Aktienanalyse:
VARTA: Vorsicht, Fahnenstange!

Aktuelle Analyse der Varta Aktie

Den Batteriehersteller VARTA kennt hierzulande zwar jeder, an der Börse ist das Unternehmen aber noch eher ein „Rookie“. Erst im Herbst 2017 ging VARTA an die Börse. Und damals ahnte niemand, dass diese Aktie zu einer Kursrakete werden könnte. Zehn Monate dauerte es, bis das Papier über den Level des ersten Börsenkurses von 24,25 Euro (am 19.10.2017) hinauskam.

Danach ging es zwischen August und Dezember träge aufwärts. Und ab Januar 2019 stürzten sich die Käufer auf einmal auf diese Aktie. Gegenüber dem letzten Kurs des Jahres 2018 bei 24,54 Euro hatte sich der Kurs bis Montagabend glatt verdreifacht. Und am Dienstag legte er von dort aus noch einmal unglaubliche 15,57 Prozent zu. Wieso? Die Antwort lautet: Wachstum.

Während andere Unternehmen Gewinnrückgänge melden und düstere Prognosen abgeben, präsentierte sich VARTA Anfang August in der Bilanz des ersten Halbjahres 2019 mit einem soliden Umsatz- und Gewinnwachstum und hob zugleich die Prognosen an. Die vielen Anleger, die derzeit nach „sicheren“ Aktien suchen, nach Unternehmen, die sich dem Wegbrechen des Wachstums entziehen können, finden da nur relativ wenige potenzielle Unternehmen. Deren Kapital konzentriert sich deshalb, soweit es nicht in Gold und Anleihen abwandert, auf immer weniger Aktien. Aktien wie VARTA, die dadurch indes nicht „sicher“ sind, sondern ein immer größeres Risiko darstellen. Wieso?

Expertenmeinung: Weil sie derart durch die Decke gekauft werden, dass der Zuwachs bei Umsatz und Gewinn längst im Kurs enthalten ist. Solche Aktien sind, weil sie so intensiv nachgefragt werden, von der Bewertung her teuer. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt für VARTA mittlerweile bei etwa 75. Das ist sehr hoch. Und dass VARTA auf viele Jahre hinaus im selben Tempo wächst und dadurch diese äußerst hohe Bewertung rechtfertigt, ist zumindest sehr fraglich. Zugleich verlieren die Marktteilnehmer immer mehr das Maß, scheinen bisweilen einfach unlimitiert zu kaufen.

Der gestrige Kurssprung, mit Abstand der größte in der Historie der Aktie, war die Reaktion auf die Meldung, dass VARTA seine Produktionskapazität bis 2022 deutlich ausweiten und dafür 130 Millionen Euro investieren will. Wieder sahen die Anleger da das Zauberwort „Wachstum“. Aber:

Nüchtern betrachtet kann man nicht ausschließen, dass eine fortgesetzte Abschwächung des weltweiten Wachstums dazu führt, dass hier Kapazitäten aufgebaut werden, die man womöglich nicht nutzen kann. Das muss nicht so kommen, aber immer dann, wenn zu viele Marktteilnehmer kein „aber“ in ihre Entscheidungsfindung mit einfließen lassen, steigt das Risiko eines scharfen Rücksetzers, weil dem Markt die Käufer ausgehen.

Der Chart zeigt, dass der Aufwärtstrend der Aktie in den letzten Monaten immer steiler wurde und derzeit die 20-Tage-Linie (blau) als Leitlinie dient. Aber selbst von dieser Linie hat sich die Aktie mit dem gestrigen Kurssprung sehr weit entfernt. Wer hier zeitig eingestiegen ist, könnte sich daher bei dieser „Fahnenstange“, d.h. einem immer steiler werdenden Anstieg, in Kombination mit einer extrem hohen Bewertung auf Basis des Kurs/Gewinn-Verhältnisses überlegen, zumindest einen Teil der aufgelaufenen Gewinne aufs Konto zu überweisen.

Chart vom 03.09.2019, Kurs 87,60 Euro, Kürzel VAR1 | Online Broker Aktienempfehlungen

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