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Weitere gestiegene Inflationssorgen, die Angst vor einer Rezession und der anhaltende Krieg in der Ukraine haben bereits gestern an der US-Börse für deutlich schwächere Kurse gesorgt und damit vorerst die Kursrallye der letzten Wochen unterbrochen.  Der Dow Jones verlor bis zum Handelsschluss 1,6 Prozent auf 34.678 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls 1,6 Prozent auf 4.530 Zähler nach und der US-Technologieindex Nasdaq100 verlor 1,5 Prozent auf 14.838 Punkte.

Schwächere Vorgaben kommen heute auch von den asiatischen Börsen: Der Nikkei gibt momentan 0,5 Prozent auf 27.686 Punkte nach, der Hang Seng-Index verliert rund ein Prozent auf 21.996 Zähler.

Der deutsche Leitindex DAX, der gestern bereits 1,3 Prozent tiefer bei 14.414 Punkten schloss, dürfte angesichts der überwiegend negativen Vorgaben zum Handelsstart unter der 14.400er-Marke eröffnen.

Von Unternehmensseite könnten heute für Anleger u.a. folgende Nachrichten interessant sein und bei den Aktien möglicherweise für Kursbewegungen sorgen.

BioNTech: Über zehn Milliarden Gewinn und Aktienrückkauf

Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech hat im letzten Jahr seinen Nettogewinn auf 10,3 Milliarden Euro gesteigert, der Umsatz sprang auf 19 Milliarden Euro. Viel Geld will BioNTech deshalb jetzt in die Forschung stecken, um die nächsten potenziellen Milliardenkandidaten zu finden.

Aber auch die Anleger sollen am Erfolg beteiligt werden, denn BioNTech will zum einen eine Sonderdividende von 2 Euro pro Aktie ausschütten und zum anderen eigene Aktien im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen.

BioNTech-Aktien verloren gestern dennoch 6,4 Prozent auf 152,40 Euro. Die vorbörsliche Indikation lässt auf einen leicht höheren Handelsstart im Bereich 154,00/155,00 Euro hoffen.

SAP: Cloud-Nachfrage zieht wegen “Cyberrisiken” an

Europas grösster Softwarekonzern SAP meldet eine gestiegene Nachfrage nach Cloud-Lösungen, die nach Unternehmensangaben u.a. auch durch den Ukraine-Krieg ausgelöst wird. Grund dafür sind nach Ansicht von CEO Christian Klein „immer ausgefeiltere Attacken“ durch Hacker, die seit Ausbruch des Krieges zugenommen haben. Viele Mittelständler erhoffen sich nun mehr Sicherheit, wenn sie mit ihren Anwendungen in die Cloud ausweichen.

Auch die Angriffe auf SAP hätten seit Ausbruch des Krieges zugenommen, berichtet Christian Klein in einem Interview mit dem „Mannheimer Morgen“.

SAP-Aktien schlossen gestern 0,9 Prozent tiefer bei 101,12 Euro und werden vorbörslich mit 101,30 Euro leicht darüber gehandelt.

MBB erhöht Divdende und zahlt Zusatzdividende

Deutlich mehr Dividende sollen die Aktionäre der mittelständischen Unternehmensgruppe MBB SE erhalten. Vorstand und Aufsichtsrat haben gestern eine Erhöhung der Basisdividende von 0,88 auf 0,99 Euro vorgeschlagen. Zudem soll wegen des erfolgreichen Börsenganges der MBB-Tochter Friedrich Vorwerk eine Zusatzdividende von 0,99 Euro ausgeschüttet werden.

Pro Aktie sollen Anleger für 2021 also eine Gesamtdividende von 1,98 Euro erhalten, was aktuell einer Dividendenrendite von ca. 1,5 Prozent entspricht.

Aktien von MBB schlossen gestern 0,6 Prozent tiefer bei 126,40 Euro und dürften heute mit einem Plus von rund ein Prozent im Bereich von 128 Euro in den Handel starten.

Baidu droht Börsenausschluss in den USA

Weiter kräftig unter die Räder kamen gestern in den USA die Aktien der chinesischen Suchmaschine Baidu

Die US-Börsenaufsicht SEC hat Baidu auf ihre Beobachtungsliste gesetzt und damit droht dem Unternehmen evtl. ein Delisting an der US-Börse. Die SEC begründet den Schritt damit, dass Baidu einen Wirtschaftsprüfer eingesetzt hat, dessen Arbeitspapiere vom Public Company Accounting Oversight Board (BCAOB) nicht vollständig eingesehen bzw. untersucht werden können.

Baidu-Aktien verloren an der US-Technologiebörse Nasdaq gestern acht Prozent auf 132,30 US-Dollar.

BASF: Droht die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg?

Vor der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg warnt der Chef des Chemie-Konzerns BASF Martin Brudermüller, sollten Gas- und Öllieferungen aus Russland längerfristig ausfallen. Und das könnte, so Brudermüller weiter: „vor allem für viele kleine und mittelständische Unternehmen existenzbedrohend sein“.

BASF-Aktien beendeten den gestrigen Handelstag mit einem Verlust von 2,9 Prozent bei 51,76 Euro und dürften auf diesem Niveau auch in den letzten Handelstag der Woche starten.

SAP Aktie: Chart vom 01.04.2022
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