkeit vom weltgrössten Auftragsfertiger Foxconn weiter zu reduzieren.

Apple-Aktien starten an der US-Börse ein halbes Prozent tiefer bei 125,90 US-Dollar in den Handel.

Amazon entlässt weltweit bis zu 18.000 Mitarbeiter

Der weltgrösste Onlinehändler Amazon plant den grössten Stellenabbau seiner bisherigen Unternehmensgeschichte. Von insgesamt 18.000 Mitarbeitern will sich Amazon trennen, treffen soll es dabei vor allem Personen aus der Verwaltung. Damit fällt der Kahlschlag noch weitaus grösser aus als bislang angenommen. Zuletzt wurde über ca. 10.000 Entlassungen beim Konzern spekuliert, der insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen beschäftigt.

Amazon-Aktien geben zum Handelsauftakt 0,8 Prozent auf 84,36 US-Dollar nach.

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