Wenig erfreuliche Nachrichten kommen heute vorbörslich von der Commerzbank. Wie das Frankfurter Finanzinstitut per ad-hoc-Mitteilung bekannt gibt, wird das operative Ergebnis für das abgelaufene vierte Quartal 2021 aufgrund von „auf Fremdwährungen indexierten Kreditverträgen“ bei der polnischen mBank in Höhe von 2006 Millionen Zloty – das sind umgerechnet ca. 436 Milliionen Euro – belastet.

Diese zusätzlichen Rückstellungen bei der polnischen Konzerntochter werden das operative Ergebnis der Commerzbank in genau dieser Höhe belasten. Dennoch geht der Vorstand der Commerzbank davon aus, für das abgelaufene Geschäftsjahr ein positives Konzernergebnis erzielen zu können.

Die Ziele der Commerzbank für 2021 waren durchaus sportlich, operativ sollte eine schwarze Null her, obwohl es Restrukturierungsaufwendungen von über einer Milliarde Euro zu stemmen galt und im Vorjahr ein Verlust von rund 2,9 Milliarden Euro verbucht werden musste. Im Schnitt rechneten Analysten für 2021 mit einem Überschuss von 163 Millionen Euro; fraglich, ob dieser jetzt noch in dieser Höhe zu halten ist.

Für Bewegung sorgte zudem Anfang letzter Woche die Meldung, dass sich der US-Finanzinvestor Cerberus vier Jahre nach seinem Einstieg bei der Commerzbank seinen Anteil von bislang fünf auf unter drei Prozent reduziert hat. Cerberus muss die Papiere mit deutlichen Verlusten verkaufen und damit seine Spekulation auf wieder deutlich steigende Commerzbank-Kurse vorerst für gescheitert erklären.

Commerzbank-Aktien geben zum Handelsstart deutlich nach

Wenig erfreulich verliefen die letzten Jahre nicht nur für Cerberus, sondern auch für die restlichen Commerzbank-Aktionäre. Die im MDAX gelisteten Aktien haben in den letzten fünf Jahren als einer der schwächsten Indexwerte rund acht Prozent an Wert verloren, während der MDAX selbst in dieser Zeit fast 50 Prozent zulegen konnte.

Etwas besser verlief bislang der Start ins neue Jahr: Seit Jahresbeginn konnten Commerzbank-Aktien in den letzten vier Handelswochen rund zehn Prozent auf den letzten Freitag erreichten Schlusskurs von 7,39 Euro zulegen.

Die Meldung über den kräftigen Rückstellungsbedarf bei der polnischen Tochter drückt heute allerdings etwas auf den Kurs, die Aktien starten mit einem Abschlag von rund 1,5 Prozent bei 7,28 Euro in die neue Handelswoche.

Commerzbank-Aktie: Chart vom 24.01.2022
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