So setzen Sie einfach auf einen steigenden Euro gegenüber dem US-Dollar

Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen eine einfache Möglichkeit vor, wie Sie auf eine Erholung des Euro gegenüber dem US-Dollar setzten und daran längerfristig partizipieren können. Es genügt dazu ein Investment in den ETN ETFS Short USD Long EUR, der den Referenzindex MSFX Short US Dollar/Euro Index Total Return abbildet.

Informationen zum Referenzindex – MSFX Short US Dollar/Euro Index Total Return

Der ETN nutzt den von der US-Investmentbank Morgan Stanley herausgegebenen Index MSFX Short US Dollar/Euro Index Total Return. Dieser Index gehört zu einer Reihe von Indizes (MSFX Currency Indices), die Morgan Stanley für Produkte, wie den hier beschriebenen ETN, als Underlying bereitstellt. Mittels des verwendeten Referenzindex erwirbt der Anleger ein Short-Exposure gegenüber den Wechselkursbewegungen zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar steigt, so steigt der Index und vice versa. Die Bewegung des Währungspaares bildet der ETN so genau wie möglich ab.

Der Referenzindex von Morgan Stanley ist ein Total Return Index. Dies bedeutet auch, dass der Index den sogenannten Collateral Return mit einbezieht. Aus diesem Grund ist die jeweils aktuelle Zinsdifferenz zwischen beiden Währungen von hoher Bedeutung. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Zinsdifferenz zwischen dem Euro und dem US-Dollar erheblich, da der Leitzins des Euros bei 0,00 Prozent liegt und der Zinskorridor des US-Dollars eine Verzinsung von 2,25 bis 2,50 Prozent aufweist. Aufgrund dieser aus Eurosicht negativen Zinsdifferenz verbucht man bei täglich gerollten Terminkontrakten auch tägliche Zinsverluste, wenn man auf einen steigenden Euro setzt (negativer SWAP).

ETN im Detail – ETFS Short USD Long EUR

Der vorgestellte ETN ist in der Handelswährung Euro über Xetra handelbar und auch die Fondswährung ist Euro. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,39 Prozent. Der ETN nutzt die swap-basierte Replikationsmethode, wurde am 02. Juli 2010 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 26. März 2019 ein NAV in Höhe von 44,089 Mio. Euro.

ETN – Sicherheiten

Bei einem Blick in die Details zu den vorliegenden Sicherheiten gibt der Emittent ETFS Securities bestehende Gesamtsicherheiten in Höhe von ca. 394 Mio. Euro an. Die vorhandenen Sicherheiten bestehen zu 94,62 Prozent aus G10-Staatsanleihen und zu 5,38 Prozent aus Aktien. Die vorhandenen G10-Staatsanleihen sind größtenteils Ländern wie Finnland, Österreich und dem Vereinigten Königreich zuzuordnen.

Dollar-Bullen waren sehr stark, doch das Blatt könnte sich wenden

Das Jahr 2018 war ein starkes Jahr für den US-Dollar. Dieser konnte gegenüber dem Euro mehr als kräftig zulegen. Der Euro notierte zum US-Dollar im Februar 2018 noch in der Spitze bei 1,2556 und erreichte im März 2019 ein aktuelles Tief bei 1,1176. Logischerweise liegen der ETN und der Referenzindex deshalb tief im roten Bereich.

Seit dem Jahresanfang liegt die Performance des ETNs bei 1,54 Prozent, während der Referenzindex mit einem Minus von 1,40 Prozent notiert. Auf Jahressicht weist der ETN eine Negativperformance von 13,00 Prozent auf, der Referenzindex liegt hier bei einem Minus von 12,13 Prozent. Performanceunterschiede sind neben den Gebühren und den Transaktionskosten auch auf den negativen SWAP zurückzuführen, der aufgrund des Zinsunterschieds vom Euro zum US-Dollar erheblich zu Lasten der Euro-Bullen geht. (Performancedaten in Bezug auf den ETN und den Referenzwert gemäß der Angaben des Emittenten ETF-Securities vom 19. Februar 2019)

Expertenmeinung – US-Notenbank vollzieht 180-Grad-Wende

Die US-Notenbank vollzog auf ihrer jüngsten Sitzung vom 20. März 2019 eine 180-Grad-Wende. Der aktuelle Zinskorridor liegt unverändert bei 2,25 bis 2,50 Prozent und die nächsten Leitzinsentscheide werden am 01. Mai, 19. Juni, 31. Juli, 18. September, 30. Oktober und 11. Dezember 2019 erwartet.

Am US-Terminmarkt preist man derzeit bis zum Jahresende keine weiteren Zinserhöhungen mehr ein. Im Gegenteil, zur Dezember-Sitzung liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung mit insgesamt rund 70 Prozent sogar deutlich oberhalb der Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent für einen unveränderten Zinskorridor. Genau diese vom US-Terminmarkt abzuleitende Zinsentwicklung bestätigte die Federal Reserve auf ihrer letzten Sitzung und sendete ein eigentlich schwaches, ja stark taubenhaftes Signal, denn bis zum Jahresende 2019 wird es keine Zinserhöhung mehr geben.

Die US-Notenbanker verwiesen zwar auf einen starken US-Arbeitsmarkt, aber auf ein sich verlangsamendes Wachstum und eine sich verringernde Inflation. Die US-Notenbank wird die Fed-Bilanz bis zum Ende des Monats September 2019 reduzieren, sie verlangsamt die Reduzierung jedoch ab dem Monat Mai um die Hälfte der avisierten Reduktion von ursprünglich 30 Mrd. US-Dollar monatlich auf nunmehr 15 Mrd. US-Dollar monatlich.

Dies bedeutet, dass die Fed gleich an mehreren Stellen auf die Bremse tritt. Folglich könnte in den nächsten Monaten von einem Stillstand oder gar von einer sich wieder verengenden Zinsschere zwischen den Euro und dem US-Dollar auszugehen sein.

Mit dem derzeitigen Wissensstand wird sich der Leitzins in der Eurozone nicht vor Anfang 2020 ändern. Am Devisenmarkt könnte aber aufgrund der geldpolitischen Wende der Federal Reserve eine Neueinpreisung des Währungspaares EUR/USD anstehen. Dies könnte zumindest bis zum Jahresende zu einem Währungsverhältnis von 1,15 bis 1,18 führen. Sollte die Fed sogar eine Zinssenkung vornehmen, so würde dies möglicherweise sogar für eine Marke von 1,20 reichen.

Mögliches Setup

Idealerweise würde man an Tagen mit enormer US-Dollar-Stärke eine Neupositionierung starten. Sollte der US-Dollar zum Euro zum Beispiel an einem Handelstag mit über einem Prozentpunkt stark aufwerten, so wäre dies eine geeignete Möglichkeit, günstig in die Position zu kommen.

Eine Positionierung könnte bei 36,00 Euro eingegangen werden und das Kursziel könnte bei 38,50 Euro liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 35,20 Euro abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beipielhaften Setup bei 3.57. (Das Setup soll beispielhaft sein)

Erklärung: Was sind ETNs?

Um das vorgestellte Produkt auch rechtlich besser zu verstehen und was dies letztlich auch für den Anleger bedeutet, sollen an dieser Stelle kurz die jeweiligen unterschiedlichen Produkte näher erläutert werden. Das hier beschriebene Produkt gehört zur Gruppe der „Exchange Traded Notes (ETNs)“. Diese ETNs gehören wie die Exchange Traded Commodities (ETCs) zur Gruppe der Exchange Traded Products (ETPs). Im Vergleich zu einem ETF, der rechtlich als Sondervermögen gilt, sind ETCs und ETNs aber börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen eines Emittenten. Der Emittent ETF Securities beschreibt das Produkt mit dem Handelssymbol „XBJQ“ auch als ETC, nämlich als „Exchange Traded Currency“.

Der Emittent stellt für das Produkt fortlaufend Kurse. Im hier präsentierten Produkt ist der Emittent die „ETFS Foreign Exchange Limited“ mit Sitz in Jersey. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die in London ansässige FCA – Financial Conduct Authority. Der Kontrahent des swap-basierten Produkts ist die US-Investmentbank Morgan Stanley, der Sicherheitenverwalter Bank of New York Mellon. Alle beteiligten Institute sprechen für langjährige hervorragende Qualitätsstandards und sind seit langem namhafte Unternehmen in der Finanzbranche.

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Dirk Friczewsky

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