Beginnt jetzt die große Gold-Hausse?

Warum 2019 ein „goldenes Jahr“ für die Gold-Bullen werden kann

Ist es jetzt endlich soweit? Bekommen die Gold-Fans 2019 endlich ein „goldenes Jahr“? Die Zahl der Skeptiker ist immens. Zu oft hat Gold in den vergangenen Jahren gute Ansätze für eine größere Aufwärtswende gezeigt. Und immer wieder hat der Gold-Kurs dann doch wieder nach unten abgedreht. Warum sollte das diesmal anders sein?

Weil jetzt eine ganz besondere Gemengelage existiert. Eine, die für Gold sehr förderlich ist. In diesem Artikel zeigen wir auf, was aktuell anders ist als in den vergangenen Jahren.

Aktien fallen, Gold steigt? So einfach ist es nicht

Wenn man sich im nachstehenden Chart die Korrelation zwischen dem Aktienmarkt (hier repräsentiert durch den DAX) und dem Goldpreis ansieht, mag man abwinken. Denn es stimmt: Der allgemein verbreitete Gedanke, dass eine Baisse am Aktienmarkt, wie sie sich momentan abzeichnet, automatisch eine Gold-Hausse bedeuten müsste, ist falsch. So stiegen Gold und der DAX beispielsweise in den Jahren 2009 bis 2011 Hand in Hand.

Und auch, wenn wir im Chart sehen, dass es aktuell tatsächlich so ist, d.h. der DAX fällt und Gold zeitgleich zulegt, ist das kein Beleg dafür, dass es ab sofort immer so ist, dass schwache Aktien den Goldpreis stützen. Man muss es anders formulieren: Es kann der Fall sein, vorausgesetzt, es liegen bestimmte Voraussetzungen vor.

Wenn die Aktienmärkte unter Druck stehen, fließt Geld aus dem Aktienmarkt heraus. Das muss zwar irgendwo hin. Aber das muss nicht zwingend bedeuten, dass die Anleger in Gold investieren. Das Kapital könnte auch in Anleihen, Festgeld oder in andere Aktienmärkte investiert werden … oder schlicht auf dem Konto in Wartestellung landen.

Der folgende Chart zeigt, dass auch eine Rezession nicht unbedingt bedeutet, dass Gold eine Hausse startet. Das Wirtschaftswachstum der USA ging zwar zwischen 2004 und 2009 zuerst leicht, dann dramatisch zurück und Gold stieg derweil. Aber als sich die US-Wirtschaft (und auch die Weltwirtschaft) ab 2009 erholte, stieg das Wirtschaftswachstum, stiegen die Aktien … aber der Goldpreis legte trotzdem weiter zu, hatte da sogar seine dynamischste Phase.

Aber wo findet sich denn nun eine Korrelation, die nicht nur glaubwürdig wirkt, sondern auch logisch wäre? Bei Anleihen? Sehen wir hin:

Anleihen und Gold: Zwei „sichere Häfen“, die oft zusammen laufen

Im folgenden Chart sehen Sie den indizierten Kursverlauf von US-Anleihen mit 30 Jahren Laufzeit und Gold. Hier haben wir auf einmal eine sehr enge Korrelation. Aber wieso? Kann man das logisch herleiten?

Das kann man in der Tat. Aktienmärkte sehen öfter Korrekturen, die auch mal sehr markant ausfallen. Aber normalerweise bleiben die Investoren entweder trotzdem am Ball oder aber sie parken ihr aus Verkäufen freiwerdendes Kapital, weil sie davon ausgehen, dass es relativ bald eine Gelegenheit geben wird, Aktien günstiger zurückzukaufen und danach einen erneuten Hausse-Impuls mitzunehmen. Wann würde sich dieses Verhalten ändern?

Das wäre dann der Fall, wenn viele Marktteilnehmer den Eindruck gewinnen, dass eine Situation vorliegt, in der es nicht zu einer baldigen Aufwärtswende am Aktienmarkt kommen wird. Dann erst erwägen viele Anleger, ihr freigewordenes Kapital anderweitig anzulegen. Und das korreliert meist mit einer Situation, in der die Gefahr wächst, dass es zu einer längeren, negativen Gemengelage für Aktien kommen wird. Eine mögliche Rezession, kombiniert mit politisch kritischen Vorgaben, wäre eine solche Ausgangslage. Und genau das liegt jetzt vor!

Gold „rennt“, wenn die Welt „brennt“!

In Europa fallen die Aktien seit fast einem Jahr. Zu lange für viele, um noch an eine baldige Wende zu glauben. Das hat man in diesem zu Ende gehenden Jahr 2018 zu oft gehofft und wurde eines Besseren belehrt. In den USA vollzieht sich die Wende am Aktienmarkt gerade erst. Und Aktienmärkte, in die man hinüber wechseln könnte, finden sich nicht: Asien steht ebenso unter Druck, die kleineren Emerging Markets erst recht.

Ein entscheidendes Element für diese Entwicklung findet sich in der ansonsten für Investmententscheidungen selten eine trage Rolle spielenden Politik. Die EU wandert von einer Zerreißprobe zur nächsten, der Eindruck verfestigt sich, dass das Staatengebilde sukzessiv instabil wird. Und in den USA löst eine völlig unberechenbare US-Regierung immense Unsicherheit aus. Investitionen gehen zurück, das Wachstum in deren Schlepptau, weil sich weder Unternehmen noch Investoren darauf verlassen können, dass, was heute gilt, morgen noch Bestand hat.

Hinzu kommt die schnelle Abkühlung im geopolitischen Klima. Die zusehends feindseligeren Beziehungen zwischen den großen politischen und wirtschaftlichen Machtzentren USA, Russland, Europa und China suggerieren, dass sich diese für die Aktienmärkte negative Lage nicht kurzfristig zum Positiven wenden wird. Und das ist eine Konstellation, die mehr Anleger dazu bewegt, Teile ihres Kapitals auch in grundsätzlich eher längerfristig ausgerichtete Assets zu investieren: in Anleihen und Gold!

Überlegungen zu den Gründen und Umständen, die den Goldpreis bewegen, finden Sie übrigens auch in diesem Beitrag: „Krisenbarometer Gold: Worauf es wirklich reagiert

Ist die Gold-Hausse bereits gestartet?

Grundsätzlich findet man jetzt also ein sehr günstiges Umfeld für einen Anstieg des Goldpreises vor, der über eine kurzfristige Rallye hinausgeht. Unterstützt wird diese Chance aber nicht nur von den Rahmenbedingungen, sondern auch vor der Charttechnik und einem gewissen saisonalen Aspekt. Zunächst zu Letzterem:

Sie sehen in dem vorstehenden Chart, dass Gold in den vergangenen fünf Jahren immer ab Dezember eine Phase steigender Kurse sah. Die währten 2015 und 2018 nur kurz, 2014, 2016 und 2017 aber durchaus recht lange. Auch ohne den Rückenwind der wachsenden Verunsicherung hinsichtlich der wirtschaftlichen und politischen Perspektiven hätte Gold derzeit also eine günstige Basis für steigende Notierungen. Aber auch die Charttechnik selbst sieht für die Gold-Bullen sehr gut aus. Wenn man sich Gold in einem ganz langfristigen Zeitraster auf Monatsbasis ansieht, erkennt man:

Der Goldpreis hat gerade eine bereits Anfang 2017 getestete und damit in ihrer Relevanz bestätigte, bis ins Jahr 2008 zurückreichende Aufwärtstrendlinie getestet. Was ebenfalls überzeugt ist, dass die letzten großen drei Aufwärts-Wendepunkte jeweils höher lagen.

Grundsätzlich ist die im Chart erkennbare, jahrelange Bodenbildung nach dem dynamischen Abstieg vom 2011 erreichten Rekordhoch zwar erst vollendet, wenn der Kurs eine um 1.365 US-Dollar verlaufende Widerstandszone hinreichend deutlich überboten hat. Aber alleine bis dorthin wäre ja noch ein gutes Stück Spielraum, den diejenigen, die nicht auf die Vollendung einer großen Wende warten wollen, nutzen könnten … wenn das kurzfristige Chartbild mitspielt. Tut es das?

Ganz kurzfristig, bezogen auf den Stand der Dinge unmittelbar zu Weihnachten 2018, könnte es zwar zu einer Konsolidierung kommen, weil der Goldpreis, wie Sie im Chart auf Tagesbasis sehen können, das obere Ende eines im August begonnenen Aufwärtstrendkanals erreicht hat. Aber diese Konsolidierung muss nicht kommen.

Gold hat die wichtige, im Chart dick schwarz markierte 200-Tage-Linie bezwungen, ein wichtiges, bullisches Signal für mittel- und langfristige Investoren. Und die Aktienmärkte zeigen Ende 2018 keine Tendenz, sich zu stabilisieren, im Gegenteil hat man den Eindruck, als würde es vor allem auf der politischen Ebene immer chaotischer zugehen. Ein, wie oben erläutert, perfekter Nährboden dafür, dass der Exodus aus dem Aktienmarkt weitergeht und ein Teil dieses abfließenden Kapitals seinen Weg ins Gold finden wird.

Goldminen-Aktien: Hier würde die Hausse mit Hebel wirken!

Wenn man über Investments in Gold nachdenkt, darf man die Minenaktien nicht außer Acht lassen. Denn dort wirken Kursveränderungen des Goldpreises mit einem Hebel, weil die Gewinne der Goldminen erst oberhalb ihrer Förderkosten beginnen. Damit sind Minenaktien deutlich spekulativer als Gold selbst, sind aber als Beimischung zum Depot im Zuge eines stabilen Aufwärtstrends bei Gold hochinteressant. Einen aktuellen Beitrag zum Thema finden Sie hier: „Die besten Gold-Aktien für Ihr Depot“.

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Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.

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