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Turbulente Wochen hat der Spezialchemiehersteller Brenntag hinter sich. Denn der Druck der aktivistischen Investoren – allen voran von Primestone Capital – das Unternehmen in zwei Bereiche aufzuspalten und damit den Wert für die Aktionäre zu steigern, nahm zuletzt immer weiter zu.

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Umstrukturierungen in der Konzernführung

Brenntag reagierte bereits und kündigte Anfang Juni an, die Konzernführung umzubauen und ging damit einen Schritt auf die kritischen Aktionäre zu. Der Konzernvorstand wurde von fünf auf vier Mitglieder verkleinert und die beiden Bereiche Spezialchemie (Specialties) und Grund- bzw. Basischemie (Essentials) erhalten jeweils eine eigene Führungsstruktur. Damit sollen die Geschäftsbereiche flexibler, effizienter und autonomer agieren können. Bereits davon verspricht sich Brenntag ein beschleunigtes Wachstum in beiden Bereichen.

Der Bereich Essentials soll sich zukünftig aus den Bereichen Life Science und Material Science zusammensetzen und ab dem 1. August 2023 von Ewout van Jaarwarde als neuer Vorsitzender geführt werden. Der bisherige Vorsitzende Steven Terwindt wird Ende Juli bei Brenntag ausscheiden. Den Bereich Specialties soll Michel Friede als Vorsitzender übernehmen, er war bislang bereits im Vorstand für diese Sparte zuständig. Die beiden Vorsitzenden bekommen darüber hinaus jeweils den Titel eines CEO (Chief Executive Officer), was ebenfalls bereits auf eine Aufspaltung und zukünftige Eigenständigkeit der Bereiche hinweisen könnte.

Mit Spannung blicken die Anleger jetzt auf den im Herbst anstehenden Kapitalmarkttag. Denn die jetzt bereits personell und organisatorisch umgesetzten Massnahmen könnten durchaus als Vorbereitung für eine Aufspaltung des Konzerns bzw. auf die von Primestone geforderte Abspaltung des Spezialchemiebereichs hindeuten.

Brenntag-Management blickt vorsichtig auf das laufende Geschäftsjahr

Wieder mehr Wachstum könnte auch der Brenntag-Aktie guttun. Denn nach dem Umsatz- und Ergebnissprung im letzten Jahr hat sich der Vorstand von Brenntag ziemlich zurückhaltend zum laufenden Geschäftsjahr geäussert und rechnet beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) mit 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro maximal mit einem Wert auf Vorjahresniveau (2022: 1,81 Milliarden Euro).

JPMorgan stuft Brenntag auf „Underweight“ zurück

Eingetrübte Gewinnaussichten attestiert heute auch Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan dem Spezialchemiehändler. In seiner Branchenstudie verweist er auf die anhaltende Nachfrageschwäche in der Chemiebranche, zahlreiche Gewinnwarnungen sowie immer schwächere Preistrends, was seiner Meinung nach „das Risiko für eine unerwartet massive Ergebnisnormalisierung auch bei den Händlern erhöht“.

Deshalb senkt er heute seine Bewertung für Brenntag von „Neutral“ auf „Underweight“ und reduziert sein Kursziel deutlich von 83 auf nur noch 66 Euro.

Brenntag-Aktien geraten nach Herabstufung unter Druck

Die Herabstufung zeigt heute Wirkung, denn Brenntag-Aktien verlieren als aktuell schwächster DAX-Wert deutlich um 3,3 Prozent auf 69,12 Euro.

Auf Jahressicht liegen die Aktien damit aber immer noch 15 Prozent im Plus, wenngleich sie in den letzten Wochen wieder deutlich vom Mitte Mai erreichten Jahreshoch bei 77,60 Euro zurückgefallen sind.

Brenntag Aktie: Chart vom 14.07.2023, Kurs: 69,12 Euro, Kürzel: BNR | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brenntag Aktie: Chart vom 14.07.2023, Kurs: 69,12 Euro, Kürzel: BNR | Quelle: TWS

Quelle:

Brenntag SE: Brenntag gestaltet Vorstand um und führt im Rahmen seiner Strategy to Win eine neue Führungsstruktur für beide Geschäftsbereiche ein (06.07.2023); https://corporate.brenntag.com/de/media/news/brenntag-gestaltet-vorstand-um-und-fuehrt-im-rahmen-seiner-strategy-to-win-eine-neue-fuehrungsstruktur-fuer-beide-geschaeftsbereiche-ein.html

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