Kräftig auf dem Gaspedal bleibt der Immobilienkonzern Adler Group (Adler) beim geplanten Schuldenabbau.

Bereits Anfang Januar gab Adler bekannt, 15.362 Wohneinheiten und 185 Gewerbeimmobilien erfolgreich an ein Tochterunternehmen des Immobilienkonzerns LEG verkauft zu haben, was dem Konzern 800 Millionen Euro netto in die Kasse spülte. Geld, das direkt in den Abbau des Schuldenberges fliessen soll. 

Verkauf des nächsten Immobilienportfolios an KKR/Velero

Heute legt Adler bereits nach und meldet den Verkauf von weiteren 14.400 Wohneinheiten in vorwiegend mittelgrossen Städten Ostdeutschlands an den US-Private-Equity-Konzern Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) sowie an dessen auf Immobiliengeschäfte spezialisierte Beteiligung Velero.  

Unternehmensangaben zufolge bezahlt KKR für den als Asset Deal strukturierten Verkauf insgesamt rund eine Milliarde Euro, die Adler Group rechnet mit einem Nettoerlös von ca. 600 Millionen Euro. Auch dieses Geld soll direkt in den Schuldenabbau fliessen und den Verschuldungsgrad unter die strategische Zielmarke von 50 Prozent drücken, was nun mit dem Verkauf an KKR auch erreicht wird.

Wie die Adler Group weiter mitteilt, soll zusammen mit dem kürzlich abgeschlossenen Immobilienverkauf an die LEG „der Prozess der Veräusserung von bestehenden, nicht strategiekonformen Immobilien nun weitgehend abgeschlossen sein“.

Aktien der Adler Group machen im neuen Jahr weiter Boden gut

Die im SDAX gelisteten Aktien der Adler Group können sich weiter deutlich von den Kursturbulenzen des letzten Jahres erholen und Boden gut machen.

Zur Erinnerung: Als Anfang Oktober letzten Jahres der inzwischen ziemlich bekannte Shortseller Fraser Perring der Adler Group in einem 61-seitigen Bericht u.a. „Betrug, Täuschung und finanzielle Falschdarstellungen“ vorwarf, brachen die Aktien um rund 40 Prozent bis auf ihr Jahrestief bei 8,59 Euro ein. Damit verbilligten sich die Aktien gegenüber ihrem Anfang Januar erreichten Jahreshoch bei 29,72 Euro um mehr als 70 Prozent und waren damit 2021 auch einer der schwächsten Wert im deutschen Nebenwerteindex.

Für etwas Stabilität sorgte dann Anfang Dezember die vom Vorstand bestätigte Gesamtjahresprognose: Die Mieteinnahmen werden 2021 bei 340 bis 345 Millionen Euro erwartet, das operative Vermietungsgeschäft (FFO1) soll in einer Bandbreite von 135 bis 140 Millionen Euro liegen.

Die Meldungen über die deutlichen Fortschritte beim Schuldenabbau sorgen zusätzlich für eine verbesserte Stimmung bei den Anlegern und locken auch immer mehr „Turnaround-Spekulanten“ an.

Die Aktien der Adler Group, die mit einem Kursplus von 4,8 Prozent auf 11,90 Euro gestern der stärkste SDAX-Wert waren, verlieren zum Start in den letzten Handelstag der Woche rund zwei Prozent auf 11,60 Euro. Seit Jahresbeginn konnten die Papiere aber bereits rund zehn Prozent aus und entfernen sich damit auch immer mehr von ihren Ende letzten Jahres markierten Tiefstständen.

Adler Group Aktie: Chrat om 14.01.2022
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