Börsenblick

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Aktienanalyse:
Beyond Meat: Eigentlich ein perfekter Short-Kandidat, aber …

Der Chart des Börsenneulings und Fleischersatz-Produzenten Beyond Meat deutet an, dass den Bullen langsam die Luft ausgeht. Wobei ein Blick auf die Zahlen durchblicken lässt, dass ihnen der Verstand schon weit früher ausging, denn die Aktie ist hanebüchen überteuert. Am 2. Mai startete der Handel der Aktie bereits über 40 US-Dollar. Ausgegeben wurde sie vorher zu 25 US-Dollar.

Und keine sieben Wochen nach der Börsenpremiere kostete sie auf einmal das Achtfache: Am 18. Juni streifte der Kurs kurz die 200 US-Dollar-Marke. Eine derartige Kursexplosion ist schon unter normalen Umständen höchst ungewöhnlich, in diesem Fall aber einfach nur närrisch. Offenbar haben sich diejenigen, die die Aktie unlimitiert immer höher kauften, folgende, auf der Hand liegende Frage nicht gestellt: Angenommen, die Aktie wäre zum Zeitpunkt der Emission Anfang Mai deutlich mehr als die 25 US-Dollar wert gewesen, zu der sie ausgegeben wurde, hätte das Unternehmen dann nicht auch den Ausgabepreis entsprechend höher angesetzt?

Schließlich hat man so weitaus weniger an Geld eingenommen, das man in die Expansion stecken kann, als hätte man 50 oder 100 US-Dollar verlangt. Die Antwort: In der Tat hätte man natürlich mehr verlangt, wenn man geglaubt hätte, das auch zu bekommen. Und wenn das Unternehmen sich selbst bei 25 US-Dollar sieht, wie kann man dann als Trader glauben, dass der wahre Wert achtmal höher liegt? Damit nicht genug:

Expertenmeinung: Als Beyond Meat am 7. Juni die Zahlen zum ersten Quartal präsentierte, machte die Aktie einen Riesensatz nach oben. Dabei wurde eine Umsatzplanung für das Jahr präsentiert, die mit „mehr als 210 Millionen“ nicht allzu viel über der vorherigen Konsensschätzung der Analysten von 200 Millionen lag. Und da das erste Quartal zum Zeitpunkt des Börsengangs am 2. Mai längst beendet war, wusste man bei Beyond Meat in jedem Fall grob, wie das Quartal gelaufen war.

Hätte man das als Basis für einen höheren Ausgabepreis gesehen, hätte man ihn auch höher angesetzt. Hier wird eine Aktie zum „Hype“, die zudem weit von der Gewinnschwelle entfernt liegt. Eine Aktie, für die die Analysten, die das Papier beobachten, durch die Bank aktuell nur „Halten“-Empfehlungen aussprechen, wobei deren durchschnittliches Kursziel bei 106 US-Dollar liegt – meilenweit unter dem letzten Stand, der bereits 50 US-Dollar unter dem vor zwei Wochen markierten Rekordhoch von 201,88 US-Dollar liegt.

Diese Aktie ist grundsätzlich ein perfekter Short-Kandidat. Da das aber viele denken, ist der Bestand an leer verkauften Aktien sehr hoch, so dass gerade das dazu führen kann, dass das böse Ende noch eine Zeitlang ausbleibt. Man sollte daher unbedingt klare charttechnische Signale abwarten, bevor man sich an diese Aktie heranwagt. Das, was der Kurs aktuell zeigt, sieht zwar sehr nach einer Toppbildung aus. Aber bevor die nicht mit Closings unter 110 US-Dollar auch vollendet wäre, wäre Beyond Meat ein zu heißes Eisen!

Beyond Meat Chart vom 04.07.2019, Kurs 151,50 US-Dollar, Kürzel BYND

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