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Bestimmendes Thema dürfte diese Woche weiterhin die Inflationsentwicklung in den USA und der Eurozone bleiben, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht am letzten Freitag überaus stark ausgefallen ist. Das könnte vor allem bei der FED dazu führen, dass diese beim Thema Zinserhöhungen weiter Tempo macht und sich der US-Leitzins bis Ende des Jahres nach Meinung einiger Experten vielleicht sogar in Richtung 4-Prozent-Marke bewegt. Für die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Aktienmärkte könnte das ein neuer Dämpfer sein.

Soweit ist es allerdings noch nicht und der DAX startet heute – angetrieben von weiteren guten Quartalszahlen – freundlich in die neue Handelswoche. Bis zum Nachmittag legt der DAX mehr als ein Prozent auf 13.740 Punkte zu.

Auch die US-Börsen starten deutlich höher in die Woche: Der Dow Jones legt zu Handelsbeginn 0,8 Prozent auf 33.050 Punkte zu, der breiter gefasst S&P 500 klettert 0,9 Prozent auf 4.180 Punkte und an der Technologiebörse startet der Nasdaq100 mit 13.352 Zählern ebenfalls mehr als ein Prozent höher.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

BioNTech legt im ersten Halbjahr weiter kräftig zu

Der Corona-Impfstoff-Hersteller BioNTech hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 30 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro gesteigert. Im gleichen Zeitraum wuchs der Nettogewinn sogar um 37 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro.

Weniger erfreulich ist dagegen der Blick ausschliesslich auf das zweite Quartal, denn von April bis Juni 2022 ging der Umsatz um knapp 40 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro und der Gewinn um ebenfalls 40 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro zurück.

Für das Gesamtjahr hat BioNTech aber seine Prognose bestätigt und will einen Konzernumsatz von 13 bis 17 Milliarden Euro erreichen. Grosse Hoffnung in diesem Zusammenhang setzen viele Beobachter auf den Omikron-Impfstoff, mit dessen Auslieferung vielleicht sogar noch im Oktober begonnen werden kann.

Die Anleger regieren heute leicht verschnupft auf den Umsatzrückgang im zweiten Quartal, BioNTech-Aktie gibt im XETRA-Handel aktuell knapp vier Prozent auf 171,40 Euro nach.

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Siemens Energy rutscht im dritten Quartal tiefer in die Verlustzone

Das Ergebnis beim Energiekonzern Siemens Energy ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit 533 Millionen Euro noch tiefer in die Verlustzone gerutscht (Vorjahresquartal: -307 Millionen Euro). Der Konzernumsatz konnte im gleichen Zeitraum dagegen leicht auf 7,28 Milliarden Euro gesteigert werden.

Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich ebenfalls deutlich und rutschte auf -131 Millionen Euro ab, im vergleichbaren Vorjahresquartal konnte noch ein Plus von 54 Millionen Euro erzielt werden.

Schuld daran sind nach Konzernangaben vor allem die schlechten Zahlen bei der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa sowie Abschreibungen auf das Russland-Geschäft.

Im Gesamtjahr dürfte daher das Ergebnis nach Steuern noch etwas schwächer als bislang prognostiziert ausfallen und der Verlust mindestens auf Vorjahresniveau zuzüglich der Belastungen aus dem Russland-Geschäft liegen.

Die Anleger hatten damit offensichtlich gerechnet, denn nach einem schwächeren Handelsstart erholen sich die Siemens Energy-Aktie wieder und liegt aktuell mit 16,60 Euro sogar 0,1 Prozent im Plus.

Hella: Veränderungen in Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat

Veränderungen im Gesellschafterausschuss und im Aufsichtsrat hat am Wochenende der Automobilzulieferer Hella bekannt gegeben. Neuer Vorsitzender im Aufsichtsrat soll der frühere Volkswagen-Vorstand Andreas Renschler werden, Vorsitzende des Prüfungsausschusses die frühere E.ON-Managerin Judith Buss. Beide ersetzen dabei Klaus Kühn, der aus persönlichen Gründen seine Ämter niederlegen möchte.

Die im SDAX notierte Hella-Aktie legen heute leicht um 0,4 Prozent auf 67,35 Euro zu.

Takkt-Aktie fällt nach Herabstufung durch Berenberg

Mit einem Minus von über vier Prozent auf 11,62 Euro gehören heute die Aktie des Büroausstatters Takkt zu den schwächsten Werten im Nebenwerteindex SDAX.

Zahlreiche Anleger steigen heute aus, nachdem Analystin Catharina Glaes von der Privatbank Berenberg die Aktien von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und das Kursziel kräftig von 19,00 auf 12,90 Euro gesenkt hat.

Zwar hat Takkt nach Ansicht der Analystin im zweiten Quartal „relativ stark abgeschnitten, allerdings nähmen die Risiken zu“. Ihrer Meinung nach sei „die Auftragsspitze wohl erreicht und 2023 dürfte das Unternehmen die negativen Auswirkungen der Rezession zu spüren bekommen“.

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